Ein Lebenszeichen- Was war los bei mir?

Lange habe ich nichts mehr von mir auf dem Blog hören lassen. Dafür möchte ich mich erst einmal entschuldigen. In den letzten Wochen ist in meinem Leben einiges passiert, wodurch ich nicht dazu kam, einen Blogpost zu schreiben. Es galt für mich Prioritäten zu setzen und das Wichtigste war für mich Entspannung für Körper und Seele.

Ich möchte dir erzählen, was so alles in  den letzten Wochen passiert ist und warum ich nicht zum Schreiben kam.

Ein Lebenszeichen- Was war los bei mir?

Neuer Job

Ich habe seit 1.11. einen neuen Job. Du kennst das bestimmt auch: Gerade am Anfang sammelt man viele neue Eindrücke. Es gibt neue Sachen, die man lernt und verinnerlichen will. Zusätzlich dazu kommt auch noch ein neuer Tagesrhythmus, in dem man sich zurechtfinden muss. Genauso ging es mir in den letzten vier Wochen. Wenn ich Abends nach Hause gekommen bin, war ich einfach nur noch erschlagen von all dem, was ich den Tag über erlebt habe. Ich war froh, dass mein Partner das Kochen in den letzten Wochen übernommen hat, denn selbst dazu hat mir an den meisten Abenden einfach die Energie gefehlt und es ging nur darum für mich Abends Kopf und Körper zu entspannen. Dafür bin ich ihm mehr als dankbar! Auch an den Wochenenden war ich nicht viel fitter und habe nicht wirklich viel gemacht und erlebt. Entweder war ich spazieren, ich habe auf dem Sofa gelegen und gelesen oder mich dann zusammen mit meinem Schatz um meinen Haushalt gekümmert.

Ein Lebenszeichen- Was war los bei mir? Mammutbaum

Mein Geburtstag

Tja, und dann war da ja auch noch mein Geburtstag, den ich nicht wirklich gefeiert habe…. Seit Jahren habe ich zum ersten Mal wieder an meinem Geburtstag gearbeitet. In den letzten Jahren habe ich da immer einen Urlaubstag gehabt und den Tag so gestaltet, wie ich es wollte und wie es mir gut tat.

Um mir den Stress dieses Jahr zu nehmen, habe ich mich bei meinen Eltern zum Essen eingeladen und den Abend mit Ihnen verbracht. Es ist schön sich eines seiner Lieblingsgerichte zu wünschen und sich um nicht kümmern zu müssen.

Estherlovesausmisten

Wenn du mir auf Instagram oder Facebook folgst, dann hast du schon mitbekommen, dass ich seit Wochen eine Challenge laufen habe. Jede Woche gibt es eine neue Wochenenaufgabe. Ich widme mich jede Woche einem anderen Bereich meiner Wohnung und meines Lebens, den ich ausmiste. Jeder ist willkommen mitzumachen. Bis jetzt habe ich bereits das Schlafzimmer, das Büro, die Küche, das Wohnzimmer, das Bad und die Medikamente und meine Bücher noch einmal durchgeschaut und reduziert.

Ein Lebenszeichen- Was war los bei mir? Ausgemistet in den letzten Wochen

Aktuell ist die Aufgabe sich um die diversen Abstellräume- und Kammern zu kümmern. Sei es das Gästezimmer, dass zur Abstellkammer umfunktioniert wurde (so wie es bei mir ist); der Keller; die Abstellkammer; die Garage oder auch der Dachboden. Dafür habe ich mir jetzt zwei Wochen Zeit gegeben, denn ich möchte mich nicht hetzen. Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit möchte ich die Zeit und die schönen Momente mitnehmen und verinnerlichen, die diese Zeit bietet und einfach dankbar sein.

Zeitungsbericht und Stammtisch

Zum guten Schluss: Letzte Woche gab es in einer kostenlosen Zeitung im Rhein-Main- Gebiet ein Interview mit mir, in dem ich von meinen Erfahrungen gesprochen habe und auch Anregungen gegeben habe. Den Link dazu findet ihr hier.

Aufgrund dieses Berichtes hatten wir gestern einen wahren Ansturm am Minimalismus- Stammtisch in Frankfurt. Es war so überwältigend, dass ich noch ein paar Tage brauchen werde, um die Eindrücke zu verarbeiten. Zusätzlich dazu hatte der Stammtisch auch noch Besuch vom Kölner Stammtisch (u.a. von Michael von Minimalismus & Leben). Insgesamt waren wir um die 30 Personen und teilweise sind die Leute auch schon wieder gegangen, als sie durch die Fenster geschaut haben und gesehen haben, wie voll es ist. Im Endeffekt haben wir das komplette Café in Beschlag genommen. Es war der Wahnsinn. Irgendwie habe ich mich gefühlt wie auf einer kleinen Minimal Kon.

Wie geht es weiter

Jetzt wo ich mich in meinem Job so langsam eingelebt habe und im neuen Tagesrhythmus angekommen, möchte ich wieder öfters bloggen. Aktuell glaube ich nicht, dass ich es jede Woche schaffen werde. Ich habe mir aber zum Ziel gesetzt, alle zwei Wochen einen Blogpost zu veröffentlichen. Das Bloggen will ich nicht aufgeben, denn wie ich gestern auf dem Stammtisch gesehen habe: Es gibt so viele Menschen, die sich für den Minimalismus interessieren. Menschen, die nicht wissen, wie sie anfangen sollen. Menschen, die Inspiration benötigen, wenn sie einmal nicht voran kommen. Es erfüllt mich diesen Menschen zu helfen, sie zu inspirieren und motivieren.

Ich wünsche dir einen wundervollen und ruhigen 1. Advent,

deine Esther

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Collect moments, not things: Meine Herbst-/Winter-Bucketlist

Beitragsbild collect Moments not things bucket list

Wenn es um das Thema Minimalismus geht, dann wird oft davon gesprochen, dass wir unser Geld nicht für irgendwelchen Kram ausgeben, sondern für Erinnerungen und schöne Momente. Oft habe ich Sätze gehört wie: „Um Erinnerungen und schöne Momente zu kreieren, muss ich doch aber Geld ausgeben.“
Der Meinung bin ich nicht, denn es gibt so viel, was man erleben kann, das kein Geld oder wenn nur ganz wenig kostet. Doch was kann man gerade im Herbst und Winter machen, wenn es kalt und ungemütlich ist? Welche Aktivitäten stehen einem zur Verfügung, wenn man kaum oder kein Geld zur Verfügung hat oder eben keines ausgeben möchte? Genau das will ich testen und habe mir für diesen Herbst und Winter eine Bucketlist erstellt, also Momente, die ich erleben möchte und Aktivitäten, die ich machen will. Aktivitäten, von denen ich zehren kann, die kein Geld oder nur wenig Geld kosten und die mir trotzdem viel bringen. Egal ob alleine, mit Freunden, dem Partner oder der Familie. Es ist von allem etwas dabei.

Collect moments, not things: Meine Herbst-/ Winter-Bucketlist

1. Picknick

Gerade am letzten Wochenende war das Wetter so richtig schön und deshalb habe ich seit langem mal wieder gepicknickt. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal picknicken war. Dabei eignet sich ein Picknick wunderbar, um eine tolle Zeit mit Freunden, der Familie oder dem Partner zu verbringen.
Es wird eine Tasche oder ein Rücksack gepackt mit einer Decke, etwas zu trinken und etwas zu essen. Sei es Kuchen, belegte Brote, Obst oder nach was einem ist. Essen und Trinken haben wir zuhause und daher fallen keine (zusätzlichen) Kosten an.
Das kann man verbinden mit

2. Spaziergang durch die Natur

Ich spreche hier aber nicht von den „ganz normalen“ Spaziergängen. Nein, es geht hierbei darum die Natur mal aus einem anderen Blickwinkel zu sehen und zu erleben.
Wie oft laufen wir durch die Natur ohne mal in Ruhe nach links oder nach rechts zu schauen, ohne inne zu halten und zu hören, was in der Natur um uns herum geschieht? Wahrscheinlich viel zu oft. Deshalb habe ich mir vorgenommen achtsam durch den Wald und die Felder zu laufen. Darauf zu achten, welche Tiere sich um mich herum tummeln, welche Pflanzen um mich herum stehen und welche Geräusche ich vernehme. Vielleicht auch mal ein Stück barfuss laufen und sehen, wie sich das Laub anfühlt.

Collect moments, not things: Meine Herbst-/Winter-Bucketlist Barfuss durch den Wald laufen

3. Kreativ sein mit Dingen aus der Natur

Wenn ich schon dabei bin durch die Natur zu wandern, so könnte ich mal wieder kreativ sein und mit Dingen, die ich finde, etwas basteln. Blätter könnte ich als Dekoration oder für mein Bullet Journal nutzen. Aus Kastanien lässt sich Waschmittel herstellen oder ganz „Oldschool“ kann ich daraus Figuren basteln, so wie ich es als kleines Kind getan habe.

4. Mit Freunden zusammen kochen oder Kochrunden à la „das perfekte Dinner“

Es ist lange her, dass ich zusammen mit Freunden etwas gekocht habe. Dabei finde ich es so schön zusammen mit Freunden etwas zu erschaffen und dann gemeinsam zu genießen. Nun kam mir zusätzlich die Idee, dass man auch Kochrunden à la „Das perfekte Dinner“ machen kann zusammen mit Freunden. Ich glaube noch mehr Spaß wäre es, diese Kochrunde unter ein bestimmtes Motto zu stellen. Z. B. könnte man das Motto „Halloween“ machen und die Person muss sich dazu etwas einfallen lassen. Oder es wird eine Zutat vorgegeben, die in jedem Gericht (bei mehreren Gängen) enthalten sein muss.
Ich werde meine Freunde zu dem Thema „perfektes Dinner“ befragen. Vielleicht kommt es ja dazu. Ansonsten werde ich mit ihnen einfach Termine ausmachen, an denen wir zusammen etwas kreieren und uns dabei austauschen können.

Collect moments, not things: Meine Herbst-/Winter-Bucketlist zusammen kochen und essen

5. Movie Night zuhause mit Freunden oder der Familie

Wie viele von euch wissen, ist mein Fernseher die meiste Zeit still. Fernsehen an sich bereichert mich nicht und deshalb habe ich bereist vor einem halben Jahr entschieden, dass ich meine Zeit für mich sinnvoll nutze und z.B. lese.
Ab und an jedoch hätte ich schon mal wieder Lust einen Abend einen guten Film nach dem anderen zu schauen, dabei Popcorn und Chips zu essen und zu lachen. Deshalb wird auch das in den nächsten Wochen und Monaten etwas sein, dass ich unternehmen möchte.

6. Spieleabend

Die guten alten Spieleabende. Als Kind habe ich mich immer auf die Abende gefreut, als ich stundenlang mit meinen Eltern Monopoly, Rommé und andere Gesellschaftsspiele gespielt habe. Auch vor ein paar Jahren habe ich mit meinen Freunden des öfteren Spieleabende veranstaltet. Irgendwie ist das eingeschlafen. Doch auch das werde ich wieder aktivieren. Ich möchte sowohl mit meiner Familie als auch mit meinem Freunden mehrere Spieleabende in den nächsten Monaten erleben. Das sieht dann so aus, dass wir uns entweder bei mir oder bei anderen Treffen. Jeder bringt etwas mit, sei es was zu knabbern oder Getränke und dann kann es auch schon los gehen

7. Freizeit Kalender der Stadt

Städte oder Gemeinden haben meist einen Veranstaltungs- oder Freizeitkalender. Dort findet man auch immer kostenlose Veranstaltungen und Events.
Für z.B. Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet finde ich die die Webseite des Journal Frankfurt super. Dort sind viele Veranstaltungen aufgelistet. Es kann angegeben werden, wonach man such, also z.B. Führungen und das Datum.
Auch habe ich dort kostenlos Stadtführungen einiger Städte im Rhein-Main-Gebiet gefunden, genauso wie diverse Vernissagen. Da dürfte für jeden etwas dabei sein.

Collect moments, not things: Meine Herbst-/Winter-Bucketlist- Städte erleben

Im Internet nach Veranstaltungen zu suchen kann ich nur empfehlen, denn dadurch bin ich auf den Klangpfad in Kassel gestoßen:
Ich werde mich mal umschauen, was ich interessantes finde und mich dann für ein bis zwei Veranstaltungen entscheiden.

Hier sind noch ein paar Ideen für kostenlose Führungen:

Führung durch den (hessischen) Landtag

Führungen bei Radiosendern, z.B. dem hessischen Rundfunk

Geldmuseum der deutschen Bundesbank:

Apothekergarten Wiesbaden

8. Etwas neues lernen

Das steht ganz vorne auf meiner Liste, wenn auch nicht in diesem Blogpost.
Ich möchte etwas neues lernen. Das Internet bietet uns so viele Möglichkeiten und vor allem auch kostenlose Möglichkeiten neues zu erleben und erlernen. Da mich aktuell einige Themen interessieren, werde ich ein Thema festlegen und dann soviel dazu lernen wie möglich.

Auf dieser Seite gibt es z.B. unterschiedliche kostenlose e-learning Kurse (auf englisch).

Das MIT bietet auch unterschiedliche Video- und Audioausschnitte aus Vorlesungen kostenlos online an.

9. Geschenke basteln/ selbst herstellen

Weihnachten rückt langsam näher und ich habe mir vorgenommen dieses Jahr nur selbstgemachte bzw. selbstgebastelte Geschenke zu verschenken. Dafür muss ich mir natürlich etwas Zeit nehmen, denn es muss eine Liste erstellt werden, der zu beschenkenden Personen und ich muss mir natürlich Gedanken darüber machen, was ich den Personen schenken kann. Was würde ihnen gefallen, worüber würden sie sich freuen und was können sie vor allem wirklich gebrauchen.

Collect moments, not things: Meine Herbst-/Winter-Bucketlist- Badesalz selber machen

Last but not least, müssen diese Geschenke dann ja auch noch hergestellt werden. Zur Inspiration nehme ich mir Pinterest, aber auch diese Seite oder diese könnten hilfreich sein:

Kosmetik selber machen
Mehr Geschenkideen

10. Fotoshooting

Nein, ich meine hier nicht ein professionelles Shooting, für das man oft sehr viel Geld bezahlt.
Freunde können oft, und wenn es nur mit dem Smartphone ist, tolle Fotos von einem machen. Einige von ihnen haben ein richtiges Händchen dafür. Warum also nicht einmal am Wochenende tagsüber sich gegenseitig fotografieren? Es gibt doch meist irgendwo Industrieruinen oder schöne Plätze in der Stadt und in der Natur, an denen man sich vielleicht auch nicht so beobachtet fühlt. Einfach los legen. Da gibt es zwischendrin und danach bestimmt auch ein paar Lacher, das kann ich euch garantieren.

11. Sonnenaufgang von Aussichtsplatz erleben

Gerade im Herbst, wenn morgens der Nebel noch über den Bäumen und Bergen liegt, ist es wundervoll den Sonnenaufgang zu beobachten. Ich habe letztes eine Stelle gefunden, von der man wunderbar den Sonnenaufgang über einem Tal sehen kann und deshalb werde ich dort demnächst an einem Samstag oder Sonntag bei guten Wetter (ich meine hier ohne Regen und ohne zu viel Wolken) den Sonnenaufgang anschauen. Das geht natürlich auch mit dem Sonnenuntergang.

Collect moments, not things: Meine Herbst-/Winter-Bucketlist Sonnenaufgang

 

 

Es gibt noch so vieles mehr, was man erleben kann. Ich werde mich erst einmal auf diese 11 konzentrieren. Neben dem Alltag und allem, was ich mir vornehme, möchte ich ja auch noch Zeit für mich haben, in der ich auch mal gar nichts mache und zur Ruhe komme. Was sind deine Ideen? Gibt es etwas bestimmtes, dass du diesen Herbst und/oder Winter unbedingt tun oder erleben möchtest?

 

Esther

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Klimagourmet-Genuss-Spaziergang Frankfurt: Nachhaltigkeit auf der Berger Straße

BeitragsbildKlimagourmet-Genuss-Spaziergang Frankfurt

Eine Freundin von mir fragte mich vor zwei Wochen, ob ich Lust hätte am Klimagourmet-Genuss-Spaziergang teilzunehmen. Hört sich interessant an, dachte ich mir und sagte kurzerhand zu ohne zu wissen, was mich erwarten würde.

Der Klimagourmet-Genuss-Spaziergang war Teil der Klimagourmet-Woche. Diese wird seit 2014 jährlich vom Energiereferat der Stadt Frankfurt veranstaltet .

Was ist die Klimagourmetwoche?

„Klimagourmet unterstützt ambitionierte Unternehmen und Initiativen, die einen Beitrag zum Klimaschutz und zu nachhaltigen Entwicklung leisten wollen“. (Mehr Informationen hier)

In der Klimagourmetwoche finden verschiedene Veranstaltung und Kochkurse. Weiterhin gibt es auch noch eine Wanderausstellung.

Es gibt zwei Kriterien, die ein Unternehmen erfüllen muss, wenn es Teil dieser Initiative sein möchte und auch als Geschäft im Guide erwähnt werden möchte:

„ • Ihre Lokalität ist öffentlich zugänglich, und die Speisekarte bietet mindestens ein kreatives vegetarisches Hauptgericht (nicht nur der Beilagensalat oder die Nudeln mit Tomatensoße). Auch ein Imbiss, ein Marktstand oder eine Bäckerei kann vegetarische Produkte anbieten.
• Ein Teil Ihres Angebots soll zusätzlich einer anderen Kategorie entsprechen, also regional, saisonal, bio, fair oder vegan sein.“

Der Klimagourmet-Genuss-Spaziergang

Wir bereits im Titel dieses Blogposts erwähnt, fand der Genuss-Spaziergang auf der Berger Straße in Frankfurt statt. Dort bin ich öfters, sei es bei gramm.genau, mit Freunden mal was trinken gehen oder auch schon mal zum Minimalismus Stammtisch. Genau hatte ich mir aber sonst noch nie richtig angeschaut, was diese Straße alles zu bieten hat.

Ich fragte mich, was man in ca. 1,5 Stunden noch alles über diese Straße lernen könnte und im Speziellen in Bezug auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Ich war neugierig darauf zu erfahren, welche Konzepte und warum diese der Umwelt gut tun.

So trafen wir uns also um 17 Uhr Treffen am Merianplatz. Die bunt gemischte Gruppe von jung bis alt wurde von Herrn Fay vom Energiereferat der Stadt Frankfurt begrüßt. Noch vor einer kleinen Einleitung über die Klimagourmetwoche und den Spaziergang verteilte Herr Fay Jutebeutel (inkl. Informationsmaterial und Holzkochlöffel). Dieser trug nicht nur das Fairtrade Zeichen, sondern auch das GOTS Zertifikat.

Klimagourmet-Genuss-Spaziergang Frankfurt: Inhalt Jutebeutel

In seiner Erklärung erzählte er einiges zum Thema CO2 Fußabdruck. In den Gesichtern der Teilnehmer war zu erkennen, dass einige darüber noch nichts gehört hatten. Da die Veranstaltung „Klimargourmet-Genuss-Spaziergang“ hieß, lag der Fokus auf der Nahrung, aber es gab auch andere Aspekte des Klimaschutzes, die im Laufe des Spaziergangs erläutert wurden.
Wusstest du, dass in Deutschland 14% des CO2 Ausstosses durch unsere Ernährung verursacht wird?

Auf los geht’s los

Der erste Halt unseres Spazierganges war gramm.genau, der Unverpackt Laden in Frankfurt, von dem ich ja bereits berichtet habe (Hier). Dort erklärte uns Franzi etwas dazu, was gramm.genau ist, wie es entstanden ist, wie das Konzept und was der aktuelle Stand z.B. zum Lieferservice ist. Abschließend konnten die Teilnehmer, die den Laden noch nicht kannten, noch einmal durch den Laden gehen und es gab auch noch einen kleinen Snack (Rote Beete Suppe und Linsen Curry, beides vegan).

Klimagourmet-Genuss-Spaziergang Frankfurt: Linsencurry und Rote Beete

Vorbei am Burgerladen „Wiesenlust“, bei dem es neben Fleisch aus der Wetterau auch vegane Burger im Angebot gibt und einem Bücherregal ging es weiter zur Kreuzung Berger Straße und Habsburgeralle. Dort wurde uns anhand der Renovierung eines Hauses erklärt, wie ein Passivhaus funktioniert, welche Arten von Energie es gibt und was die Vorteile sind. Da ich leider nichts zu schreiben dabei hatte und mein Kopf sich leider nicht jedes Detail merken kann, kann ich hier keine näheren Details wiedergeben.

Der Abschluss fand im Weltladen Bornheim statt, der vor knapp 20 Jahren seinen Anfang hatte, als Mitglieder der Eine-Welt-Gruppe in der kaholischen Pfarrei St. Josef/Frankfurt-Bornheimes zum ersten Mal fair gehandelte Produkte verkauften. Geschäftsführer sind Frau Ursula Artmann und Herr Stefan Diefenbach.

Klimagourmet-Genuss-Spaziergang Frankfurt: Eingangsschild Weltladen

Klimagourmet-Genuss-Spaziergang Frankfurt: Schaufenster Weltladen

Herr Diefenbach war es auch, der uns etwas über die Geschichte des Ladens, als auch die Produkte die dort verkauft werden, erzählte. In dem Fachgeschäft für Fairen Handel gibt neben Kaffee, Schokolade und Gewürzen auch z.B. Aleppo Seife oder Kunsthandwerk aus aller Welt. Teilweise handelt es sich bei den Artikeln des Kunsthandwerkes um Recyclingartikel. Hier durften wir Schokolade naschen und Herr Diefenbach beantwortet all unsere Fragen. (Zu diesem Geschäft werdet ihr in nächster Zeit noch mal mehr Details bekommen.) Leider war unsere Tour auch hier zu Ende. Die Zeit verging wie im Flug.

Klimagourmet-Genuss-Spaziergang Frankfurt:Upcyclingprodukte

Taschen, überall Taschen…

Beinahe hätte ich es vergessen… Bereits vor ein paar Wochen viel mir auf, dass es auf der Berger Straße bei mehreren Geschäften sogenannte Taschenstationen sind. Was sind Taschenstationen wirst du dich jetzt fragen? Das ist eine Initiative des Gewerbevereins Bornheim Mitte. Einige Händler auf der Berger Straße engagieren sich für die Umwelt und möchten weniger Plastiktüten verbrauchen. Daher gibt es auf der Berger Straße insgesamt 10 Taschenstationen, bei denen du dich an Jutebeuteln bedienen kannst, falls du deinen mal zuhause vergessen haben solltest. Du kannst aber, wenn du zu viel Jute-/ Baumwollbeutel besitzt, diese auch dort hinein legen. Andere werden es dir danken, wenn sie selbst mal keinen Beutel dabei haben.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich die Idee super finde, aber die Zeit doch leider etwas knapp bemessen war, wenn man in Betracht zieht, dass immer wieder Fragen gestellt und diskutiert wurde. Trotz allem werde ich auch nächstes Jahr wieder an der Klimagourmetwoche teilnehmen. Man lernt nie aus.

Deine Esther

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Warum ich eine „Not-To-Do-Liste“ habe

Beitragsbild: Warum ich eine "Not-To-Do-Liste" habe

Wir alle haben To Do Listen, aber ich kenne niemanden persönlich, der eine Not-To-Do-Liste hat. Die meisten von uns notieren sich auf die ein oder andere Art und Weise Dinge, die er oder sie erledigen muss/ will/ kann oder möchte. Doch ich kenne bisher niemanden persönlich, der eine Not-To-Do-Liste hat.

Was ist eine Not-To-Do-Liste?

Eine Not-To-Do-Liste ist eine Aufzählung Dingen, die man nicht mehr tun möchte und sie kann zusätzlich auch Worte oder Sätze beinhalten, die man nicht mehr sagen möchte. Wir alle tun Dinge, die wir eigentlich nicht tun wollen, weil sie uns nicht gut tun oder weil sie uns z.B. ablenken, von für uns wichtigen Dingen. Wir alle sagen z.B. bestimmte Wörter, die uns teilweise selbst an uns stören. Eine Not-To-Do-Liste enthält also alles, was du nicht mehr tun und sagen möchtest.

Warum ich eine Not-To-Do-Liste habe

Bis vor ein paar Wochen hatte ich auch keine Liste. Jedoch viel mir im Laufe der letzten Wochen auf, dass es einige Wörter, Sätze oder Wortkombinationen gab, die mich persönlich gestört haben. Ich habe diese dann aufgelistet und arbeite täglich daran, diese nicht mehr zu nutzen.

Du denkst, dass sich das jetzt einfach anhört, aber ich kann dir sagen, dass dies leider nicht so ist. Es ist eine täglich Aufgabe, die Wörter nicht zu nutzen und ich ertappe mich immer noch dabei, dass ich eines der Wörter bzw. Wortkombinationen bereits auf der Zunge liegen habe oder auch schon den Anfang des Wortes ausgesprochen habe. Aber probier es selbst mal aus.

Nicht nur, dass auf meiner Liste Worte stehen, nein auch Dinge, die ich nicht mehr tun möchte, die aus welchen Gründen auch immer, in den letzten Wochen wieder Einzug in mein Leben erhalten haben… Das sind Dinge, die mich vom Erreichen meiner Ziele abhalten; die mich ablenken; Dinge, die mich nicht glücklich machen und Dinge, die ich tue und nach denen es mir nicht gut geht.

Meine Not-To-Do-Liste

Nun schreibe ich die ganze Zeit über dieses schöne neue Werkzeug, dass mir hilft, aber ich habe dir noch gar nicht gezeigt, was aktuell auf meiner Liste steht. Also hier nun meine Not-To-do Liste:

  • Aufgaben nicht zu Ende bringen: Ja, darin bin ich gut. ich fange eine Aufgabe an und nach der Hälfte mache ich nicht mehr weiter. Ab sofort wird jede Aufgabe sobald angefangen, auch zu Ende gebracht!
  • Immer erreichbar sein: Es ist jetzt nicht der Fall, dass ich 7 tage die Woche/ 24 Stunden lang erreichbar bin. Jedoch merke ich, dass ich mein Handy mittlerweile wieder öfters mit mir herumtrage. Und dann schau ich doch mal schnell, ob es eine neue E-Mail gab, oder ob mir jemand geschrieben hat usw. Ich werde daher ab sofort ab 20 Uhr abends mein Handy weglegen und auf Flugmodus stellen. Wie ich das am Wochenende tagsüber handhaben werde, muss ich mir noch überlegen.
  • Dinge (z.B. Dokumente) mehrfach in die Hand nehmen: Auch das ist eine Eigenart, die mich stört. Statt einen Brief gleich abzuheften bzw. in meinem Fall einzuscannen, lege ich ihn erstmal auf den Ablagestapel und wenn der dann irgendwann zu groß ist, sitze ich stunden daran abzulegen und einzuscannen. Das kann ich mir sparen. Außerdem stört mich der Stapel persönlich, denn wie du weißt, liebe ich es, wenn es aufgeräumt ist und sich nichts irgendwo stapelt oder herumliegt.
  • Fernsehen: Leider ist der Fernseher aktuell wieder zwei Mal die Woche an und letzte Woche an einem tag sogar ziemlich lang. In dieser zeit hätte ich so viel tun und erleben können und stattdessen habe ich mich berieseln lassen.
  • Unterbrechungen zulassen
  • Mein E-Mailprogramm ständig offen lassen: Das ist so eine Unart von mir, die immer wieder durchkommt. Ich schaffe es wochenlang genau dies nicht zu tun und dann lasse ich es schludern. Es reicht völlig meine E-Mails dreimal am Tag zu kontrollieren.
  • Dinge auf der To-Do Liste übernachten lassen oder besser bekannt als Aufschieberitis oder Prokrastination: Irgendwie hat es sich eingeschlichen, dass ich die Dinge, die ich mir für einen tag oder eine Wochen vorgenommen habe, nicht alle erledige und so schlummern sie weiter auf der To-Do Liste und werden immer brav weitergeschoben. Warum ich das mache, weiß ich nicht wirklich. Vielleicht, weil manche von diesen Aufgaben unangenehm sind oder gefühlt ewig benötigen, um sie zu erledigen.
  • Mich als „Opfer“ der Umstände sehen
  • Mir keine Zeit für mich nehmen: Jeder benötigt mal Zeit für sich. Gerade ändert sich einiges in meinem Leben und da ist das irgendwie in Vergessenheit geraten.
  • Alles verstehen wollen: Ich bin jemand der alles verstehen möchte und dann auch viel hinterfragt. Oft bringt es aber rein gar nichts, jedes Detail zu kennen und alles zu verstehen. Ich werde hier die Pareto- Regel einsetzen oder auch besser bekannt als die 80/20- Regel.
  • Es allen recht machen wollen: Das kennst du vielleicht auch? Man will es jedem recht machen. Doch das ist gar nicht möglich. Wir sind alle so unterschiedlich, eben individuell, dass jeder eine andere Meinung hat und wenn du es einem Recht gemacht hast oder vielleicht mehreren, dann sind andere unzufrieden. Also streichen wir das mal ganz schnell aus dem Leben.
  • Folgende Wörter/Sätze nutzen: Problem; Herausforderung; Warum?; Ja, aber..; Ja, ich..; Entschuldigung; Ja, weil..; Aber…; Das kannst du dir schenken.
  • Nur wissen und nicht anwenden: Ich habe mir in den letzten Monaten viel Wissen durch u.a. Bücher angeeignet, jedoch vieles von dem was, ich gelernt habe und nun weiß, nicht angewendet. Da frag ich mich ehrlich, warum das so ist. Ab sofort wird wissen umgesetzt bzw. angewendet.

Zum letzt genannten Punkt gibt es übrigens ein wundervolles Zitat von Johann Wolfgang von Goethe: „Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun.“

Warum du dir eine Not-To-Do-Liste anlegen und dich daran halten solltest

So nun kennst du meine Liste und fragst dich jetzt, warum du eine solche Liste haben solltest. Das kann ich dir gerne sagen, denn es gibt sehr gute Gründe, sich eine solche Liste anzulegen und sich auch daran zu halten:

  1. Du bist fokussierter.
  2. Zeitfresser werden eliminiert.
  3. Du tust nichts, was dir keinen Nutzen bringt.
  4. Du tust nichts mehr, was dich unnötige Energie kostet.
  5. Du machst Ressourcen frei.
  6. Du erkennst deine Interessen und Bedürfnisse.
  7. Du lernst Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden.
  8. Verbesserung deines Sprachschatzes
  9. Dadurch, dass du die Dinge nicht mehr tust, die dich stören oder Ablenken, hast du Zeit für die Dinge, die dir wichtig sind.
  10. Du bist produktiver, wenn du gewisse Dinge nicht mehr tust.

Wenn du wissen willst oder dich inspirieren lassen möchtest, was andere auch ihrer Not-To-Do Liste haben, dann schau doch mal bei Ivan Blatter oder hier vorbei.

Warum ich eine Not-to-do Liste habe

Wie sieht es bei dir aus? Gibt es auch Dinge, die du nicht mehr tun möchtest oder Sätze, die du nicht mehr sagen möchtest? Dann schreib dir doch auch eine Liste. Gerne kannst du diese auch in die Kommentare schreiben und wir arbeiten im September zusammen daran, die Dinge auf der Liste nicht mehr zu tun.

Deine Esther

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11 inspirierende Minimalismus Zitate

Beitragsbild11 inspirierende Minimalismus Zitate

Wie einige von euch vielleicht auf Facebook gesehen habe, habe ich vor zwei Wochen jeden Tag ein Zitat zum Thema Minimalismus gepostet und dieses kommentiert bzw. interpretiert. Ich möchte die Zitate hier noch einmal zusammentragen und noch sieben Zitate hinzufügen, die dich zum Nachdenken anregen sollen.

11 inspirierende Minimalismus Zitate: Martin Luther King

Wir wahr diese Aussage von Martin Luther King doch ist, denn oft vergleichen wir uns mit anderen anhand unserer Gehälter, unseren Autos, Häuser oder Wohnungen. Dabei vergessen wir, dass es viel wichtiger ist hilfsbereit und menschlich zu sein, denn das ist es, was uns voranbringt.

11 inspirierende Minimalismus Zitate: Marie von Eber- Eschenbach

Ich interpretiere dieses nicht anhand von materiellem Besitz, denn oft unterschätzen wir, was wir IN UNS haben. Unseren Charakter, unsere Stärken, unser Wissen,…. Im Gegenteil dazu steht, dass z. B. einen Jobtitel überschätzen. Wir meinen, dass nur, weil wir jetzt die Position als xy innehaben, wir der Erfolgstyp sind. Dabei sagt ein Titel nichts, aber auch gar nichts über uns als Person aus. Es zeigt leider, dass wir mit uns nicht im Reinen sind und meinen andere mit unwichtigen Dingen beeindrucken zu müssen.

11 inspirierende Minimalismus Zitate: Bruce Lee

Ich interpretiere diese Zitat so, dass wir nur das annehmen sollen (z.B. Geschenke), was wir wirklich brauchen. Außerdem sollen wir uns nichts kaufen, was unnütz ist, z.B. den tausendsten Dekoartikel, die zwanzigste Jeans oder den 10 Lippenstift. Wie ich den letzten Satz interpretieren soll, weiß ich noch nicht aber vielleicht hast du einen Tipp?

11 inspirierende Minimalismus Zitate: Johann Wolfgang von Goethe 1

Wir alle kennen doch die Menschen oder waren selbst welche, denen immer aufgefallen ist, was fehlt und was wir auf jeden Fall noch kaufen müssen bzw. brauchen. Dabei vergessen wir leider zu oft, was wir bereits schon besitzen und, dass das, was wir begehren, uns weder glücklich macht, noch dass wir es brauchen.

11 inspirierende Minimalismus Zitate: Franz von Assisi

Schon damals schlaue Worte und heute haben sie, finde ich, noch eine viel größere Bedeutung, wenn ich mich in der Welt umschaue. Viele wollen immer mehr und mehr besitzen, obwohl sie gar nichts mehr benötigen und sowieso schon viel zu viel haben. Wenn sich diese Menschen in Einfachheit üben würden und von ihrem Besitz abgeben, dann würden meines Erachtens weniger Menschen ausgebeutet (z.B. in der Produktion von Fast Fashion Kleidung), weniger Wälder abgerodet, weniger Feld verschlissen und es würde vielen besser gehen.

11 inspirierende Minimalismus Zitate: Theodor Fontane

Dieses Zitat von Theodor Fontane, einem ehemaligen deutschen Schriftsteller, ähnelt etwas dem von Johann Wolfgang von Goethe (zwei Zitate zuvor). Oft machen wir uns bewusst, was uns fehlt und fangen an danach zu verlangen bzw. zu streben. Doch laut ihm, ist das einzige Mittel um sich wohl zu fühlen, mit dem zufrieden zu sein, was wir besitzen. Ich würde sogar noch weiter gehen, denn wenn wir zufrieden sind, mit dem was gegeben ist und dem, was wir besitzen, so lernen wir dankbar zu sein und das wiederum erfüllt uns mit innerem Frieden und Glück.

11 inspirierende Minimalismus Zitate: Sokrates

Schon die alten griechischen Philosophen wussten, wie wichtig es ist bewusst zu leben. Sich bewusst zu machen was um uns herum geschieht, wie wir uns fühlen. In der heutigen Zeit rennt das Leben an vielen einfach nur so vorbei, ohne, dass es von den Menschen wirklich gelebt wird. Wir hetzen von Termin zu Termin. Versuchen Menschen zu imponieren, die wir oft nicht mögen. Versuchen so erfolgreich zu leben wie andere. Dabei vergessen wir, was im Leben wichtig ist: Jeden Moment bewusst zu leben, zu gestalten und zu erleben.

Minimalismus ist für mich Teil des bewussten Lebens, denn ich weigere mich (mittlerweile) diese Oberflächlichkeiten mit zu machen und ein Leben mir aufzwängen zu lassen, das nicht meines ist. Es ist interessant, wie sich meine Ansichten in den letzten beiden Jahren geändert haben. Durch das Loslassen von unnötigen Ballast, habe ich wieder freien Blick auf das, was mir wichtig ist und genau das lebe ich.

11 inspirierende Minimalismus Zitate: Unbekannt

Zu diesem Zitat muss ich dir eine kleine Geschichte erzählen, die sich letztens in einer Facebook- Gruppe von Minimalisten ereignete und die genau dazu passt. Einer der Gruppenmitglieder fragte in die Runde, ob Interesse daran bestehe, eine -nennen wir es mal- Gruppe für Extremminimalisten aufzumachen. Minimalisten, die nur noch das besitzen, was in einen Rucksack passt und das wars. Es gibt ja keine feste Definition des Minimalismus und das ist auch gut so. Es wurde dann versucht dem Minimalismus eine feste Grenze zu setzen, wie es sie z. B. unter Veganern gibt. Einige fangen an zu vergleichen, wie wenig sie denn noch besitzen.

Minimalismus bedeute nicht, dass man gar nichts mehr besitze sollte oder nur noch xx Gegenstände. Auch bedeutet Minimalismus nicht, nur noch so viel zu besitzen wie in einen Rucksack passt. Beim Minimalismus geht es darum, sich von Ballast zu trennen und nur das zu besitzen, was man benötigt und was einen erfüllt. Das ist und bleibt für jeden unterschiedlich. Jeder definiert Ballast als etwas anderes und jeder trägt auch einen unterschiedlichen Ballast. Für die eine Person sind negative Menschen und Emotionen Ballast, von dem sie sich trennen. Für andere sind es Bücher und wieder andere fühlen sich generell von dem „Kram“ in der Wohnung erdrückt.

11 inspirierende Minimalismus Zitate: Justus Jonas

Wie wahr diese Worte doch sind! Ich weiß ja nicht, wie es bei dir ist oder war, aber mein Weg hin zum einfachen Leben war anstrengend. Ich würde nicht sagen kompliziert, aber auf jeden Fall anstrengend! Zum einen das Ausmisten, das Verschenken, das Verkaufen und das Spenden von Dingen. Es kostet nicht nur Zeit, sonder auch Nerven. Zumindest war es bei mir so. Zum Anderen das Auseinandersetzen mit sich selbst, seiner Vergangenheit und seiner Umgebung. Ich hätte nie gedacht, wie schmerzlich es teilweise ist, Dinge abzuschließen und sich mit sich selbst zu befassen. Vielleicht ist das auch der Grund, warum einige doch kein einfacheres Leben führen? Weil sie Angst haben sich mit sich selbst zu befassen. Es ist ja auch bequemer einfach so weiter zu machen wie bisher. Wir lieben eben unsere Komfortzone. Dazu hat Michael von Minimalismus & Leben übrigens einen tollen Blogbeitrag geschrieben.

11 inspirierende Minimalismus Zitate: Johann Wolfgang von Goethe 2

Auch wenn dieses Zitat schon einige hundert Jahre alt ist, so ist es heute immer noch aktuell. Ich kenne leider selbst einige Menschen, die dadurch, dass sie auf etwas großen Wert legen und auch alleine durch das Streben danach ihr Freunde komplett aus den Augen verlieren. Ihre Werte und das, was für sie wichtig ist, haben sich komplett verschoben. Ich weiß nicht, ob das nur vorübergehend ist oder zum Dauerzustand wird. Trotzdem finde ich es sehr schade, dass so etwas überhaupt passiert. Okay wir alle entwicklen und weiter und manchmal auch in unterschiedliche Richtungen. Doch ich bin mir nicht sicher, ob es sich in solchen Fällen um das Entwicklen in unterschiedlichen Richtungen handelt.

11 inspirierende Minimalismus Zitate: Dalai Lama / Tendzin Gyatsho

Wer kennt, was in diesem Zitat beschrieben wird, der hebe bitte die Hand. Ich hebe sie gleich mit.🙋🏻 Es gibt ein Objekt der Begierde. Endlich ist es soweit und du kaufst es dir und denkst, dass du dann glücklich und zufrieden bist. Doch irgendwie stellt sich das Gefühl nicht ein oder wenn dann nur kurz und du fängst an etwas neues zu begehren, weil du dann denkst zufriedener zu sein usw. usw.

Falls du ein Mann bist, dann tut es mir leid, aber ich kann diese Situation als Frau nun mal am besten mit Handtaschen erklären… Ich wollte früher immer die ein bestimmtes Handtaschen Modell von einer bestimmten Marke haben. Lange habe ich damals mit mir gehadert, ob ich mir sie wirklich kaufen soll (da nicht ganz so günstig). Als ich mich endlich dazu entschlossen hatte, dachte ich mir, super, jetzt bin ich zufrieden, denn ich besitze ja jetzt, was ich begehrt habe. Doch fehlgeschlagen! Das Gefühl hielt nur ein paar Tage, dann war die Handtasche, die ich so lange haben wollte, nur noch irgendeine Handtasche, die mich nicht wirklich glücklich machte. So fing ich an mich daran zu machen, das nächste Objekt meiner Begierde zu finden und zu kaufen. Ich glaube ein gute Vergleich sind für die Männer sind Sneakers. Persönlich bin ich diesem Hamsterrad mittlerweile entkommen und habe erkannt, dass Genügsamkeit mich eindeutig zufriedener macht. Ich schaue mir die schönen Dinge mittlerweile in Schaufenstern oder an/ bei anderen Personen an, aber ich muss und will sie nicht mehr besitzen.

Liebe Grüße

Esther

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Was Minimalismus mit Achtsamkeit zu tun hat

Was Minimalismus mit Achtsamkeit zu tun hat

So oft hast du den Begriff Achtsamkeit in letzter Zeit gelesen oder gehört. Jetzt fragst du dich vielleicht, was das genau ist, wie es funktioniert und was es dir bringt.

Was Minimalismus mit Achtsamkeit zu tun hat

Ich werde zu Beginn kurz auf die Definition und die Historie eingehen, bevor ich dir erkläre, warum ich der Meinung bin, dass Achtsamkeit und Minimalismus zusammengehören.

Was ist Achtsamkeit?

Eigentlich ist es „nur“ die Wahrnehmung des gegenwärtigen Augenblicks bzw. eine Form der Aufmerksamkeit. Du und dein Geist befinden sich im Hier und Jetzt. Du schaltest deinen inneren Autopiloten und dein Gedankenkarusell aus. Ich gebe dir mal ein Bespiel für den Autopiloten, von dem ich spreche.

Stelle dir vor du sitzt im Auto und fährst von Ort A zu Ort B. Der Autopilot ist an. In dem Moment, an dem du an Ort B ankommst, kannst dich eigentlich gar nicht mehr bewusst darin erinnern, wie du dahin gekommen bist. Du weißt zwar, dass du die Strecke mit dem Auto gefahren bist, kannst dich aber nicht mehr daran erinnern, was auf der Strecke so passiert ist, wie du Fahrspuren gewechselt hast oder vielleicht auch, dass du z.B. durch einen Wald gefahren bist. Das ist der Autopilot, von dem ich spreche und der mir in meinem Leben schon oft begegnet ist.

Vielleicht denkst du jetzt, dass ich von Konzentration spreche. Nein das tue ich nicht, denn wenn wir uns auf etwas konzentrieren, dann verengen wir unseren Blick. Achtsamkeit ist genau das Gegenteil. Wir machen unsere Sinne frei. Wir sind an unserer inneren Entwicklung interessiert.
Wichtig ist es dabei aber, dass du die Situation, in der du dich befindest, NICHT bewertest. Du nimmst dich und deine Umgebung bewusst war, aber ohne zu bewerten.
Viele machen dies, in dem sich sich auf ihren Atem konzentrieren und durch eine Distanz zu seinen Gedanken aufzubauen, also eine Art Meditation. Daher wird auch oft von der Achtsamkeitsmeditation gesprochen. Achtsamkeit ist ein Ur- Element buddhistischer Heilsuche und Spiritualität.

Die primäre Bedeutung des Begriffes Achtsamkeit, ist die Fähigkeit zur Erinnerung, etwas im Gedächtnis zu behalten und nicht zu vergessen. Es gibt jedoch keine „richtige“ Definition des Begriffes, denn Wörter erhalten ihre Bedeutung oft dadurch, wie sie in der Gesellschaft und in welchem Kontext sie genutzt werden.

Wirkungen von Achtsamkeit

Achtsamkeit kann helfen, Stress zu reduzieren. Man könnte Achtsamkeit auch als eine Art inneren Minimalismus beschreiben, denn dadurch, dass man sich im Hier und Jetzt befindet und den Moment lebt, entledigt man sich aller unnötigen Gedanken. Inzwischen wird das Prinzip der Achtsamkeit im Rahmen der Therapie oder Prävention einer Vielzahl verschiedener psychischer und körperlicher Störungen bzw. Probleme eingesetzt, nicht zuletzt auch, um dem immer weiter verbreiteten Stress in Berufs- und Arbeitswelt (Stichwort „Burn-Out“) entgegen zu wirken. Wissenschaftler haben nachgewiesen wie heilsam Achtsamkeit ist. Es ist bekannt, dass Achtsamkeit Depressionen lindern kann, Stress reduziert und sie verringert auch Rückfallrisiko von Suchtkranken.

Achtsamkeitsübungen können aber auch noch andere Wirkungen haben, wie z.B. die Öffnung für neue Erfahrungen, die Intensivierung von Wahrnehmung und Erleben, eine verfeinerte Selbstwahrnehmung oder verbesserte zwischenmenschliche Beziehungen.

Was Minimalismus mit Achtsamkeit zu tun hat

Da es keine „richtige“ oder „falsche“ Definition des Begriffes Achtsamkeit gibt, kann ich jetzt nur davon sprechen, wie ich Achtsamkeit lebe und warum Achtsamkeit und Minimalismus  für mich zusammen gehören.

Wie ich zu Beginn beschrieben habe, laufe ich des Öfteren im Autopilot, gerade beim Autofahren. Immer wenn ich mich dabei erwische, hole ich mich zurück in die Realität, in dem ich bewusst ein- und ausatme. Ich versuche meine Gedanken, die in meinem Kopf herumschwirren wie Wolken zu betrachten, die am Himmel vorbeiziehen. Ich nehme sie wahr und lasse sie wieder gehen. Genau hier sehe ich Parallelen zwischen Achtsamkeit und Minimalismus. Wir sollten Gegenstände, Gefühle und auch Menschen ziehen lassen, die wir nicht „benötigen“. Wir sollten uns immer wieder daran erinnern, dass wir uns selbst genug sein können. Wir sollten nur noch die wichtigsten „Dinge“ in unserem Leben haben. (Mit Dingen meine ich hier Gegenstände, Gedanken, Erinnerungen etc.). Dinge, die wir wirklich brauchen. Oft haben wir doch Gedanken, die uns kein bisschen weiterbringen und die uns auch nicht behilflich sind in unserem Leben. Lassen wir diese gehen, dann machen wir uns frei.  Frei für das, was uns wichtig ist, was uns persönlich weiterbringt, frei für Dinge, die uns gut tun, die uns bereichern.

Nicht umsonst haben viele Menschen einen Terminkalender bzw. darin eine ewig lange „To Do“- Liste. Es spricht nichts gegen Listen, um sich daran zu erinnern, was wir noch tun wollen oder müssen, falls wir es nicht gleich tun können. Jedoch sollten wir nicht jede kleinste Kleinigkeit in diese Liste bringen, denn dadurch behindern wir den freien Fluss unserer Gedanken.

Achstamkeitsübungen

Zum Schluss möchte ich dir noch ein paar Übungen an die Hand geben, die mir geholfen haben, Achtsamkeit im Alltag zu leben.

Achtsamkeitsübungen im Alltag

Bevor du dir jetzt die Übungen anschaust und los legst noch ein kleiner Hinweis. Fange klein an. Die Achtsamkeitsübungen hören sich einfach an, aber gerade am Anfang wird es schwer sein ein paar Minuten achtsam zu sein. Hier ein paar Beispiele, wie du Achtsamkeit in den Alltag einbauen kannst:

  1. Morgens nach dem Aufstehen entweder noch im Bett liegend, auf der Bettkante oder eine Stuhl sitzend 10 Minuten sich des Wachseins bewusst werden und in den Körper hinein hören. Deine Körperempfindungen und aufsteigenden Gedanken Emotionen/Stimmungen wahrnehmen.
  2. Achtsam atmen: Ich atme ein, ich atme aus….Klingt einfach und ist es im Prinzip auch, aber du wirst zu Beginn feststellen, dass deine Gedanken  zwischenzeitlich von der Atmung abschießen werden. Dann muss  Du musst sie dann wieder einfangen und Zurück zu deiner Atmung lenken.
  3. Achtsam essen und trinken: das hat zur Folge, dass wir jeden Bissen genießen und bei einigen sogar, dass sie weniger essen, da sie auf ihren Körper hören, in ihn hinein fühlen.
  4. Achtsam tägliche Haushaltsaufgaben erledigen wie z.B. Spüle, Bügeln, Kochen, Anziehen, Autofahren, Hinsetzen….
  5. Achtsam warten: Nutze Wartezeiten, um deine Gedanken auf die Atmung zu lenken. Dafür eignen sich Situationen wie Rote Ampeln, Supermarktkassen, aber auch das Warten auf das Essen im Restaurant.

Sitzen und warten im Park

Generell kann ich dir auch noch folgende Tipps geben:

„Innerliche Notizen“ machen: Was denke, fühle, empfinde ich in diesem Moment? Darauf achten, wo Dinge bewertet werden und in welcher Weise das getan wird. Du beschreibst deine Gefühle und deine momentane Situation. Du erlebst gerade zum Beispiel das Gefühl Wut. Versuche dein Gefühl möglichst genau zu beschrieben. Wo im Körper nimmst du das Gefühl war? Wie groß ist es? Welche Form hat es? Wodurch wurde es ausgelöst? Beschreibe die Situation in der du das Gefühl erlebst. Wo bist du und mit wem? Was ist um dich herum?

Abends vor dem Einschlafen noch einmal reflektieren, wo es tagsüber gelungen war, achtsam zu sein. Wo wäre noch mehr Achtsamkeit möglich gewesen? Wo ist man zufrieden mit sich selbst gewesen? Was wurde in diesen Momenten gedacht und gefühlt?

Gedanken beobachten: Gedanken beobachten als wären sie Wolken im Himmel die an uns vorbei ziehen. Lass sie kommen und wieder gehen.

Himmel mit Wolken

Bewusste Wahrnehmung der Umgebung:  Wann bist du das letzte Mal spazieren gewesen und hast dir bewusst gemacht, was um dich herum passiert? Wie die Blumen riechen, wie sie aussehen? Wie der Wind sich auf deiner Haut anfühlt? Nimm bewusst wahr, was du hast, fühlst und auch riechst.

So und jetzt bist du dran, dich in Achtsamkeit zu üben und dir innerliche Notizen zu machen, wie es sich anfühlt. Du wirst mit der Zeit feststellen, welche positiven Resultate du erreichen kannst.

Deine Esther

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Wenn Großeltern ausmisten- Reduzieren im Alter

Wenn Großeltern ausmisten- Reduzieren im Alltag- Großeltern Hand in Hand

Kennst du das auch, wenn Großeltern in einem gewissen Alter anfangen ihre Wohnung auszumisten und Dinge loszulassen? Nein? Ich bis vor kurzem auch nicht.

Ich lese immer von Menschen, die sich darüber aufregen, dass sie sich um den Hausstand der Großeltern kümmern müssen, wenn diese ins Altersheim kommen oder gar sterben. Erst diese Woche hat sich in einer Minimalisten- Facebook Gruppe wieder ein Mitglied darüber beschwert, dass als die Schwiegeroma ins Altersheim kam, Sachen verkauft und verschenkt werden mussten. Alleine ungefähr 150 kg Lebensmittel mussten entsorgt werden, da diese seit Jahren nicht mehr gut waren. Als ich das gelesen habe, musste ich wirklich schlucken. Das Mitglied stellte die Frage: „Warum war es den Menschen vor uns wichtiger Konsum zu sammeln, als die Welt der nachfolgenden Generationen zu retten?“ und bekam als Antwort: „Weil sie den Mangel des Krieges erlebt haben.“

Wenn Großeltern ausmisten- Reduzieren im Alter

Meine Großeltern, die weit über 80 sind, fangen gerade an ihr Leben auszumisten und sich von Dingen aus Ihrem Leben zu trennen, die sie nicht mehr benötigen. Wenn ich ehrlich bin, war ich etwas überrascht, dass sie sich von den Dingen, die sie nicht mehr benötigen, trennen. Ich finde es sogar irgendwie komisch. Versteh mich nicht falsch, ich finde es gut, aber für mich hat es einen Hauch von „sich auf den Tod vorbereiten“, wenn du verstehst, was ich meine.

Meine Großväter meinen es ernst

Letztes Wochenende war ich bei meinen Großeltern und mein Opa fragte dann, ob wir dieses oder jenes benötigen könnten. Wie du dir vorstellen kannst, war das bei allem nicht der Fall, egal ob es nun das Werkzeug war oder irgendwelche Blumenvasen aus den 70ern oder 80ern ging. Für mich war und ist das ein wenig befremdlich, hat man doch immer, wie oben beschrieben, davon gehört, dass Erben, Familie oder Nachfahren ganze Wohnungen entrümpeln müssen. Ich finde es aber auf der anderen Seite gut, dass sie diese Aufgabe nicht den Nachfahren bzw. jüngeren Generationen aufbürden wollen.

Auf die Frage hin, warum mein Opa jetzt anfängt alte Dinge auszumisten, die schon teilweise seit Jahren in irgendeiner Ecke stehen und nicht genutzt werden, meinte er nur, dass er, wenn er sterben wird, nicht will, dass die Erben diese Aufgabe erledigen müssen und sich mit dem „alten Kram“ auseinander setzen müssen.

Wenn Großeltern ausmisten- Reduzieren im Alltag- Werkzeugschuppen

Das Einfache Leben kann also auch im hohen Alter noch Einzug in das Leben der Menschen gewinnen. Jedoch frage ich mich, warum gerade ältere Menschen erst so spät diesen Gedanken haben. Warum reduziert man die Besitztümer nicht von Zeit zu Zeit in jüngeren Jahren?

Mangel zu Kriegszeiten

Auch wenn meine Großeltern zu Kriegszeiten aufgewachsen sind und man zu dieser Zeit nichts weggegeben oder weggeworfen hat, denn man wusste ja nie, ob man es anderweitig gebrauchen konnte und damals gab es auch nicht so eine Überauswahl an Gegenständen, die viele besitzen wollen bzw. bei denen uns die Firmen erzählen, dass wir sie benötigen könnten… Trotzdem. Die Kriegszeit ist lange vorbei und in der Zwischenzeit dürften auch die Älteren verstanden haben, dass wir in Deutschland keinen Mangel erleben werden, wie sie ihn von damals kennen.

Auch mein anderer Großvater fängt gerade an aufzuräumen und auszumisten. Warum sind es eigentlich die Großväter, die so denken? Meine Omas sind davon beide nicht begeistert. Eine versucht sogar immer heimlich Sachen wieder ins Haus zurück zu holen, was ihr natürlich nicht gelingt.

Wenn Großeltern ausmisten- Reduzieren im Alltag Alter Koffer

Bereits Frank von Assisi sagte: Denke daran, wenn du diese Erde verlässt, dann kannst du nichts mitnehmen als das, was du gegeben hast.“ Ich glaube das dies auch ein wenig der Hintergedanke ist. Meine Großeltern haben viel erlebt in ihrem Leben, viel gesehen. Sie merken, dass sie jetzt nicht mehr so agil sind, wie noch vor ein paar Jahren und dass das Wichtigste ist, dass wir uns daran erinnern, was sie uns gegeben haben. Seien es Geschichten, die sie uns erzählt haben oder Ratschläge, die sie uns gegeben haben. An diese Momente werden wir uns erinnern, aber nicht daran, wie viele Bücher sie besaßen oder wie viele Dekorationsartikel. Verstehst du was ich meine?

Warum unsere Eltern den Großeltern nacheifern sollten

Wie gesagt, finde ich es gut, dass meine Großväter den Schritt machen und sich von Dingen trennen, die niemand mehr benötigt, selbst die Enkel nicht mehr. Selbst meine Eltern bekommen gerade die Aufgabe durch alte Kindersachen von mir und meinem Bruder zu schauen, die sich auf dem Dachboden befunden haben und sich von Dingen zu trennen. Ich glaube, dass dieser Druck nicht unbedingt produktiv ist, aber ich warte ab, wie sich die Situation entwickelt und halte mich so lange zurück… Denn seien wir mal ehrlich, ich brauche meinen Strampelanzug von Anfang der 80er definitiv nicht mehr. Ich will auch nicht wissen, was sich sonst noch so in den Kisten befindet. Mich würde es auch nicht wundern, wenn einige der Kleidungsstücke von Motten bereits angefressen wurden. Ich lasse ich überraschen, was meine Eltern mir so alles über das Ausmisten erzählen und werde berichten…

Wie sieht es bei deinen Eltern oder Großeltern aus?

Dein Esther

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Ich bin zurück- Was war los?

was war los? Beitragsbild

Es war die letzten Wochen ruhig hier, um ehrlich zu sein zu ruhig. Doch was war los? Das möchte ich dir gerne heute erklären und darauf eingehen, wie wichtig es ist mal einen Gang runter zuschalten, sich auf etwas voll und ganz zu fokussieren und auch mal das Leben zu leben und zu genießen.

Was war los?

Ich bin jemand, der viele Ideen, Visionen und Träume hat. Zusätzlich gibt es aktuell neben Minimalismus und Nachhaltigkeit noch viele weitere Themen, die mich interessieren. Themen, über die ich mich informieren möchte und über die ich so viel wie möglich lernen möchte. Ich habe mich in den letzten Wochen gefragt, ob ich vielleicht sogar eine Scanner- Persönlichkeit bin. Wie gesagt, interessieren mich viele Themen, aber nach einer bestimmten Zeit werden diese Themen für mich auch wieder uninteressant bzw. finde ich neue Themen, die mich noch mehr interessieren und die ich verfolgen möchte. Leider bin ich zusätzlich noch einer der Menschen, der alles am Liebsten SOFORT umsetzen und erreichen will, was natürlich vollkommen utopisch ist. Das wurde mir wieder mal in den letzten Wochen bewusst. Ich hatte soviel im Kopf, wollte so viel gleichzeitig machen und erreichen und am Besten gestern anstatt morgen. Dadurch wurde ich mit einer Reizüberflutung konfrontiert.

Kommen wir nochmal kurz auf meine Ideen zurück. Einige haben mich gefragt, ob ich denn keine Ideen habe, worüber ich schreiben möchte, weil nichts mehr von mir kommt. Nein, daran lag es ganz bestimmt nicht. Eher im Gegenteil: Die Liste meiner Ideen und Themen wird immer länger 😉 Ich hatte eher das Gefühl, dass ich mir und meiner Kreativität selbst im Weg stand. Die ambitionierten Blogger hätten mich jetzt wahrscheinlich gefragt, ob ich denn nicht mit einem Redaktionsplan arbeite. Doch das habe ich getan! Aber hier liegt genau das Problem. Ich habe monatlich geplant, worüber ich sowohl hier, als auch auf YouTube bloggen wollte. Doch wenn es dann soweit war, dann hatte ich das Gefühl, dass das Thema, zumindest aktuell, irgendwie nicht passt. So habe ich dann verzweifelt nach einem anderen Thema gesucht und das Chaos war perfekt.

Naja und dann war da auch noch das „normale“ Leben, das passiert ist. Leider waren da in den letzten Wochen auch nicht so schöne, um genauer zu sein, traurige Momente dabei. Zusätzlich weißt du ja wahrscheinlich auch, dass das Thema Bewerbungen und Jobsuche bei mir aktuell eine sehr hohe Priorität hat. Daher habe ich mir auch in diesem Bereich Unterstützung gesucht und an einem Coaching teilgenommen.

Fokus und Prioritäten setzen

So sehr es mir auch die letzten Wochen gefehlt hat zu schreiben und zu drehen, musste ich Prioritäten setzen und an der ein oder anderen Stelle Abstriche machen. Oft haben wir viele Ideen und Ziele zusätzlich zu dem, was wir sonst noch so in unserem Leben zu tun haben, sei es Arbeit, Familie, Hobbys etc. Wir versuchen irgendwie alles unter einen Hut zu bekommen und verzetteln uns dann allzu oft. Wir bekommen dabei gar nicht mit, wie das Leben an uns vorbei zieht und wie es sich von selbst lebt, ohne, dass wir davon viel mitbekommen. Bei manchen Menschen habe ich die Vermutung, dass sie noch nicht mal mitbekommen, dass sie ihr Leben gelebt bekommen und vergessen es selbst zu gestalten. Genau das wollte ich die letzten Wochen verhindern. Ich hatte Angst, dass das Leben nur noch so an mir vorbei rollt und ich vergesse, es achtsam zu leben. Daher habe ich mich dann bewusst dafür entschieden, einen Gang runter zu schalten und mich nach und nach auf Dinge zu fokussieren.

Was war los? Fokus auf das Wichtigste- Kameraobjektiv
©pixabay.de

Entschleunigung

Das heutige Leben ist oft sehr schnell. Manchmal ist es so schnell, dass wir gar nicht hinter kommen. Andauernd gibt es neue technische Gadgets. Kaum ist das eine auf dem Markt, ist es schon nicht mehr aktuell und das Unternehmen bringt kurz danach schon wieder das Nächste auf dem Markt. Kaum ist eine Marketingkampagne auf dem Markt, ist sie nicht mehr up-to-date und die Mitarbeiter brauchen neue kreative Ideen. Muss denn alles immer so schnell sein und funktionieren? Geht es nicht auch langsam und dafür beständig? Was bringt es denn schnell zu handeln und dann zu merken, dass es die falsche Handlung war, weil man sich vorher nicht die Zeit genommen hat, Vor- und Nachteile zu evaluieren und sich Alternativen einfallen zu lassen? Aufgrund dieser Geschwindigkeit sind viele von uns heutzutage auch so gestresst. Hier zähle ich mich dazu, was aber daran liegt, dass ich, wie gesagt, alles sofort und auf einmal möchte. Das dies nicht nachhaltig ist und keine nachhaltige Wirkung hat, ist mir gerade in den letzten Wochen meiner Abstinenz bewusst geworden.

Ich bin froh, dass ich gemerkt habe, dass ich mich selbst blockiere. Es ist entscheidend zu merken, dass wir abgelenkt sind von den Dingen um uns herum. Ich rede hier nicht von materiellen Dingen, sondern von Ereignissen, Wünschen und Zielen. Daher habe ich entschieden, dass ich erstmal einen Schritt zurück gehe und auch mal eine Pause einlege. Eine Pause, in der ich zur Ruhe komme und den Kopf frei bekomme, um mich zu fokussieren. Eine Zeit, in der ich alles unternehme, was mir gut tut, um mich zu befreien und die Gedanken wieder fließen zu lassen.

Was war los? Entschleunigung- Tasse Tee trinken am See
©pixabay.de

Nachdem ich nun einige der Themen für mich „abgearbeitet“ habe und meinen Kopf freier ist, melde ich mich nun also mit neuer Energie und Motivation zurück. Wie machst du das, wenn es zu viel auf einmal zu tun gibt? Hast du eine Strategie? Wie entscheidest du, was in dem Moment am wichtigsten ist?

 

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Das Problem mit Idealen- Warum wir mehr sind als unser Körper

#Embrace: Das Problem mit den Idealen

Letzte Woche war der Film „Embrace“ für einen Tag im Kino. Ein Film, bei dem es um das gestörte Verhältnis, vor allem von uns Frauen, zu unserem Körper geht.

Das bringt mich zum Thema des heutigen Blogposts, das nicht eng mit dem Minimalismus zu tun hat oder zumindest mit Minimalismus in Verbindung gebracht wird, es aber doch ist. Viele Menschen versuchen einem Ideal hinterher zu rennen oder nach zu eifern. Ein Ideal, dass es nicht gibt. Wir merken gar nicht, dass es uns gar nicht glücklich macht, diesem Ideal zu entsprechen.

Das Problem mit den Idealen

Kennst du das auch? Du schaust dir irgendwelche YouTube Videos, Instagram oder Facebook Fotos von vorher- nachher Bildern an und denkst, dass du genauso (und nicht anders) aussehen willst oder vielleicht auch musst? Vielleicht bist du auch gerade in solch einem Prozess? Ich sage nicht, dass das prinzipiell eine schlechte Sache ist. Natürlich sollte man nicht so viel Übergewicht haben, dass man sich nicht mehr bewegen kann oder, dass man aufgrunddessen mit Krankheiten wie Diabetes konfrontiert wird. Leider, und darauf komme ich noch ein paar Mal in diesem Post zurück, machen wir das oft nicht für uns selbst, sondern für „die Anderen“, denn wir wollen so sein wie sie. Es ist zu vergleichen mit Konsum. Wir wollen, dass besitzen, was andere besitzen, wir wollen so sein wie sie. Das ist der absolut der falsche Weg.

Eigenbild vs. Fremdbild

Wir vergeuden so viel Zeit, Energie und Geld um Idealen zu entsprechen. Alles, um gemocht und geliebt zu werden. Diese (Schönheits-)ideale werden uns von der Wirtschaft und im Speziellen der Kosmetik- und Modeindustrie vorgesetzt. Doch wer sagt eigentlich, dass diese Ideale wirklich real sind. Das, was wir sehen sind doch meist Fotos, die mit Photoshop bearbeitet wurden und diese haben nichts, aber auch gar nichts, mehr mit Natürlichkeit und der Realität zu tun. Wo ist die Natürlichkeit geblieben? Und wer sagt eigentlich, dass wir dann gemocht und liebt werden, wenn wir so sind wie andere oder so viel Erfolg haben wie andere? Wir verlieren uns dabei selbst.

Oft haben wir auch ein komplettes Bild von uns und unserem Körper. Wir nehmen uns „falsch“ war. Wir machen uns kleiner, als wir sind, wir zweifeln vielleicht sogar an uns. Es scheint, dass wir ein Beziehungsproblem mit unserem Körper haben. Jeder hat kleine Makel, doch das ist nichts, für das wir uns schlecht fühlen sollten. Ganz im Gegenteil! Unsere Makel und Schwächen sind ein Teil von dem, was uns ausmacht und was uns auch interessant macht. Falten und Dehnungsstreifen zeigen, was wir im Leben schon alles erlebt und erreicht haben. Wir haben gelacht, wir haben viel erlebt und als Frauen haben Kinder auf die Welt gebracht.

#Embrace: Das Problem mit den Idealen
©pixabay.com/ AlexisLeon

Unser Eigenbild wird geprägt durch Erlebnisse und Erfahrungen in der Kindheit, aber auch durch ein Idealbild. Und hier sind wir wieder bei den Idealen. Unsere Erfahrungen oder Erlebnisse aus unserer Vergangenheit prägen uns. Durch unsere Erfahrungen fühlen wir uns vielleicht, als wären wir etwas nicht wert. Uns wurde vielleicht auch mal gesagt, dass wir dick oder häßlich sind. Wir nehmen uns das dann zu Herzen und glauben, dass die ganze Welt genauso darüber denkt.

Das Fremdbild im Gegensatz dazu entspricht in der Regel objektiven Tatsachen. In der Regel, weil das in der Pubertät oft anders ist. Oft müssen sich dort heranwachsende Jugendliche Dinge anhören, die KEINESFALLS der Realität und objektiven Tatsachen entsprechen. Aufgrund dieser dummen und unüberlegten Kommentare fühlen wir uns ungeliebt. Viele suchen dann einen Ersatz für den Mangel an positiven Emotionen. Vielleicht ist es aber auch der Ersatz für fehlende Stärke gegenüber diesen Personen, die dazu führt, dass wir etwas anderes suchen, dass uns stark macht, dass uns „Gewalt“ gibt über eine Situation. Ich habe diese Erfahrungen damals selbst gemacht und glaube, dass dies ein Grund ist, warum viele Jugendliche und auch Erwachsene in Essstörungen geraten.

Dove Real Beauty Sketches

Um nochmal auf das falsche Eigenbild von uns zurück zu kommen, möchte ich euch ein Experiment von Dove zeigen, bei dem es ganz genau darum ging. Frauen wurden gefragt sich selbst (ihr Gesicht) einem FBI Phantomzeichner zu beschreiben, der dann aufgrund dieser Beschreibungen ein Bild angefertigt hat. Zusätzlich wurden die Personen vorher gebeten, als sie gewartet haben, sich eine andere Person genauer anzuschauen, die ebenfalls gewartet hat, und diese dann später auch dem Phantomzeichner zu beschreiben. Abschließend wurden dann jeder einzelnen Person die beiden Zeichnungen gezeigt. Die Unterschiede zwischen dem Eigenbild und dem Fremdbild waren sehr interessant und für mich auch aussagekräftig. Aber schaut selbst:

Dove Real Beauty Sketches 

Und auch dieses Video zeigt, wie schön wir Frauen uns wirklich fühlen und einschätzen…

Während meines Master Studiums habe ich damals mit einer Kommilitonin selbst eine Studie durchgeführt, in der wir verglichen haben, in wie weit das Eigenbild vom Fremdbild abweicht. Es ging damals nicht um Schönheit, sondern um Charaktereigenschaften, um Stärken und Schwächen. Das Ergebnis war jedoch genau das gleiche. Das Fremdbild, also wie andere Menschen uns einschätzen, wie wir auf andere wirken, ist oft ein ganz anderes, als das Bild, wie wir uns selbst sehen.

Ich frage mich schon seit langem, warum dies so ist. Warum schätzen wir uns oft anders ein? Warum machen wir uns kleiner, als wir eigentlich sind? Und warum machen wir uns von den Meinungen der Anderen abhängig? Wir alle haben Fehler, Ecken und Kanten. KEINER, aber auch KEINER ist fehlerfrei und perfekt.

Durch meinen Weg zum Minimalismus habe ich mich selbst viel besser kennengelernt und entdecke heute noch immer Seiten oder auch Charakterzüge an mir, die mir bis jetzt nie aufgefallen sind, die mich zu dem machen, was ich bin. Ich habe erkannt, was mir gut tut und was nicht; erfahren, was mich glücklich macht und bin bei mir selbst angekommen. Ich will nicht mehr sein, wie andere und irgendwelchen Idealen hinterherstreben oder mich für andere zu verbiegen! Ich bin ich, ich bin mir treu und ich bin glücklich, so wie ich bin!

#Embrace: Das Problem mit den Idealen
©pexels.com/Julian Jagtenberg

Dein Körper ist das Zuhause deiner Seele

Wir verstehen unseren Körper sehr oft falsch und denken, wenn wir so aussehen, wie Person xy dann werden oder sind wir glücklich. Dabei vergessen wir, dass das Gefühl glücklich zu sein, nie von Außen kommen kann, sondern immer nur von Innen, also von unserer Seele. Unsere geistige Haltung beeinflusst unseren Körper, unsere Ausstrahlung, Charisma und das Leuchten, das oft beschrieben wird. „Schönheit“ ist also ein Inside Job. Wir müssen in einen Monolog mit unserer Seele gehen und alte Muster durchbrechen. Wir dürfen uns nicht mehr sagen, dass wir häßlich oder etwas nicht wert sind, denn das wird unseren Körper krank machen und auch unsere Seele. Energie darf nicht mehr für diese negativen Gedanken genutzt, sondern muss endlich wieder für positives Denken und positive Gedanken verwendet werden.

Ich weiß, dass das nicht immer einfach ist und der Weg, den wir diesbzgl. gehen müssen auch ab und an etwas länger ist, aber es ist ein Weg, der es wert ist zu gehen.

#Embrace: Das Problem mit den Idealen
©pixabay.com/jdalton

Du bist nicht dein Körper, du hast einen Körper! Ein Zuhause für deine Seele. Wenn dir jemand etwas anderes ins Gesicht sagen sollte, dann stehe auf und sage ihm, dass du hübsch bist, dass es dir egal ist, was er über dich und deinen Körper denkt. Steh auf, mach dich gerade und zeige, dass du bereit bist eine Kriegerin zu sein. Sacke nicht in dir zusammen und ergebe dich deiner Neurosen. Aussehen ist vergänglich und das ist auch nicht das was zählt oder wichtig ist. Wenn wir daran gemessen werden, dann umgeben wir uns mit den falschen Personen. Wir sind so viel mehr!

Du bist hübsch, du bist wundervoll und einzigartig! Lass dir nie etwas anderes einreden. Genieße dein Leben, lache und liebe. Liebe dich mit deinen Macken, Stärken und Schwächen. Nimm dich selbst an. Dein Körper ist nur die Hülle oder sagen wir ein Instrument und kein Schmuckstück. Unser Körper ist das Medium, dass wir nutzen, um unsere Seele zum Ausdruck zu bringen, um aktiv Momente zu erleben, Ziele und Visionen zu leben, sowie Moment zu erleben.

Ich wünsche dir, dass du zu dir selbst findest, dich annimmst und mir dir glücklich bist. Sei du selbst und verstelle dich nicht für andere.

Deine Esther

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Minimalismus für Anfänger: Was kommt nach dem Ausmisten?

Minimalismus für Anfänger: Was kommt nach dem Ausmisten?

Du fragst dich, was nach dem Ausmisten kommt? Was tun, mit der zusätzlichen Zeit und dem zusätzlichen Platz?

In den letzten Posts der Minimalismus für Anfänger- Reihe habe ich dir erzählt, wie du ausmisten kannst und wo du den Ballast los wirst. Heute möchte ich dir erklären, was nach dem Ausmisten kommt und was du erwarten kannst, aber auch, was du selbst tun kannst und solltest. Doch es ist zu sagen, dass das, was dann kommt individuell unterschiedlich ist und es nicht eine „Lösung“ für alle gibt. Auch wenn dieser Post zur Blogreihe Minimalismus für Anfänger gehört, bin ich der Meinung, dass es sich doch schon um ein Fortgeschrittenen Thema handelt. Schau selbst und sag mir deine Meinung dazu.

Minimalismus für Anfänger: Was kommt nach dem Ausmisten?

Wie du bereits erkennst und wahrscheinlich auch schon weißt, hört es rein mit dem Ausmisten nicht auf. Während des Ausmistens bzw. Reduzierens und auch schon davor, fängst du an deinen Konsum zu überdenkend und auch bewusster zu konsumieren. Das ist ein automatischer Prozess. Es wäre ja auch ein Teufelskreis, wenn du ausmistest und auf der anderen Seite weiterhin so konsumierst, wie vorher.

Doch was passiert jetzt nach dem Ausmisten? Was kannst du mit deiner gewonnenen Zeit und Raum machen? Was bei dir folgt, hängt ganz davon ab, wo du dich in deinem Leben befindest und in wie weit du deine anderen Bedürfnisse schon erfüllt siehst. Du fragst dich jetzt von welchen Bedürfnissen ich spreche…?

Minimalismus ist ein Werkzeug, um andere Dinge zu erreichen. Dinge, die einem wichtig sind und die einen erfüllen. Durch Minimalismus hast du die Zeit, Kraft und Energie dich genau diesen Dingen zu widmen.

Maslow’sche Bedürfnispyramide

Was ist denn das jetzt nun schon wieder? Wenn du das Buch „simplify your life“ gelesen hast, dann kennst du die Pyramide schon. Auch wenn du dich mit Marketing auseinandergesetzt oder Marketing studiert hast, kennst du die Maslow’sche Bedürfnispyramide. Falls weder das eine, noch das andere bei dir zutrifft, habe ich sie dir nochmal aufgezeichnet:

 

Minimalismus für Anfänger: Was kommt nach dem Ausmisten?- BedürfnisseKomische Pyramide denkst du dir jetzt? Was soll sie mir sagen? Maslow versuchte damals herauszufinden, warum Menschen zu bestimmten Zeitpunkten bestimmte Bedürfnisse hatten, die ihn antrieben. Warum investiert eine Person viel Energie und Zeit in die persönliche Sicherheit, während ein anderer Zeit und Energie investiert, um Anerkennung zu erhalten? Die Pyramide wird von unten nach oben gelesen, wobei die wichtigsten und dringlichsten Bedürfnisse die Basis der Pyramide bilden und je weiter man in der Pyramide nach oben schreitet, desto geringer wird die Dringlichkeit des Bedürfnisses.

Der Mensch widmet sich immer zuerst dem dringlichsten Bedürfnis. Wenn dieses befriedigt ist, verliert es bis auf weiteres seine motivierende Wirkung und der Mensch versucht dann das nächstmögliche Bedürfnis zu stillen.

Wenn wir bei dir z. B. davon ausgehen, dass du die vier wichtigsten Bedürfnisse befriedigt hast, dann wäre also dein nächstes Bedürfnis, dass es zu stillen gilt, das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung, also der Entwicklung und Entfaltung deiner Persönlichkeit.

Persönlichkeitsentwicklung bzw. Persönliche Weiterentwicklung

Von Gesprächen mit Freunden und Bekannten und auch von mir selbst weiß ich, dass dies das höchste und auch schwierigste Ziel ist. Doch was bedeutet Persönlichkeitsentwicklung genau. Es gibt zwar eine Definition des Begriffes und doch ist die Auslegung sehr individuell. Auch die Werkzeuge, um sich persönlich weiterzuentwickeln sind unterschiedlich und es gibt Unmengen von Coaches, die einem bei der Erreichung oder Befriedigung dieses Bedürfnisses helfen. Zur Definition des Begriffes nehme ich die von brainguide.de:

„Unter Persönlichkeitsentwicklung versteht man die Entwicklung der individuellen Verhaltens- und Ausdrucksweisen, der eigenen Stärken und des persönlichen Stils. Ziel der Persönlichkeitsentwicklung ist es, sich dem Idealzustand einer erfolgreichen und glücklichen Persönlichkeit soweit wie möglich anzunähern. Der erste Schritt in diese Richtung ist eine kritische Selbsteinschätzung, bei der man sich mit seinen eigenen Schwächen auseinandersetzt und seine Lebensziele klar definiert. Die Persönlichkeitsentwicklung ist ein kontinuierlicher Prozess, in dessen Verlauf Selbstbewusstsein und Souveränität gestärkt werden. Diese wirken sich unmittelbar auf die individuelle Ausstrahlung und das Kommunikationsverhalten aus. Zudem fördern sie Flexibilität und Unabhängigkeit sowie eine bessere Bewältigung von Krisen und Problemen. Die Stärkung der eigenen Potenziale beeinflusst eine positive private Zukunftsentwicklung des Einzelnen erheblich und leistet in beruflicher Hinsicht einen wesentlichen Beitrag zum Unternehmenserfolg.“

Minimalismus für Anfänger: Was kommt nach dem Ausmisten?- Veränderung

Der erste Schritt ist also eine kritische Selbsteinschätzung. Das ist genau das, was schon während des Reduzierens und Minimalisierens stattfindet, wenn du dich damit auseinandersetzt. Leider gibt es Menschen, die Angst davor haben, sich mit sich selbst und ihrem Leben auseinander zu setzen. Es können Wut, Enttäuschung und Traurigkeit ans Licht kommen und das sind Gefühle, mit denen wir uns nicht gerne auseinandersetzen. Es ist jedoch gut sich mit diesen zu konfrontieren und diese Gefühle zu verarbeiten, um frei im Hier und Jetzt und auch in der Zukunft zu leben. Anhand der Definition kannst du auch sehen, dass Persönlichkeitsentwicklung individuell ist, da jeder andere Stärken hat und jeder auch eine andere Vorstellung von einer erfolgreichen und glücklichen Persönlichkeit.

Nachhaltigkeit/Zero Waste

Viele der Minimalisten, die ich kenne (mich eingeschlossen), beschäftigen sich nach dem Reduzieren mit dem Thema Nachhaltigkeit. Durch all das, was man losgelassen hat und der Frage, was ein Mensch wirklich braucht, kommt es auf gewisse Art und Weise automatisch dazu. Während des Ausmistens hast du dir ja auch die Frage gestellt, wohin mit all dem Zeug? Du wolltest und solltest ja auch nicht alles weg werfen, denn das ist Verschwendung. Verschwendung von Ressourcen, von Arbeitszeit etc.

Du fragst dich als nächstes dann, wie du Ressourcenverschwendung verhindern kannst, was du anders machen kannst. So kommst du dann zum Thema Nachhaltigkeit. Auch hier gibt es wieder verschiedene Ausprägungen: Nur noch regionale und saisonale Lebensmittel kaufen, Plastikfrei Leben, nachhaltige Kleidung und Second- Hand kaufen, Zero Waste usw.

Minimalismus für Anfänger: Was kommt nach dem Ausmisten?- Nachhaltigkeit
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Wie du in meinem Blogpost von letzter Woche gelesen hast, ist die Frau, die mich in der Hinsicht inspiriert und motiviert hat, Bea Johnson. Viele werden ihren Blog ZeroWasteHome kennen oder ihr Buch gelesen haben. Ich kann dir sagen, dass es unglaublich ist, wie eine Person so motivierend sein kann und was ein Gespräch von 45 Minuten und ein Vortrag von etwas mehr als einer Stunde erreichen können. Wie du anfängst über dein Leben nachzudenken und über das, was du besser machen kannst. Vielleicht ist es teilweise ein wenig dogmatisch, aber für mich ist Bea eine Inspirationsquelle.

Reduzieren der Arbeitszeit

Auch das Reduzieren der Arbeitszeit oder auch ein Jobwechsel können als nächstes kommen, wenn du mit dem Ausmisten fertig bist. Während des Loslassen und Reduzierens wird dir bewusst, was dir im Leben wichtig ist und wie du dein Leben gestalten möchtest. Dies hat wieder etwas mit der Persönlichkeitsentwicklung zu tun und deinen Idealen. Du merkst außerdem, dass du jetzt, wo du nicht mehr unsinnig konsumierst, weniger Geld benötigst, was dazu führen kann, dass du dich dazu entscheidest, weniger zu arbeiten.

Wenn du jedoch in einer finanziellen Krise steckst, dann ist das natürlich nicht deine Priorität und dein Bedürfnis. Dein dringendsten Bedürfnis ist es deine Finanzen wieder in Ordnung zu bekommen, deine Schulden abzubezahlen und vielleicht noch ein Notfallgroschen auf die Seite zu legen.

Hobbys

Da du dich nicht mehr andauernd um deinen Kram kümmern musst (putzen, reparieren, pflegen, organisieren), hast du nun Zeit dich deinem Hobby bzw. deinen Hobbys zu widmen. Vielleicht gibt es aber auch etwas, dass du schon immer mal ausprobieren wolltest, aber bis jetzt nie die Zeit dazu hattest? Wie oft habe ich schon den Spruch gehört: „Wenn ich die Zeit hätte, dann….“ Oder hast du, so wie ich, einen grünen Daumen und wolltest schon immer mal etwas selbst anbauen auf deinem Balkon oder deinem Garten? Vielleicht bist du aber auch eher der poetische oder kreative Typ und dich erfüllt es Kurzgeschichten und Gedichte zu schreiben oder zu fotografieren. Es sind hier keine Grenzen gesetzt.

Minimalismus für Anfänger: Was kommt nach dem Ausmisten?- Schreiben
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Auch wenn du gerne liest, hast du jetzt viel mehr Zeit dazu. Falls du dir jetzt Gedanken machst, wie Bücher und Minimalismus zusammenpassen, dann kann ich dir sagen: sehr gut! Wie Joshua Fields Millburn von TheMinimalists dazu gesagt hat: „Wenn dich Bücher glücklich machen und dein Leben bereichern, dann behalte sie und selbst wenn es eine ganze Bibliothek ist.“ Außerdem hast du noch die Möglichkeit dir die Bücher auszuleihen oder als Ebook zuzulegen.

Es geht nicht darum, des Ausmistwillens, alles loszuwerden, auch Dinge, die uns glücklich machen. Klar, wenn wir ein Buch gelesen haben, dass vielleicht ganz nett war, aber das wir kein weites Mal lesen werden  dann lasse ich es gehen. Anderen Menschen kann dieses Buch dann vielleicht helfen.

Ehrenamtliche Tätigkeiten

Vielleicht wolltest du dich aber auch schon immer mal ehrenamtlich engagieren? Dann geh aktiv auf die Suche nach Vereinen, Organisationen und Institutionen, wo deine Hilfe benötigt wird und wo du dir auch vorstellen kannst, zu helfen. Anderen Menschen zu helfen, wird dir auch selbst helfen und du wirst von den Menschen, denen du hilfst, selbst so viel lernen. Fremde Menschen werden dein Leben bereichern.

Minimalismus für Anfänger: Was kommt nach dem Ausmisten?- Helfende Hände
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Wie du siehst, gibt so vieles, was du machen kannst, anstatt shoppen zu gehen und dich um deinen „Kram“ zu kümmern. Die Möglichkeiten sind unendlich. Nicht aufgezählt habe ich, mehr Zeit mit Familie, Partner und Freunden zu verbringen.

Jetzt bin ich gespannt von dir zu hören, was bei dir nach dem Ausmisten kam und mit welchen Dingen du dich aktuell beschäftigst. Also hau rein in die Tasten.

Liebe Grüße,

deine Esther

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