Warum ich eine „Not-To-Do-Liste“ habe

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Wir alle haben To Do Listen, aber ich kenne niemanden persönlich, der eine Not-To-Do-Liste hat. Die meisten von uns notieren sich auf die ein oder andere Art und Weise Dinge, die er oder sie erledigen muss/ will/ kann oder möchte. Doch ich kenne bisher niemanden persönlich, der eine Not-To-Do-Liste hat.

Was ist eine Not-To-Do-Liste?

Eine Not-To-Do-Liste ist eine Aufzählung Dingen, die man nicht mehr tun möchte und sie kann zusätzlich auch Worte oder Sätze beinhalten, die man nicht mehr sagen möchte. Wir alle tun Dinge, die wir eigentlich nicht tun wollen, weil sie uns nicht gut tun oder weil sie uns z.B. ablenken, von für uns wichtigen Dingen. Wir alle sagen z.B. bestimmte Wörter, die uns teilweise selbst an uns stören. Eine Not-To-Do-Liste enthält also alles, was du nicht mehr tun und sagen möchtest.

Warum ich eine Not-To-Do-Liste habe

Bis vor ein paar Wochen hatte ich auch keine Liste. Jedoch viel mir im Laufe der letzten Wochen auf, dass es einige Wörter, Sätze oder Wortkombinationen gab, die mich persönlich gestört haben. Ich habe diese dann aufgelistet und arbeite täglich daran, diese nicht mehr zu nutzen.

Du denkst, dass sich das jetzt einfach anhört, aber ich kann dir sagen, dass dies leider nicht so ist. Es ist eine täglich Aufgabe, die Wörter nicht zu nutzen und ich ertappe mich immer noch dabei, dass ich eines der Wörter bzw. Wortkombinationen bereits auf der Zunge liegen habe oder auch schon den Anfang des Wortes ausgesprochen habe. Aber probier es selbst mal aus.

Nicht nur, dass auf meiner Liste Worte stehen, nein auch Dinge, die ich nicht mehr tun möchte, die aus welchen Gründen auch immer, in den letzten Wochen wieder Einzug in mein Leben erhalten haben… Das sind Dinge, die mich vom Erreichen meiner Ziele abhalten; die mich ablenken; Dinge, die mich nicht glücklich machen und Dinge, die ich tue und nach denen es mir nicht gut geht.

Meine Not-To-Do-Liste

Nun schreibe ich die ganze Zeit über dieses schöne neue Werkzeug, dass mir hilft, aber ich habe dir noch gar nicht gezeigt, was aktuell auf meiner Liste steht. Also hier nun meine Not-To-do Liste:

  • Aufgaben nicht zu Ende bringen: Ja, darin bin ich gut. ich fange eine Aufgabe an und nach der Hälfte mache ich nicht mehr weiter. Ab sofort wird jede Aufgabe sobald angefangen, auch zu Ende gebracht!
  • Immer erreichbar sein: Es ist jetzt nicht der Fall, dass ich 7 tage die Woche/ 24 Stunden lang erreichbar bin. Jedoch merke ich, dass ich mein Handy mittlerweile wieder öfters mit mir herumtrage. Und dann schau ich doch mal schnell, ob es eine neue E-Mail gab, oder ob mir jemand geschrieben hat usw. Ich werde daher ab sofort ab 20 Uhr abends mein Handy weglegen und auf Flugmodus stellen. Wie ich das am Wochenende tagsüber handhaben werde, muss ich mir noch überlegen.
  • Dinge (z.B. Dokumente) mehrfach in die Hand nehmen: Auch das ist eine Eigenart, die mich stört. Statt einen Brief gleich abzuheften bzw. in meinem Fall einzuscannen, lege ich ihn erstmal auf den Ablagestapel und wenn der dann irgendwann zu groß ist, sitze ich stunden daran abzulegen und einzuscannen. Das kann ich mir sparen. Außerdem stört mich der Stapel persönlich, denn wie du weißt, liebe ich es, wenn es aufgeräumt ist und sich nichts irgendwo stapelt oder herumliegt.
  • Fernsehen: Leider ist der Fernseher aktuell wieder zwei Mal die Woche an und letzte Woche an einem tag sogar ziemlich lang. In dieser zeit hätte ich so viel tun und erleben können und stattdessen habe ich mich berieseln lassen.
  • Unterbrechungen zulassen
  • Mein E-Mailprogramm ständig offen lassen: Das ist so eine Unart von mir, die immer wieder durchkommt. Ich schaffe es wochenlang genau dies nicht zu tun und dann lasse ich es schludern. Es reicht völlig meine E-Mails dreimal am Tag zu kontrollieren.
  • Dinge auf der To-Do Liste übernachten lassen oder besser bekannt als Aufschieberitis oder Prokrastination: Irgendwie hat es sich eingeschlichen, dass ich die Dinge, die ich mir für einen tag oder eine Wochen vorgenommen habe, nicht alle erledige und so schlummern sie weiter auf der To-Do Liste und werden immer brav weitergeschoben. Warum ich das mache, weiß ich nicht wirklich. Vielleicht, weil manche von diesen Aufgaben unangenehm sind oder gefühlt ewig benötigen, um sie zu erledigen.
  • Mich als „Opfer“ der Umstände sehen
  • Mir keine Zeit für mich nehmen: Jeder benötigt mal Zeit für sich. Gerade ändert sich einiges in meinem Leben und da ist das irgendwie in Vergessenheit geraten.
  • Alles verstehen wollen: Ich bin jemand der alles verstehen möchte und dann auch viel hinterfragt. Oft bringt es aber rein gar nichts, jedes Detail zu kennen und alles zu verstehen. Ich werde hier die Pareto- Regel einsetzen oder auch besser bekannt als die 80/20- Regel.
  • Es allen recht machen wollen: Das kennst du vielleicht auch? Man will es jedem recht machen. Doch das ist gar nicht möglich. Wir sind alle so unterschiedlich, eben individuell, dass jeder eine andere Meinung hat und wenn du es einem Recht gemacht hast oder vielleicht mehreren, dann sind andere unzufrieden. Also streichen wir das mal ganz schnell aus dem Leben.
  • Folgende Wörter/Sätze nutzen: Problem; Herausforderung; Warum?; Ja, aber..; Ja, ich..; Entschuldigung; Ja, weil..; Aber…; Das kannst du dir schenken.
  • Nur wissen und nicht anwenden: Ich habe mir in den letzten Monaten viel Wissen durch u.a. Bücher angeeignet, jedoch vieles von dem was, ich gelernt habe und nun weiß, nicht angewendet. Da frag ich mich ehrlich, warum das so ist. Ab sofort wird wissen umgesetzt bzw. angewendet.

Zum letzt genannten Punkt gibt es übrigens ein wundervolles Zitat von Johann Wolfgang von Goethe: „Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun.“

Warum du dir eine Not-To-Do-Liste anlegen und dich daran halten solltest

So nun kennst du meine Liste und fragst dich jetzt, warum du eine solche Liste haben solltest. Das kann ich dir gerne sagen, denn es gibt sehr gute Gründe, sich eine solche Liste anzulegen und sich auch daran zu halten:

  1. Du bist fokussierter.
  2. Zeitfresser werden eliminiert.
  3. Du tust nichts, was dir keinen Nutzen bringt.
  4. Du tust nichts mehr, was dich unnötige Energie kostet.
  5. Du machst Ressourcen frei.
  6. Du erkennst deine Interessen und Bedürfnisse.
  7. Du lernst Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden.
  8. Verbesserung deines Sprachschatzes
  9. Dadurch, dass du die Dinge nicht mehr tust, die dich stören oder Ablenken, hast du Zeit für die Dinge, die dir wichtig sind.
  10. Du bist produktiver, wenn du gewisse Dinge nicht mehr tust.

Wenn du wissen willst oder dich inspirieren lassen möchtest, was andere auch ihrer Not-To-Do Liste haben, dann schau doch mal bei Ivan Blatter oder hier vorbei.

Warum ich eine Not-to-do Liste habe

Wie sieht es bei dir aus? Gibt es auch Dinge, die du nicht mehr tun möchtest oder Sätze, die du nicht mehr sagen möchtest? Dann schreib dir doch auch eine Liste. Gerne kannst du diese auch in die Kommentare schreiben und wir arbeiten im September zusammen daran, die Dinge auf der Liste nicht mehr zu tun.

Deine Esther

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11 inspirierende Minimalismus Zitate

Beitragsbild11 inspirierende Minimalismus Zitate

Wie einige von euch vielleicht auf Facebook gesehen habe, habe ich vor zwei Wochen jeden Tag ein Zitat zum Thema Minimalismus gepostet und dieses kommentiert bzw. interpretiert. Ich möchte die Zitate hier noch einmal zusammentragen und noch sieben Zitate hinzufügen, die dich zum Nachdenken anregen sollen.

11 inspirierende Minimalismus Zitate: Martin Luther King

Wir wahr diese Aussage von Martin Luther King doch ist, denn oft vergleichen wir uns mit anderen anhand unserer Gehälter, unseren Autos, Häuser oder Wohnungen. Dabei vergessen wir, dass es viel wichtiger ist hilfsbereit und menschlich zu sein, denn das ist es, was uns voranbringt.

11 inspirierende Minimalismus Zitate: Marie von Eber- Eschenbach

Ich interpretiere dieses nicht anhand von materiellem Besitz, denn oft unterschätzen wir, was wir IN UNS haben. Unseren Charakter, unsere Stärken, unser Wissen,…. Im Gegenteil dazu steht, dass z. B. einen Jobtitel überschätzen. Wir meinen, dass nur, weil wir jetzt die Position als xy innehaben, wir der Erfolgstyp sind. Dabei sagt ein Titel nichts, aber auch gar nichts über uns als Person aus. Es zeigt leider, dass wir mit uns nicht im Reinen sind und meinen andere mit unwichtigen Dingen beeindrucken zu müssen.

11 inspirierende Minimalismus Zitate: Bruce Lee

Ich interpretiere diese Zitat so, dass wir nur das annehmen sollen (z.B. Geschenke), was wir wirklich brauchen. Außerdem sollen wir uns nichts kaufen, was unnütz ist, z.B. den tausendsten Dekoartikel, die zwanzigste Jeans oder den 10 Lippenstift. Wie ich den letzten Satz interpretieren soll, weiß ich noch nicht aber vielleicht hast du einen Tipp?

11 inspirierende Minimalismus Zitate: Johann Wolfgang von Goethe 1

Wir alle kennen doch die Menschen oder waren selbst welche, denen immer aufgefallen ist, was fehlt und was wir auf jeden Fall noch kaufen müssen bzw. brauchen. Dabei vergessen wir leider zu oft, was wir bereits schon besitzen und, dass das, was wir begehren, uns weder glücklich macht, noch dass wir es brauchen.

11 inspirierende Minimalismus Zitate: Franz von Assisi

Schon damals schlaue Worte und heute haben sie, finde ich, noch eine viel größere Bedeutung, wenn ich mich in der Welt umschaue. Viele wollen immer mehr und mehr besitzen, obwohl sie gar nichts mehr benötigen und sowieso schon viel zu viel haben. Wenn sich diese Menschen in Einfachheit üben würden und von ihrem Besitz abgeben, dann würden meines Erachtens weniger Menschen ausgebeutet (z.B. in der Produktion von Fast Fashion Kleidung), weniger Wälder abgerodet, weniger Feld verschlissen und es würde vielen besser gehen.

11 inspirierende Minimalismus Zitate: Theodor Fontane

Dieses Zitat von Theodor Fontane, einem ehemaligen deutschen Schriftsteller, ähnelt etwas dem von Johann Wolfgang von Goethe (zwei Zitate zuvor). Oft machen wir uns bewusst, was uns fehlt und fangen an danach zu verlangen bzw. zu streben. Doch laut ihm, ist das einzige Mittel um sich wohl zu fühlen, mit dem zufrieden zu sein, was wir besitzen. Ich würde sogar noch weiter gehen, denn wenn wir zufrieden sind, mit dem was gegeben ist und dem, was wir besitzen, so lernen wir dankbar zu sein und das wiederum erfüllt uns mit innerem Frieden und Glück.

11 inspirierende Minimalismus Zitate: Sokrates

Schon die alten griechischen Philosophen wussten, wie wichtig es ist bewusst zu leben. Sich bewusst zu machen was um uns herum geschieht, wie wir uns fühlen. In der heutigen Zeit rennt das Leben an vielen einfach nur so vorbei, ohne, dass es von den Menschen wirklich gelebt wird. Wir hetzen von Termin zu Termin. Versuchen Menschen zu imponieren, die wir oft nicht mögen. Versuchen so erfolgreich zu leben wie andere. Dabei vergessen wir, was im Leben wichtig ist: Jeden Moment bewusst zu leben, zu gestalten und zu erleben.

Minimalismus ist für mich Teil des bewussten Lebens, denn ich weigere mich (mittlerweile) diese Oberflächlichkeiten mit zu machen und ein Leben mir aufzwängen zu lassen, das nicht meines ist. Es ist interessant, wie sich meine Ansichten in den letzten beiden Jahren geändert haben. Durch das Loslassen von unnötigen Ballast, habe ich wieder freien Blick auf das, was mir wichtig ist und genau das lebe ich.

11 inspirierende Minimalismus Zitate: Unbekannt

Zu diesem Zitat muss ich dir eine kleine Geschichte erzählen, die sich letztens in einer Facebook- Gruppe von Minimalisten ereignete und die genau dazu passt. Einer der Gruppenmitglieder fragte in die Runde, ob Interesse daran bestehe, eine -nennen wir es mal- Gruppe für Extremminimalisten aufzumachen. Minimalisten, die nur noch das besitzen, was in einen Rucksack passt und das wars. Es gibt ja keine feste Definition des Minimalismus und das ist auch gut so. Es wurde dann versucht dem Minimalismus eine feste Grenze zu setzen, wie es sie z. B. unter Veganern gibt. Einige fangen an zu vergleichen, wie wenig sie denn noch besitzen.

Minimalismus bedeute nicht, dass man gar nichts mehr besitze sollte oder nur noch xx Gegenstände. Auch bedeutet Minimalismus nicht, nur noch so viel zu besitzen wie in einen Rucksack passt. Beim Minimalismus geht es darum, sich von Ballast zu trennen und nur das zu besitzen, was man benötigt und was einen erfüllt. Das ist und bleibt für jeden unterschiedlich. Jeder definiert Ballast als etwas anderes und jeder trägt auch einen unterschiedlichen Ballast. Für die eine Person sind negative Menschen und Emotionen Ballast, von dem sie sich trennen. Für andere sind es Bücher und wieder andere fühlen sich generell von dem „Kram“ in der Wohnung erdrückt.

11 inspirierende Minimalismus Zitate: Justus Jonas

Wie wahr diese Worte doch sind! Ich weiß ja nicht, wie es bei dir ist oder war, aber mein Weg hin zum einfachen Leben war anstrengend. Ich würde nicht sagen kompliziert, aber auf jeden Fall anstrengend! Zum einen das Ausmisten, das Verschenken, das Verkaufen und das Spenden von Dingen. Es kostet nicht nur Zeit, sonder auch Nerven. Zumindest war es bei mir so. Zum Anderen das Auseinandersetzen mit sich selbst, seiner Vergangenheit und seiner Umgebung. Ich hätte nie gedacht, wie schmerzlich es teilweise ist, Dinge abzuschließen und sich mit sich selbst zu befassen. Vielleicht ist das auch der Grund, warum einige doch kein einfacheres Leben führen? Weil sie Angst haben sich mit sich selbst zu befassen. Es ist ja auch bequemer einfach so weiter zu machen wie bisher. Wir lieben eben unsere Komfortzone. Dazu hat Michael von Minimalismus & Leben übrigens einen tollen Blogbeitrag geschrieben.

11 inspirierende Minimalismus Zitate: Johann Wolfgang von Goethe 2

Auch wenn dieses Zitat schon einige hundert Jahre alt ist, so ist es heute immer noch aktuell. Ich kenne leider selbst einige Menschen, die dadurch, dass sie auf etwas großen Wert legen und auch alleine durch das Streben danach ihr Freunde komplett aus den Augen verlieren. Ihre Werte und das, was für sie wichtig ist, haben sich komplett verschoben. Ich weiß nicht, ob das nur vorübergehend ist oder zum Dauerzustand wird. Trotzdem finde ich es sehr schade, dass so etwas überhaupt passiert. Okay wir alle entwicklen und weiter und manchmal auch in unterschiedliche Richtungen. Doch ich bin mir nicht sicher, ob es sich in solchen Fällen um das Entwicklen in unterschiedlichen Richtungen handelt.

11 inspirierende Minimalismus Zitate: Dalai Lama / Tendzin Gyatsho

Wer kennt, was in diesem Zitat beschrieben wird, der hebe bitte die Hand. Ich hebe sie gleich mit.🙋🏻 Es gibt ein Objekt der Begierde. Endlich ist es soweit und du kaufst es dir und denkst, dass du dann glücklich und zufrieden bist. Doch irgendwie stellt sich das Gefühl nicht ein oder wenn dann nur kurz und du fängst an etwas neues zu begehren, weil du dann denkst zufriedener zu sein usw. usw.

Falls du ein Mann bist, dann tut es mir leid, aber ich kann diese Situation als Frau nun mal am besten mit Handtaschen erklären… Ich wollte früher immer die ein bestimmtes Handtaschen Modell von einer bestimmten Marke haben. Lange habe ich damals mit mir gehadert, ob ich mir sie wirklich kaufen soll (da nicht ganz so günstig). Als ich mich endlich dazu entschlossen hatte, dachte ich mir, super, jetzt bin ich zufrieden, denn ich besitze ja jetzt, was ich begehrt habe. Doch fehlgeschlagen! Das Gefühl hielt nur ein paar Tage, dann war die Handtasche, die ich so lange haben wollte, nur noch irgendeine Handtasche, die mich nicht wirklich glücklich machte. So fing ich an mich daran zu machen, das nächste Objekt meiner Begierde zu finden und zu kaufen. Ich glaube ein gute Vergleich sind für die Männer sind Sneakers. Persönlich bin ich diesem Hamsterrad mittlerweile entkommen und habe erkannt, dass Genügsamkeit mich eindeutig zufriedener macht. Ich schaue mir die schönen Dinge mittlerweile in Schaufenstern oder an/ bei anderen Personen an, aber ich muss und will sie nicht mehr besitzen.

Liebe Grüße

Esther

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Wenn Großeltern ausmisten- Reduzieren im Alter

Wenn Großeltern ausmisten- Reduzieren im Alltag- Großeltern Hand in Hand

Kennst du das auch, wenn Großeltern in einem gewissen Alter anfangen ihre Wohnung auszumisten und Dinge loszulassen? Nein? Ich bis vor kurzem auch nicht.

Ich lese immer von Menschen, die sich darüber aufregen, dass sie sich um den Hausstand der Großeltern kümmern müssen, wenn diese ins Altersheim kommen oder gar sterben. Erst diese Woche hat sich in einer Minimalisten- Facebook Gruppe wieder ein Mitglied darüber beschwert, dass als die Schwiegeroma ins Altersheim kam, Sachen verkauft und verschenkt werden mussten. Alleine ungefähr 150 kg Lebensmittel mussten entsorgt werden, da diese seit Jahren nicht mehr gut waren. Als ich das gelesen habe, musste ich wirklich schlucken. Das Mitglied stellte die Frage: „Warum war es den Menschen vor uns wichtiger Konsum zu sammeln, als die Welt der nachfolgenden Generationen zu retten?“ und bekam als Antwort: „Weil sie den Mangel des Krieges erlebt haben.“

Wenn Großeltern ausmisten- Reduzieren im Alter

Meine Großeltern, die weit über 80 sind, fangen gerade an ihr Leben auszumisten und sich von Dingen aus Ihrem Leben zu trennen, die sie nicht mehr benötigen. Wenn ich ehrlich bin, war ich etwas überrascht, dass sie sich von den Dingen, die sie nicht mehr benötigen, trennen. Ich finde es sogar irgendwie komisch. Versteh mich nicht falsch, ich finde es gut, aber für mich hat es einen Hauch von „sich auf den Tod vorbereiten“, wenn du verstehst, was ich meine.

Meine Großväter meinen es ernst

Letztes Wochenende war ich bei meinen Großeltern und mein Opa fragte dann, ob wir dieses oder jenes benötigen könnten. Wie du dir vorstellen kannst, war das bei allem nicht der Fall, egal ob es nun das Werkzeug war oder irgendwelche Blumenvasen aus den 70ern oder 80ern ging. Für mich war und ist das ein wenig befremdlich, hat man doch immer, wie oben beschrieben, davon gehört, dass Erben, Familie oder Nachfahren ganze Wohnungen entrümpeln müssen. Ich finde es aber auf der anderen Seite gut, dass sie diese Aufgabe nicht den Nachfahren bzw. jüngeren Generationen aufbürden wollen.

Auf die Frage hin, warum mein Opa jetzt anfängt alte Dinge auszumisten, die schon teilweise seit Jahren in irgendeiner Ecke stehen und nicht genutzt werden, meinte er nur, dass er, wenn er sterben wird, nicht will, dass die Erben diese Aufgabe erledigen müssen und sich mit dem „alten Kram“ auseinander setzen müssen.

Wenn Großeltern ausmisten- Reduzieren im Alltag- Werkzeugschuppen

Das Einfache Leben kann also auch im hohen Alter noch Einzug in das Leben der Menschen gewinnen. Jedoch frage ich mich, warum gerade ältere Menschen erst so spät diesen Gedanken haben. Warum reduziert man die Besitztümer nicht von Zeit zu Zeit in jüngeren Jahren?

Mangel zu Kriegszeiten

Auch wenn meine Großeltern zu Kriegszeiten aufgewachsen sind und man zu dieser Zeit nichts weggegeben oder weggeworfen hat, denn man wusste ja nie, ob man es anderweitig gebrauchen konnte und damals gab es auch nicht so eine Überauswahl an Gegenständen, die viele besitzen wollen bzw. bei denen uns die Firmen erzählen, dass wir sie benötigen könnten… Trotzdem. Die Kriegszeit ist lange vorbei und in der Zwischenzeit dürften auch die Älteren verstanden haben, dass wir in Deutschland keinen Mangel erleben werden, wie sie ihn von damals kennen.

Auch mein anderer Großvater fängt gerade an aufzuräumen und auszumisten. Warum sind es eigentlich die Großväter, die so denken? Meine Omas sind davon beide nicht begeistert. Eine versucht sogar immer heimlich Sachen wieder ins Haus zurück zu holen, was ihr natürlich nicht gelingt.

Wenn Großeltern ausmisten- Reduzieren im Alltag Alter Koffer

Bereits Frank von Assisi sagte: Denke daran, wenn du diese Erde verlässt, dann kannst du nichts mitnehmen als das, was du gegeben hast.“ Ich glaube das dies auch ein wenig der Hintergedanke ist. Meine Großeltern haben viel erlebt in ihrem Leben, viel gesehen. Sie merken, dass sie jetzt nicht mehr so agil sind, wie noch vor ein paar Jahren und dass das Wichtigste ist, dass wir uns daran erinnern, was sie uns gegeben haben. Seien es Geschichten, die sie uns erzählt haben oder Ratschläge, die sie uns gegeben haben. An diese Momente werden wir uns erinnern, aber nicht daran, wie viele Bücher sie besaßen oder wie viele Dekorationsartikel. Verstehst du was ich meine?

Warum unsere Eltern den Großeltern nacheifern sollten

Wie gesagt, finde ich es gut, dass meine Großväter den Schritt machen und sich von Dingen trennen, die niemand mehr benötigt, selbst die Enkel nicht mehr. Selbst meine Eltern bekommen gerade die Aufgabe durch alte Kindersachen von mir und meinem Bruder zu schauen, die sich auf dem Dachboden befunden haben und sich von Dingen zu trennen. Ich glaube, dass dieser Druck nicht unbedingt produktiv ist, aber ich warte ab, wie sich die Situation entwickelt und halte mich so lange zurück… Denn seien wir mal ehrlich, ich brauche meinen Strampelanzug von Anfang der 80er definitiv nicht mehr. Ich will auch nicht wissen, was sich sonst noch so in den Kisten befindet. Mich würde es auch nicht wundern, wenn einige der Kleidungsstücke von Motten bereits angefressen wurden. Ich lasse ich überraschen, was meine Eltern mir so alles über das Ausmisten erzählen und werde berichten…

Wie sieht es bei deinen Eltern oder Großeltern aus?

Dein Esther

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Ich bin zurück- Was war los?

was war los? Beitragsbild

Es war die letzten Wochen ruhig hier, um ehrlich zu sein zu ruhig. Doch was war los? Das möchte ich dir gerne heute erklären und darauf eingehen, wie wichtig es ist mal einen Gang runter zuschalten, sich auf etwas voll und ganz zu fokussieren und auch mal das Leben zu leben und zu genießen.

Was war los?

Ich bin jemand, der viele Ideen, Visionen und Träume hat. Zusätzlich gibt es aktuell neben Minimalismus und Nachhaltigkeit noch viele weitere Themen, die mich interessieren. Themen, über die ich mich informieren möchte und über die ich so viel wie möglich lernen möchte. Ich habe mich in den letzten Wochen gefragt, ob ich vielleicht sogar eine Scanner- Persönlichkeit bin. Wie gesagt, interessieren mich viele Themen, aber nach einer bestimmten Zeit werden diese Themen für mich auch wieder uninteressant bzw. finde ich neue Themen, die mich noch mehr interessieren und die ich verfolgen möchte. Leider bin ich zusätzlich noch einer der Menschen, der alles am Liebsten SOFORT umsetzen und erreichen will, was natürlich vollkommen utopisch ist. Das wurde mir wieder mal in den letzten Wochen bewusst. Ich hatte soviel im Kopf, wollte so viel gleichzeitig machen und erreichen und am Besten gestern anstatt morgen. Dadurch wurde ich mit einer Reizüberflutung konfrontiert.

Kommen wir nochmal kurz auf meine Ideen zurück. Einige haben mich gefragt, ob ich denn keine Ideen habe, worüber ich schreiben möchte, weil nichts mehr von mir kommt. Nein, daran lag es ganz bestimmt nicht. Eher im Gegenteil: Die Liste meiner Ideen und Themen wird immer länger 😉 Ich hatte eher das Gefühl, dass ich mir und meiner Kreativität selbst im Weg stand. Die ambitionierten Blogger hätten mich jetzt wahrscheinlich gefragt, ob ich denn nicht mit einem Redaktionsplan arbeite. Doch das habe ich getan! Aber hier liegt genau das Problem. Ich habe monatlich geplant, worüber ich sowohl hier, als auch auf YouTube bloggen wollte. Doch wenn es dann soweit war, dann hatte ich das Gefühl, dass das Thema, zumindest aktuell, irgendwie nicht passt. So habe ich dann verzweifelt nach einem anderen Thema gesucht und das Chaos war perfekt.

Naja und dann war da auch noch das „normale“ Leben, das passiert ist. Leider waren da in den letzten Wochen auch nicht so schöne, um genauer zu sein, traurige Momente dabei. Zusätzlich weißt du ja wahrscheinlich auch, dass das Thema Bewerbungen und Jobsuche bei mir aktuell eine sehr hohe Priorität hat. Daher habe ich mir auch in diesem Bereich Unterstützung gesucht und an einem Coaching teilgenommen.

Fokus und Prioritäten setzen

So sehr es mir auch die letzten Wochen gefehlt hat zu schreiben und zu drehen, musste ich Prioritäten setzen und an der ein oder anderen Stelle Abstriche machen. Oft haben wir viele Ideen und Ziele zusätzlich zu dem, was wir sonst noch so in unserem Leben zu tun haben, sei es Arbeit, Familie, Hobbys etc. Wir versuchen irgendwie alles unter einen Hut zu bekommen und verzetteln uns dann allzu oft. Wir bekommen dabei gar nicht mit, wie das Leben an uns vorbei zieht und wie es sich von selbst lebt, ohne, dass wir davon viel mitbekommen. Bei manchen Menschen habe ich die Vermutung, dass sie noch nicht mal mitbekommen, dass sie ihr Leben gelebt bekommen und vergessen es selbst zu gestalten. Genau das wollte ich die letzten Wochen verhindern. Ich hatte Angst, dass das Leben nur noch so an mir vorbei rollt und ich vergesse, es achtsam zu leben. Daher habe ich mich dann bewusst dafür entschieden, einen Gang runter zu schalten und mich nach und nach auf Dinge zu fokussieren.

Was war los? Fokus auf das Wichtigste- Kameraobjektiv
©pixabay.de

Entschleunigung

Das heutige Leben ist oft sehr schnell. Manchmal ist es so schnell, dass wir gar nicht hinter kommen. Andauernd gibt es neue technische Gadgets. Kaum ist das eine auf dem Markt, ist es schon nicht mehr aktuell und das Unternehmen bringt kurz danach schon wieder das Nächste auf dem Markt. Kaum ist eine Marketingkampagne auf dem Markt, ist sie nicht mehr up-to-date und die Mitarbeiter brauchen neue kreative Ideen. Muss denn alles immer so schnell sein und funktionieren? Geht es nicht auch langsam und dafür beständig? Was bringt es denn schnell zu handeln und dann zu merken, dass es die falsche Handlung war, weil man sich vorher nicht die Zeit genommen hat, Vor- und Nachteile zu evaluieren und sich Alternativen einfallen zu lassen? Aufgrund dieser Geschwindigkeit sind viele von uns heutzutage auch so gestresst. Hier zähle ich mich dazu, was aber daran liegt, dass ich, wie gesagt, alles sofort und auf einmal möchte. Das dies nicht nachhaltig ist und keine nachhaltige Wirkung hat, ist mir gerade in den letzten Wochen meiner Abstinenz bewusst geworden.

Ich bin froh, dass ich gemerkt habe, dass ich mich selbst blockiere. Es ist entscheidend zu merken, dass wir abgelenkt sind von den Dingen um uns herum. Ich rede hier nicht von materiellen Dingen, sondern von Ereignissen, Wünschen und Zielen. Daher habe ich entschieden, dass ich erstmal einen Schritt zurück gehe und auch mal eine Pause einlege. Eine Pause, in der ich zur Ruhe komme und den Kopf frei bekomme, um mich zu fokussieren. Eine Zeit, in der ich alles unternehme, was mir gut tut, um mich zu befreien und die Gedanken wieder fließen zu lassen.

Was war los? Entschleunigung- Tasse Tee trinken am See
©pixabay.de

Nachdem ich nun einige der Themen für mich „abgearbeitet“ habe und meinen Kopf freier ist, melde ich mich nun also mit neuer Energie und Motivation zurück. Wie machst du das, wenn es zu viel auf einmal zu tun gibt? Hast du eine Strategie? Wie entscheidest du, was in dem Moment am wichtigsten ist?

 

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Das Problem mit Idealen- Warum wir mehr sind als unser Körper

#Embrace: Das Problem mit den Idealen

Letzte Woche war der Film „Embrace“ für einen Tag im Kino. Ein Film, bei dem es um das gestörte Verhältnis, vor allem von uns Frauen, zu unserem Körper geht.

Das bringt mich zum Thema des heutigen Blogposts, das nicht eng mit dem Minimalismus zu tun hat oder zumindest mit Minimalismus in Verbindung gebracht wird, es aber doch ist. Viele Menschen versuchen einem Ideal hinterher zu rennen oder nach zu eifern. Ein Ideal, dass es nicht gibt. Wir merken gar nicht, dass es uns gar nicht glücklich macht, diesem Ideal zu entsprechen.

Das Problem mit den Idealen

Kennst du das auch? Du schaust dir irgendwelche YouTube Videos, Instagram oder Facebook Fotos von vorher- nachher Bildern an und denkst, dass du genauso (und nicht anders) aussehen willst oder vielleicht auch musst? Vielleicht bist du auch gerade in solch einem Prozess? Ich sage nicht, dass das prinzipiell eine schlechte Sache ist. Natürlich sollte man nicht so viel Übergewicht haben, dass man sich nicht mehr bewegen kann oder, dass man aufgrunddessen mit Krankheiten wie Diabetes konfrontiert wird. Leider, und darauf komme ich noch ein paar Mal in diesem Post zurück, machen wir das oft nicht für uns selbst, sondern für „die Anderen“, denn wir wollen so sein wie sie. Es ist zu vergleichen mit Konsum. Wir wollen, dass besitzen, was andere besitzen, wir wollen so sein wie sie. Das ist der absolut der falsche Weg.

Eigenbild vs. Fremdbild

Wir vergeuden so viel Zeit, Energie und Geld um Idealen zu entsprechen. Alles, um gemocht und geliebt zu werden. Diese (Schönheits-)ideale werden uns von der Wirtschaft und im Speziellen der Kosmetik- und Modeindustrie vorgesetzt. Doch wer sagt eigentlich, dass diese Ideale wirklich real sind. Das, was wir sehen sind doch meist Fotos, die mit Photoshop bearbeitet wurden und diese haben nichts, aber auch gar nichts, mehr mit Natürlichkeit und der Realität zu tun. Wo ist die Natürlichkeit geblieben? Und wer sagt eigentlich, dass wir dann gemocht und liebt werden, wenn wir so sind wie andere oder so viel Erfolg haben wie andere? Wir verlieren uns dabei selbst.

Oft haben wir auch ein komplettes Bild von uns und unserem Körper. Wir nehmen uns „falsch“ war. Wir machen uns kleiner, als wir sind, wir zweifeln vielleicht sogar an uns. Es scheint, dass wir ein Beziehungsproblem mit unserem Körper haben. Jeder hat kleine Makel, doch das ist nichts, für das wir uns schlecht fühlen sollten. Ganz im Gegenteil! Unsere Makel und Schwächen sind ein Teil von dem, was uns ausmacht und was uns auch interessant macht. Falten und Dehnungsstreifen zeigen, was wir im Leben schon alles erlebt und erreicht haben. Wir haben gelacht, wir haben viel erlebt und als Frauen haben Kinder auf die Welt gebracht.

#Embrace: Das Problem mit den Idealen
©pixabay.com/ AlexisLeon

Unser Eigenbild wird geprägt durch Erlebnisse und Erfahrungen in der Kindheit, aber auch durch ein Idealbild. Und hier sind wir wieder bei den Idealen. Unsere Erfahrungen oder Erlebnisse aus unserer Vergangenheit prägen uns. Durch unsere Erfahrungen fühlen wir uns vielleicht, als wären wir etwas nicht wert. Uns wurde vielleicht auch mal gesagt, dass wir dick oder häßlich sind. Wir nehmen uns das dann zu Herzen und glauben, dass die ganze Welt genauso darüber denkt.

Das Fremdbild im Gegensatz dazu entspricht in der Regel objektiven Tatsachen. In der Regel, weil das in der Pubertät oft anders ist. Oft müssen sich dort heranwachsende Jugendliche Dinge anhören, die KEINESFALLS der Realität und objektiven Tatsachen entsprechen. Aufgrund dieser dummen und unüberlegten Kommentare fühlen wir uns ungeliebt. Viele suchen dann einen Ersatz für den Mangel an positiven Emotionen. Vielleicht ist es aber auch der Ersatz für fehlende Stärke gegenüber diesen Personen, die dazu führt, dass wir etwas anderes suchen, dass uns stark macht, dass uns „Gewalt“ gibt über eine Situation. Ich habe diese Erfahrungen damals selbst gemacht und glaube, dass dies ein Grund ist, warum viele Jugendliche und auch Erwachsene in Essstörungen geraten.

Dove Real Beauty Sketches

Um nochmal auf das falsche Eigenbild von uns zurück zu kommen, möchte ich euch ein Experiment von Dove zeigen, bei dem es ganz genau darum ging. Frauen wurden gefragt sich selbst (ihr Gesicht) einem FBI Phantomzeichner zu beschreiben, der dann aufgrund dieser Beschreibungen ein Bild angefertigt hat. Zusätzlich wurden die Personen vorher gebeten, als sie gewartet haben, sich eine andere Person genauer anzuschauen, die ebenfalls gewartet hat, und diese dann später auch dem Phantomzeichner zu beschreiben. Abschließend wurden dann jeder einzelnen Person die beiden Zeichnungen gezeigt. Die Unterschiede zwischen dem Eigenbild und dem Fremdbild waren sehr interessant und für mich auch aussagekräftig. Aber schaut selbst:

Dove Real Beauty Sketches 

Und auch dieses Video zeigt, wie schön wir Frauen uns wirklich fühlen und einschätzen…

Während meines Master Studiums habe ich damals mit einer Kommilitonin selbst eine Studie durchgeführt, in der wir verglichen haben, in wie weit das Eigenbild vom Fremdbild abweicht. Es ging damals nicht um Schönheit, sondern um Charaktereigenschaften, um Stärken und Schwächen. Das Ergebnis war jedoch genau das gleiche. Das Fremdbild, also wie andere Menschen uns einschätzen, wie wir auf andere wirken, ist oft ein ganz anderes, als das Bild, wie wir uns selbst sehen.

Ich frage mich schon seit langem, warum dies so ist. Warum schätzen wir uns oft anders ein? Warum machen wir uns kleiner, als wir eigentlich sind? Und warum machen wir uns von den Meinungen der Anderen abhängig? Wir alle haben Fehler, Ecken und Kanten. KEINER, aber auch KEINER ist fehlerfrei und perfekt.

Durch meinen Weg zum Minimalismus habe ich mich selbst viel besser kennengelernt und entdecke heute noch immer Seiten oder auch Charakterzüge an mir, die mir bis jetzt nie aufgefallen sind, die mich zu dem machen, was ich bin. Ich habe erkannt, was mir gut tut und was nicht; erfahren, was mich glücklich macht und bin bei mir selbst angekommen. Ich will nicht mehr sein, wie andere und irgendwelchen Idealen hinterherstreben oder mich für andere zu verbiegen! Ich bin ich, ich bin mir treu und ich bin glücklich, so wie ich bin!

#Embrace: Das Problem mit den Idealen
©pexels.com/Julian Jagtenberg

Dein Körper ist das Zuhause deiner Seele

Wir verstehen unseren Körper sehr oft falsch und denken, wenn wir so aussehen, wie Person xy dann werden oder sind wir glücklich. Dabei vergessen wir, dass das Gefühl glücklich zu sein, nie von Außen kommen kann, sondern immer nur von Innen, also von unserer Seele. Unsere geistige Haltung beeinflusst unseren Körper, unsere Ausstrahlung, Charisma und das Leuchten, das oft beschrieben wird. „Schönheit“ ist also ein Inside Job. Wir müssen in einen Monolog mit unserer Seele gehen und alte Muster durchbrechen. Wir dürfen uns nicht mehr sagen, dass wir häßlich oder etwas nicht wert sind, denn das wird unseren Körper krank machen und auch unsere Seele. Energie darf nicht mehr für diese negativen Gedanken genutzt, sondern muss endlich wieder für positives Denken und positive Gedanken verwendet werden.

Ich weiß, dass das nicht immer einfach ist und der Weg, den wir diesbzgl. gehen müssen auch ab und an etwas länger ist, aber es ist ein Weg, der es wert ist zu gehen.

#Embrace: Das Problem mit den Idealen
©pixabay.com/jdalton

Du bist nicht dein Körper, du hast einen Körper! Ein Zuhause für deine Seele. Wenn dir jemand etwas anderes ins Gesicht sagen sollte, dann stehe auf und sage ihm, dass du hübsch bist, dass es dir egal ist, was er über dich und deinen Körper denkt. Steh auf, mach dich gerade und zeige, dass du bereit bist eine Kriegerin zu sein. Sacke nicht in dir zusammen und ergebe dich deiner Neurosen. Aussehen ist vergänglich und das ist auch nicht das was zählt oder wichtig ist. Wenn wir daran gemessen werden, dann umgeben wir uns mit den falschen Personen. Wir sind so viel mehr!

Du bist hübsch, du bist wundervoll und einzigartig! Lass dir nie etwas anderes einreden. Genieße dein Leben, lache und liebe. Liebe dich mit deinen Macken, Stärken und Schwächen. Nimm dich selbst an. Dein Körper ist nur die Hülle oder sagen wir ein Instrument und kein Schmuckstück. Unser Körper ist das Medium, dass wir nutzen, um unsere Seele zum Ausdruck zu bringen, um aktiv Momente zu erleben, Ziele und Visionen zu leben, sowie Moment zu erleben.

Ich wünsche dir, dass du zu dir selbst findest, dich annimmst und mir dir glücklich bist. Sei du selbst und verstelle dich nicht für andere.

Deine Esther

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