6 einfache Schritte, um dir das Ausmisten zu erleichtern

Im neuen Jahr haben sich einige vorgenommen, leichter und mit weniger Ballast, weniger Zeug zu leben. Vielleicht sogar minimalistisch. Doch bei dem Gedanken an das Thema ausmisten wird einigen vielleicht unwohl. Doch das muss nicht sein, denn ich zeige dir heute 6 Schritte bzw. Tipps, die dir das Ausmisten erleichtern werden.

Einfach ausmisten - 6 tipps

 

Gerade wenn wir uns das erste Mal mit dem Thema Ausmisten befassen, dann stellen wir uns oft Fragen, wie:

  • Wo fange ich bloß an?
  • Was ist für mich Ballast? 
  • Was will ich behalten? Was will ich los werden? 
  • Wo werde ich das Zeug los?

Diese Fragen können überwältigend sein und halten einige davon ab ihr Leben leichter und einfacher zu gestalten.

Ich leben nun seit bereits knapp 6 Jahren minimalistisch und habe auf meinem Weg die ein oder andere Ausmistmethode ausprobiert. Viele gleichen sich auf die ein oder andere Weise. Es gibt aber auch viele Unterschiede.

Ich möchte dir mit den folgenden 6 Tipps bzw. Strategien helfen, dein Leben leichter und einfacher zu gestalten und relativ stressfrei auszumisten. Das sind Tipps, die mir geholfen haben und ich hoffe, dass sie auch dir helfen. Oft sind es die kleinen Dinge, die einen großen Unterschied machen. Aus meiner Erfahrung greift auch beim Ausmisten die Pareto- Regel oder besser bekannt als die 80/20 Regel. Bedeutet, dass wir bereits mit 20% Aufwand, 80% des Ergebnis erzielen. 

Habe eine Vision

Was mir persönlich geholfen hat, bevor ich überhaupt angefangen habe mit dem Ausmisten, ist mir meiner Vision klar zu werden, also wie ich es in Zukunft haben möchte, wie ich leben möchte. Ich habe mich im ersten Moment gefragt, warum ich ausmisten möchte bzw. warum ich mein Leben vereinfachen will? Was steht dahinter? Möchte ich mehr Freiheit? Mehr Zeit? Weniger Stress? Mehr Platz?

Nimm dir die Zeit und stell dir vor, wie dein Leben ist, wenn du dein Zuhause komplett ausgemistet hast. Wie fühlst du dich dabei? Wie sieht deine Zuhause aus? Wie fühlt es sich in den einzelnen Räumen an? Je detaillierter deine Bilder vor deinem inneren Auge, desto besser. Das Visualisieren unseres Endergebnissen hilft uns, unseren Fokus auf das Positive zu lenken. Wir fragen uns nicht mehr, was wir ausmisten “müssen”, sondern wir stellen uns vor, was wir alles in unserem Leben haben möchte. Was sind die Dinge, die uns etwas bedeuten? Das war bei mir, in meinem Prozess der Game Changer!

Probiere es mal aus und nimm dir die Zeit das Endergebnis klar und deutlich vor deinem inneren Auge zu sehen. Wenn du soweit bist, dann mache dir ein mentales Foto und fang die positiven Emotionen ein.

Fange klein an

Wenn wir noch „untrainiert“ sind, was das ausmisten angeht, dann sollten wir klein anfangen. Es ist ähnlich beim Sport, wo wir auch mit kleinen Gewichten anfangen und uns dann zu schwereren Gewichten trainieren. Stell dir vor es gäbe auch einen Ausmistmuskel, den du genauso langsam trainieren muss.

Deshalb fangen wir auch an mit kleinen Aufgaben und nicht mit z.B. den sentimentalen Dinge oder gleich dem ganzen Haus. Einen Schritt nach dem anderen.  Du kannst z.B. mit einer Schublade anfangen (hallo Krims-Krams-Schublade) oder deinem Nachttisch. Du kannst aber auch mit deiner Handtasche anfangen oder mit dem Auto.

Einfach ausmisten- fang klein an

Frage dich dabei:

  • Nutze ich es?
  • Mag ich es?
  • Spielt es in meiner Vision eine Rolle?

→Denk immer daran: Die besten Dinge im Leben sind nicht Dinge!

Viele haben auch Angst einen Fehler beim Ausmisten zu machen und etwas auszumisten, was sie dann später vielleicht doch brauchen. In 6 Jahren ist das bei mir persönlich noch nie vorgekommen. Vertraue dir! Du wirst die richtige Entscheidung treffen. Bleibe in dem ganzen Prozess bei dir und deinen Bedürfnissen, deiner Vision.

Ausmisten nach Bereich

Nachdem du deinen Muskel nun ein wenig trainiert hast, kannst du dich den größeren Aufgaben widmen, einen ganzen Bereich, wie z.B. deiner Kleidung. Bringe dazu alle Gegenstände aus einem Bereich zusammen an einen Ort. Und gehe sie entsprechend durch und miste sie aus. Meine Erfahrung aus den KonMari Methode hat mir gezeigt, dass wir bessere Entscheidungen treffen können, wenn wir alles zusammen haben an einem Platz.

Wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst, dann überlege dir, welche Bereiche doch in deinem Zuhause stören? Welche Bereiche verursachen Stress und welche Bereiche passen aktuell nicht zu deiner Vision? Du kannst dir diese, wenn du willst, auch notieren und dann sukzessive und zügig einen Bereich nach dem anderen durchgehen.

Nimm dir Zeit

Das Thema Zeit spielt bei vielen eine Rolle, wenn es ums ausmisten geht. Einige versuchen nach einem langen tag noch auszumisten, obwohl sie keine Kraft bzw. keine Nerven mehr davor haben. Andere wiederum sind der Meinung, dass sie es doch schaffen müssen innerhalb eines Wochenendes ein Haus von 120 qm komplett auszumisten. Setz dich nicht unter Stress. Nimm dir die Zeit, die du brauchst. Jeder benötigt ein anderen Tempo und hat auch einen anderen Alltag. Auch wenn du dir die Zeit nimmst, die du brauchst, gehe trotz allem zügig durch alles. Tappe nicht in de gleiche Falle, wie ich damals. Ich hatte einen Bereich ausgemistet und habe mir dann gesagt: Ich mache dann irgendwann weiter… 

Glaub mir, aus einem irgendwann kann ganz schnell ein nie werden. Setze dir kleine Zwischenziele und erklimme so eine Etappe nach der Andere.

Habe eine Strategie

Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Wohin mit all dem Zeug? Du brauchst hier eine Strategie, einen Plan, um die Sachen so schnell wie möglich aus dem haus zu bekommen. Im Allgemeinen bleiben wir nachdem wir die Dinge, die wir behalten wollen, wieder eingeräumt haben noch mit den folgenden Stapeln zurück:

  1. Müll
  2. zu verschenken/ spenden
  3. zu verkaufen

Kümmere dich zeitnah um diese Stapel. Entsorge Müll sofort. Setze dir einen Termin, um die Sachen zu spenden oder auch einen Termin, um diese Sachen zu verkaufen/ online zu stellen. Schiebe es bitte nicht auf die lange Spur. Diese Dinge sammeln sich ansonsten in irgendeiner Ecke deines Zuhauses. Es werden sich weitere Dinge dazu gesellen. Dies wiederum führt zu Unordnung und auch zu (unbewusstem) Stress. Das sollte eine Energie sein, die vorher in deiner Vision von deinem Zuhause keine Rolle gespielt hat.

Noch einen Satz zum Thema Verkaufen: Wenn du eine Sache nicht in einem bestimmten Zeitraum verkauft hast, dann ist es in Ordnung sie los zu lassen und zu spenden. Ja, die Dinge haben irgendwann mal Geld gekostet. Dieses Geld wirst du nicht wieder bekommen. Du hast den Gegenstand los gelassen, da er für dich nicht mehr wichtig ist. Gib ihm eine zweite Chance, in dem du ihn kostenlos an jemanden weitergibst, der diesen Gegenstand benötigt.

Minimalismus bedeutet nicht nur ausmisten, es bedeutet auch seinen Konsum zu hinterfragen und bewusster zu konsumieren. Daher lass uns abschließend noch über Gewohnheiten sprechen.

Einfach ausmisten- habe einen Plan

Entwickle neue Gewohnheiten 

Es gibt Einige, die zwar viel ausmisten, nur um dann im nächsten Moment wieder shoppen zu gehen und den gewonnenen Raum, die gewonnene Freiheit wieder mit neuen Dingen zu füllen. Erkennst du dich bzw. kennst du vielleicht eine Person, die so ist? Falls du jemand bist, der vielleicht des Öfteren Impulskäufe tätigt, dann schau doch mal in meinem Video vorbei, in dem ich dir einfache Tipps und Tricks an die Hand gebe, um Impulskäufe zu vermeiden.

Wir können Gewohnheiten nur ändern, wenn wir sie auch kennen. Daher mein Tipps ein Konsumtagebuch zu führen. Schreibe dir auf, was du wann kaufst (essentielle Dinge, wie Lebensmittel kannst du auslassen). Mache dir vielleicht auch Notizen, warum du etwas gekauft hast. Vielleicht hast du dir den 20. Nagellack gekauft, da du einen stressigen Tag hattest und dich belohnen wolltest. Schaue dir nach einem Monat an, was da alles drauf steh. Du wirst Muster erkennen und erstaunt sein, was du alles gekauft hast und wie viel unnötige Sachen dabei waren. Das ist uns oft gar nicht so bewusst.

Wie kannst du nun diese Gewohnheit ändern? Wie wäre es mit einer Kaufdiät bzw. einer No Buy Challenge. Einfach mal für eine gewisse zeit nichts kaufen außer Essentielle Dinge wie z.B. Lebensmittel, Hygieneprodukte und Medikamente. Wenn du dazu mehr wissen willst, dann schau mal in meinem Guide für deine No Buy Challenge rein:

 

Und noch ein Tipps von mir: Schreibe dir eine Wunschliste.

Schreibe einfach mal alles auf, was du dir gerade wünscht. Sei es etwas was du dir schon länger wünscht und notiere auch Dinge, die du aus einem Impuls heraus haben möchtest. Sobald du etwas neues siehst, was deine Aufmerksamkeit erlangt hat, füge es hinzu. Lasse den Gegenstand deiner Wahl dort für eine Monat drauf stehen. Schaue nach einem Monat auf deine Liste und schaue, ob du die Dinge immer noch brauchst und/ oder möchtest oder nicht mehr. Meine Erfahrung ist, dass wir nach einem Monat selten den Gegenstand noch kaufen wollen.

Das Ausmisten, das Loslassen von Ballast jeglicher Art fängt oft bei physischen Dingen an. Es ist jedoch kein Ende.

Denk mal darüber nach, wie du auch Einfachheit in anderen Lebensbereichs anwenden kannst? Wie steht es um dein Zeitmanagement, deinen Joballtag, Freundschaften…?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.