Was Minimalismus mit Achtsamkeit zu tun hat

Was Minimalismus mit Achtsamkeit zu tun hat

So oft hast du den Begriff Achtsamkeit in letzter Zeit gelesen oder gehört. Jetzt fragst du dich vielleicht, was das genau ist, wie es funktioniert und was es dir bringt.

Was Minimalismus mit Achtsamkeit zu tun hat

Ich werde zu Beginn kurz auf die Definition und die Historie eingehen, bevor ich dir erkläre, warum ich der Meinung bin, dass Achtsamkeit und Minimalismus zusammengehören.

Was ist Achtsamkeit?

Eigentlich ist es „nur“ die Wahrnehmung des gegenwärtigen Augenblicks bzw. eine Form der Aufmerksamkeit. Du und dein Geist befinden sich im Hier und Jetzt. Du schaltest deinen inneren Autopiloten und dein Gedankenkarusell aus. Ich gebe dir mal ein Bespiel für den Autopiloten, von dem ich spreche.

Stelle dir vor du sitzt im Auto und fährst von Ort A zu Ort B. Der Autopilot ist an. In dem Moment, an dem du an Ort B ankommst, kannst dich eigentlich gar nicht mehr bewusst darin erinnern, wie du dahin gekommen bist. Du weißt zwar, dass du die Strecke mit dem Auto gefahren bist, kannst dich aber nicht mehr daran erinnern, was auf der Strecke so passiert ist, wie du Fahrspuren gewechselt hast oder vielleicht auch, dass du z.B. durch einen Wald gefahren bist. Das ist der Autopilot, von dem ich spreche und der mir in meinem Leben schon oft begegnet ist.

Vielleicht denkst du jetzt, dass ich von Konzentration spreche. Nein das tue ich nicht, denn wenn wir uns auf etwas konzentrieren, dann verengen wir unseren Blick. Achtsamkeit ist genau das Gegenteil. Wir machen unsere Sinne frei. Wir sind an unserer inneren Entwicklung interessiert.
Wichtig ist es dabei aber, dass du die Situation, in der du dich befindest, NICHT bewertest. Du nimmst dich und deine Umgebung bewusst war, aber ohne zu bewerten.
Viele machen dies, in dem sich sich auf ihren Atem konzentrieren und durch eine Distanz zu seinen Gedanken aufzubauen, also eine Art Meditation. Daher wird auch oft von der Achtsamkeitsmeditation gesprochen. Achtsamkeit ist ein Ur- Element buddhistischer Heilsuche und Spiritualität.

Die primäre Bedeutung des Begriffes Achtsamkeit, ist die Fähigkeit zur Erinnerung, etwas im Gedächtnis zu behalten und nicht zu vergessen. Es gibt jedoch keine „richtige“ Definition des Begriffes, denn Wörter erhalten ihre Bedeutung oft dadurch, wie sie in der Gesellschaft und in welchem Kontext sie genutzt werden.

Wirkungen von Achtsamkeit

Achtsamkeit kann helfen, Stress zu reduzieren. Man könnte Achtsamkeit auch als eine Art inneren Minimalismus beschreiben, denn dadurch, dass man sich im Hier und Jetzt befindet und den Moment lebt, entledigt man sich aller unnötigen Gedanken. Inzwischen wird das Prinzip der Achtsamkeit im Rahmen der Therapie oder Prävention einer Vielzahl verschiedener psychischer und körperlicher Störungen bzw. Probleme eingesetzt, nicht zuletzt auch, um dem immer weiter verbreiteten Stress in Berufs- und Arbeitswelt (Stichwort „Burn-Out“) entgegen zu wirken. Wissenschaftler haben nachgewiesen wie heilsam Achtsamkeit ist. Es ist bekannt, dass Achtsamkeit Depressionen lindern kann, Stress reduziert und sie verringert auch Rückfallrisiko von Suchtkranken.

Achtsamkeitsübungen können aber auch noch andere Wirkungen haben, wie z.B. die Öffnung für neue Erfahrungen, die Intensivierung von Wahrnehmung und Erleben, eine verfeinerte Selbstwahrnehmung oder verbesserte zwischenmenschliche Beziehungen.

Was Minimalismus mit Achtsamkeit zu tun hat

Da es keine „richtige“ oder „falsche“ Definition des Begriffes Achtsamkeit gibt, kann ich jetzt nur davon sprechen, wie ich Achtsamkeit lebe und warum Achtsamkeit und Minimalismus  für mich zusammen gehören.

Wie ich zu Beginn beschrieben habe, laufe ich des Öfteren im Autopilot, gerade beim Autofahren. Immer wenn ich mich dabei erwische, hole ich mich zurück in die Realität, in dem ich bewusst ein- und ausatme. Ich versuche meine Gedanken, die in meinem Kopf herumschwirren wie Wolken zu betrachten, die am Himmel vorbeiziehen. Ich nehme sie wahr und lasse sie wieder gehen. Genau hier sehe ich Parallelen zwischen Achtsamkeit und Minimalismus. Wir sollten Gegenstände, Gefühle und auch Menschen ziehen lassen, die wir nicht „benötigen“. Wir sollten uns immer wieder daran erinnern, dass wir uns selbst genug sein können. Wir sollten nur noch die wichtigsten „Dinge“ in unserem Leben haben. (Mit Dingen meine ich hier Gegenstände, Gedanken, Erinnerungen etc.). Dinge, die wir wirklich brauchen. Oft haben wir doch Gedanken, die uns kein bisschen weiterbringen und die uns auch nicht behilflich sind in unserem Leben. Lassen wir diese gehen, dann machen wir uns frei.  Frei für das, was uns wichtig ist, was uns persönlich weiterbringt, frei für Dinge, die uns gut tun, die uns bereichern.

Nicht umsonst haben viele Menschen einen Terminkalender bzw. darin eine ewig lange „To Do“- Liste. Es spricht nichts gegen Listen, um sich daran zu erinnern, was wir noch tun wollen oder müssen, falls wir es nicht gleich tun können. Jedoch sollten wir nicht jede kleinste Kleinigkeit in diese Liste bringen, denn dadurch behindern wir den freien Fluss unserer Gedanken.

Achstamkeitsübungen

Zum Schluss möchte ich dir noch ein paar Übungen an die Hand geben, die mir geholfen haben, Achtsamkeit im Alltag zu leben.

Achtsamkeitsübungen im Alltag

Bevor du dir jetzt die Übungen anschaust und los legst noch ein kleiner Hinweis. Fange klein an. Die Achtsamkeitsübungen hören sich einfach an, aber gerade am Anfang wird es schwer sein ein paar Minuten achtsam zu sein. Hier ein paar Beispiele, wie du Achtsamkeit in den Alltag einbauen kannst:

  1. Morgens nach dem Aufstehen entweder noch im Bett liegend, auf der Bettkante oder eine Stuhl sitzend 10 Minuten sich des Wachseins bewusst werden und in den Körper hinein hören. Deine Körperempfindungen und aufsteigenden Gedanken Emotionen/Stimmungen wahrnehmen.
  2. Achtsam atmen: Ich atme ein, ich atme aus….Klingt einfach und ist es im Prinzip auch, aber du wirst zu Beginn feststellen, dass deine Gedanken  zwischenzeitlich von der Atmung abschießen werden. Dann muss  Du musst sie dann wieder einfangen und Zurück zu deiner Atmung lenken.
  3. Achtsam essen und trinken: das hat zur Folge, dass wir jeden Bissen genießen und bei einigen sogar, dass sie weniger essen, da sie auf ihren Körper hören, in ihn hinein fühlen.
  4. Achtsam tägliche Haushaltsaufgaben erledigen wie z.B. Spüle, Bügeln, Kochen, Anziehen, Autofahren, Hinsetzen….
  5. Achtsam warten: Nutze Wartezeiten, um deine Gedanken auf die Atmung zu lenken. Dafür eignen sich Situationen wie Rote Ampeln, Supermarktkassen, aber auch das Warten auf das Essen im Restaurant.

Sitzen und warten im Park

Generell kann ich dir auch noch folgende Tipps geben:

„Innerliche Notizen“ machen: Was denke, fühle, empfinde ich in diesem Moment? Darauf achten, wo Dinge bewertet werden und in welcher Weise das getan wird. Du beschreibst deine Gefühle und deine momentane Situation. Du erlebst gerade zum Beispiel das Gefühl Wut. Versuche dein Gefühl möglichst genau zu beschrieben. Wo im Körper nimmst du das Gefühl war? Wie groß ist es? Welche Form hat es? Wodurch wurde es ausgelöst? Beschreibe die Situation in der du das Gefühl erlebst. Wo bist du und mit wem? Was ist um dich herum?

Abends vor dem Einschlafen noch einmal reflektieren, wo es tagsüber gelungen war, achtsam zu sein. Wo wäre noch mehr Achtsamkeit möglich gewesen? Wo ist man zufrieden mit sich selbst gewesen? Was wurde in diesen Momenten gedacht und gefühlt?

Gedanken beobachten: Gedanken beobachten als wären sie Wolken im Himmel die an uns vorbei ziehen. Lass sie kommen und wieder gehen.

Himmel mit Wolken

Bewusste Wahrnehmung der Umgebung:  Wann bist du das letzte Mal spazieren gewesen und hast dir bewusst gemacht, was um dich herum passiert? Wie die Blumen riechen, wie sie aussehen? Wie der Wind sich auf deiner Haut anfühlt? Nimm bewusst wahr, was du hast, fühlst und auch riechst.

So und jetzt bist du dran, dich in Achtsamkeit zu üben und dir innerliche Notizen zu machen, wie es sich anfühlt. Du wirst mit der Zeit feststellen, welche positiven Resultate du erreichen kannst.

Deine Esther

Weiterlesen

Minimalismus für Anfänger: Was kommt nach dem Ausmisten?

Minimalismus für Anfänger: Was kommt nach dem Ausmisten?

Du fragst dich, was nach dem Ausmisten kommt? Was tun, mit der zusätzlichen Zeit und dem zusätzlichen Platz?

In den letzten Posts der Minimalismus für Anfänger- Reihe habe ich dir erzählt, wie du ausmisten kannst und wo du den Ballast los wirst. Heute möchte ich dir erklären, was nach dem Ausmisten kommt und was du erwarten kannst, aber auch, was du selbst tun kannst und solltest. Doch es ist zu sagen, dass das, was dann kommt individuell unterschiedlich ist und es nicht eine „Lösung“ für alle gibt. Auch wenn dieser Post zur Blogreihe Minimalismus für Anfänger gehört, bin ich der Meinung, dass es sich doch schon um ein Fortgeschrittenen Thema handelt. Schau selbst und sag mir deine Meinung dazu.

Minimalismus für Anfänger: Was kommt nach dem Ausmisten?

Wie du bereits erkennst und wahrscheinlich auch schon weißt, hört es rein mit dem Ausmisten nicht auf. Während des Ausmistens bzw. Reduzierens und auch schon davor, fängst du an deinen Konsum zu überdenkend und auch bewusster zu konsumieren. Das ist ein automatischer Prozess. Es wäre ja auch ein Teufelskreis, wenn du ausmistest und auf der anderen Seite weiterhin so konsumierst, wie vorher.

Doch was passiert jetzt nach dem Ausmisten? Was kannst du mit deiner gewonnenen Zeit und Raum machen? Was bei dir folgt, hängt ganz davon ab, wo du dich in deinem Leben befindest und in wie weit du deine anderen Bedürfnisse schon erfüllt siehst. Du fragst dich jetzt von welchen Bedürfnissen ich spreche…?

Minimalismus ist ein Werkzeug, um andere Dinge zu erreichen. Dinge, die einem wichtig sind und die einen erfüllen. Durch Minimalismus hast du die Zeit, Kraft und Energie dich genau diesen Dingen zu widmen.

Maslow’sche Bedürfnispyramide

Was ist denn das jetzt nun schon wieder? Wenn du das Buch „simplify your life“ gelesen hast, dann kennst du die Pyramide schon. Auch wenn du dich mit Marketing auseinandergesetzt oder Marketing studiert hast, kennst du die Maslow’sche Bedürfnispyramide. Falls weder das eine, noch das andere bei dir zutrifft, habe ich sie dir nochmal aufgezeichnet:

 

Minimalismus für Anfänger: Was kommt nach dem Ausmisten?- BedürfnisseKomische Pyramide denkst du dir jetzt? Was soll sie mir sagen? Maslow versuchte damals herauszufinden, warum Menschen zu bestimmten Zeitpunkten bestimmte Bedürfnisse hatten, die ihn antrieben. Warum investiert eine Person viel Energie und Zeit in die persönliche Sicherheit, während ein anderer Zeit und Energie investiert, um Anerkennung zu erhalten? Die Pyramide wird von unten nach oben gelesen, wobei die wichtigsten und dringlichsten Bedürfnisse die Basis der Pyramide bilden und je weiter man in der Pyramide nach oben schreitet, desto geringer wird die Dringlichkeit des Bedürfnisses.

Der Mensch widmet sich immer zuerst dem dringlichsten Bedürfnis. Wenn dieses befriedigt ist, verliert es bis auf weiteres seine motivierende Wirkung und der Mensch versucht dann das nächstmögliche Bedürfnis zu stillen.

Wenn wir bei dir z. B. davon ausgehen, dass du die vier wichtigsten Bedürfnisse befriedigt hast, dann wäre also dein nächstes Bedürfnis, dass es zu stillen gilt, das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung, also der Entwicklung und Entfaltung deiner Persönlichkeit.

Persönlichkeitsentwicklung bzw. Persönliche Weiterentwicklung

Von Gesprächen mit Freunden und Bekannten und auch von mir selbst weiß ich, dass dies das höchste und auch schwierigste Ziel ist. Doch was bedeutet Persönlichkeitsentwicklung genau. Es gibt zwar eine Definition des Begriffes und doch ist die Auslegung sehr individuell. Auch die Werkzeuge, um sich persönlich weiterzuentwickeln sind unterschiedlich und es gibt Unmengen von Coaches, die einem bei der Erreichung oder Befriedigung dieses Bedürfnisses helfen. Zur Definition des Begriffes nehme ich die von brainguide.de:

„Unter Persönlichkeitsentwicklung versteht man die Entwicklung der individuellen Verhaltens- und Ausdrucksweisen, der eigenen Stärken und des persönlichen Stils. Ziel der Persönlichkeitsentwicklung ist es, sich dem Idealzustand einer erfolgreichen und glücklichen Persönlichkeit soweit wie möglich anzunähern. Der erste Schritt in diese Richtung ist eine kritische Selbsteinschätzung, bei der man sich mit seinen eigenen Schwächen auseinandersetzt und seine Lebensziele klar definiert. Die Persönlichkeitsentwicklung ist ein kontinuierlicher Prozess, in dessen Verlauf Selbstbewusstsein und Souveränität gestärkt werden. Diese wirken sich unmittelbar auf die individuelle Ausstrahlung und das Kommunikationsverhalten aus. Zudem fördern sie Flexibilität und Unabhängigkeit sowie eine bessere Bewältigung von Krisen und Problemen. Die Stärkung der eigenen Potenziale beeinflusst eine positive private Zukunftsentwicklung des Einzelnen erheblich und leistet in beruflicher Hinsicht einen wesentlichen Beitrag zum Unternehmenserfolg.“

Minimalismus für Anfänger: Was kommt nach dem Ausmisten?- Veränderung

Der erste Schritt ist also eine kritische Selbsteinschätzung. Das ist genau das, was schon während des Reduzierens und Minimalisierens stattfindet, wenn du dich damit auseinandersetzt. Leider gibt es Menschen, die Angst davor haben, sich mit sich selbst und ihrem Leben auseinander zu setzen. Es können Wut, Enttäuschung und Traurigkeit ans Licht kommen und das sind Gefühle, mit denen wir uns nicht gerne auseinandersetzen. Es ist jedoch gut sich mit diesen zu konfrontieren und diese Gefühle zu verarbeiten, um frei im Hier und Jetzt und auch in der Zukunft zu leben. Anhand der Definition kannst du auch sehen, dass Persönlichkeitsentwicklung individuell ist, da jeder andere Stärken hat und jeder auch eine andere Vorstellung von einer erfolgreichen und glücklichen Persönlichkeit.

Nachhaltigkeit/Zero Waste

Viele der Minimalisten, die ich kenne (mich eingeschlossen), beschäftigen sich nach dem Reduzieren mit dem Thema Nachhaltigkeit. Durch all das, was man losgelassen hat und der Frage, was ein Mensch wirklich braucht, kommt es auf gewisse Art und Weise automatisch dazu. Während des Ausmistens hast du dir ja auch die Frage gestellt, wohin mit all dem Zeug? Du wolltest und solltest ja auch nicht alles weg werfen, denn das ist Verschwendung. Verschwendung von Ressourcen, von Arbeitszeit etc.

Du fragst dich als nächstes dann, wie du Ressourcenverschwendung verhindern kannst, was du anders machen kannst. So kommst du dann zum Thema Nachhaltigkeit. Auch hier gibt es wieder verschiedene Ausprägungen: Nur noch regionale und saisonale Lebensmittel kaufen, Plastikfrei Leben, nachhaltige Kleidung und Second- Hand kaufen, Zero Waste usw.

Minimalismus für Anfänger: Was kommt nach dem Ausmisten?- Nachhaltigkeit
©pixabay.com

Wie du in meinem Blogpost von letzter Woche gelesen hast, ist die Frau, die mich in der Hinsicht inspiriert und motiviert hat, Bea Johnson. Viele werden ihren Blog ZeroWasteHome kennen oder ihr Buch gelesen haben. Ich kann dir sagen, dass es unglaublich ist, wie eine Person so motivierend sein kann und was ein Gespräch von 45 Minuten und ein Vortrag von etwas mehr als einer Stunde erreichen können. Wie du anfängst über dein Leben nachzudenken und über das, was du besser machen kannst. Vielleicht ist es teilweise ein wenig dogmatisch, aber für mich ist Bea eine Inspirationsquelle.

Reduzieren der Arbeitszeit

Auch das Reduzieren der Arbeitszeit oder auch ein Jobwechsel können als nächstes kommen, wenn du mit dem Ausmisten fertig bist. Während des Loslassen und Reduzierens wird dir bewusst, was dir im Leben wichtig ist und wie du dein Leben gestalten möchtest. Dies hat wieder etwas mit der Persönlichkeitsentwicklung zu tun und deinen Idealen. Du merkst außerdem, dass du jetzt, wo du nicht mehr unsinnig konsumierst, weniger Geld benötigst, was dazu führen kann, dass du dich dazu entscheidest, weniger zu arbeiten.

Wenn du jedoch in einer finanziellen Krise steckst, dann ist das natürlich nicht deine Priorität und dein Bedürfnis. Dein dringendsten Bedürfnis ist es deine Finanzen wieder in Ordnung zu bekommen, deine Schulden abzubezahlen und vielleicht noch ein Notfallgroschen auf die Seite zu legen.

Hobbys

Da du dich nicht mehr andauernd um deinen Kram kümmern musst (putzen, reparieren, pflegen, organisieren), hast du nun Zeit dich deinem Hobby bzw. deinen Hobbys zu widmen. Vielleicht gibt es aber auch etwas, dass du schon immer mal ausprobieren wolltest, aber bis jetzt nie die Zeit dazu hattest? Wie oft habe ich schon den Spruch gehört: „Wenn ich die Zeit hätte, dann….“ Oder hast du, so wie ich, einen grünen Daumen und wolltest schon immer mal etwas selbst anbauen auf deinem Balkon oder deinem Garten? Vielleicht bist du aber auch eher der poetische oder kreative Typ und dich erfüllt es Kurzgeschichten und Gedichte zu schreiben oder zu fotografieren. Es sind hier keine Grenzen gesetzt.

Minimalismus für Anfänger: Was kommt nach dem Ausmisten?- Schreiben
©pixabay.com

Auch wenn du gerne liest, hast du jetzt viel mehr Zeit dazu. Falls du dir jetzt Gedanken machst, wie Bücher und Minimalismus zusammenpassen, dann kann ich dir sagen: sehr gut! Wie Joshua Fields Millburn von TheMinimalists dazu gesagt hat: „Wenn dich Bücher glücklich machen und dein Leben bereichern, dann behalte sie und selbst wenn es eine ganze Bibliothek ist.“ Außerdem hast du noch die Möglichkeit dir die Bücher auszuleihen oder als Ebook zuzulegen.

Es geht nicht darum, des Ausmistwillens, alles loszuwerden, auch Dinge, die uns glücklich machen. Klar, wenn wir ein Buch gelesen haben, dass vielleicht ganz nett war, aber das wir kein weites Mal lesen werden  dann lasse ich es gehen. Anderen Menschen kann dieses Buch dann vielleicht helfen.

Ehrenamtliche Tätigkeiten

Vielleicht wolltest du dich aber auch schon immer mal ehrenamtlich engagieren? Dann geh aktiv auf die Suche nach Vereinen, Organisationen und Institutionen, wo deine Hilfe benötigt wird und wo du dir auch vorstellen kannst, zu helfen. Anderen Menschen zu helfen, wird dir auch selbst helfen und du wirst von den Menschen, denen du hilfst, selbst so viel lernen. Fremde Menschen werden dein Leben bereichern.

Minimalismus für Anfänger: Was kommt nach dem Ausmisten?- Helfende Hände
©pixabay.com

 

Wie du siehst, gibt so vieles, was du machen kannst, anstatt shoppen zu gehen und dich um deinen „Kram“ zu kümmern. Die Möglichkeiten sind unendlich. Nicht aufgezählt habe ich, mehr Zeit mit Familie, Partner und Freunden zu verbringen.

Jetzt bin ich gespannt von dir zu hören, was bei dir nach dem Ausmisten kam und mit welchen Dingen du dich aktuell beschäftigst. Also hau rein in die Tasten.

Liebe Grüße,

deine Esther

Weiterlesen

Wovon kannst du dich nicht trennen?

#flowfragt: wovon kannst du dich nicht trennen?

Wovon kannst du dich nicht trennen? Eine interessante Frage, die das Flow Magazin da bei Instagram gestellt hat!

Was würdet ihr auf diese Frage antworten?

Wer das Flow Magazin noch nicht kennt, der sollte mal auf deren Website vorbei schauen. Es geht um Achtsamkeit, das einfache Leben, Entschleunigung und vieles mehr.

Bevor ich auf meine Überlegungen zu dieser Frage eingehen, möchte ich euch kurz mitteilen, was die meisten Leser darauf geantwortet haben: FOTOS!

Das kann ich verstehen. Wenn wir uns Fotos anschauen, dann werden- zumindest bei mir- Erinnerungen geweckt. Erinnerungen, die ich teilweise im Alltag irgendwie vergessen habe. Warum wir vor allem die kleinen und schönen Momente im Leben vergessen, weiß ich nicht. Ich kann mir das nur so erklären, dass wir so fixiert sind auf den aktuellen Augenblick, dass wir eben teilweise vergessen, was wir schon alles erlebt und erreicht haben.

Doch von den Fotos abgesehen, musste ich lange überlegen, ob es etwas gibt, von dem ich mich explizit nicht trennen kann und wenn ja, warum.

Meine Überlegungen zu der Frage: Wovon kann du dich nicht trennen?

So einfach sich die Frage auch anhört, so bedacht sollte die Antwort gewählt werden. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort: „Alles, was du besitzt, besitzt irgendwann dich.“ (Zitat aus dem Film Fight Club). Denkt mal über diesen Satz nach.

Familie und Freunde

Ich gehe davon aus, dass nach materiellen Gegenständen und nicht nach Familien oder Freunden gefragt wurde. Auch wenn euch das jetzt komisch vorkommt, aber natürlich kann man sich auch von Personen trennen. Auch ich habe mich im Laufe der Jahre von Freunden und Bekannten getrennt. Aber das ist wohl ein anderes Thema, denn es wird immer Menschen geben, die nicht mehr in unser Leben passen. Wir alle verändern uns über die Jahre. Da kann es schon mal passieren, dass man sich in unterschiedliche Richtungen entwickelt…

Erinnerungen und Erfahrungen

Ich habe es ja bereits am Anfang schon anklingen lassen. Von Erinnerungen und Erfahrungen, die ich in meinem Leben gemacht habe, möchte ich mich nicht trennen. Denn genau aufgrund dessen, was ich erlebt habe und welche Erfahrungen ich gemacht habe, bin ich doch zu der Person geworden, die ich heute bin.

Erinnerungen und Erfahrungen schreiben das Leben. Durch sie sind wir dort, wo wir uns befinden. Wir haben daraus gelernt und wissen Situationen in Zukunft auch anders zu handhaben.

Materielle Gegenstände

Materiellen Güter sind austauschbar. Wenn z. B. unser PC kaputt geht, so können wir ihn durch einen neuen ersetzen. Das gleiche gilt für Kleidungsstücke. Wir ersetzen viel im Laufe des Lebens. Selten hält Materielles ein Leben lang.

Oft „upgraden“ wir unsere Besitztümer, sobald sie kaputt sind. Aber in vielen Fällen tun wir dies auch, weil uns das, was wir besitzen nicht mehr gefällt. Dieser Vorgang geschieht oft ohne darüber nachzudenken.

Dennoch kann (oder will?)  ich mich nicht von meinem Laptop und meinem Bullet Journal trennen. Warum gerade diese?

Auf meinem Laptop befinden sich alle meine Fotos. Ich besitze keine Fotoalben mehr und habe Fotos nur noch digital. Fotos helfen mir, mich ab und an an die schönen Momente im Leben zu erinnern, wie ich bereits am Anfang dieses Posts geschrieben habe. Wenn ich mir die Fotos anschaue, dann lehne ich mich zurück und genieße den Augenblick. Ich geniesse es in Erinnerungen zu schwelgen und daraus Kraft zu ziehen. Außerdem schreibe ich mit dem Laptop meine Blogpposts, ich schneide Videos und lade sie hoch. Ich kann mit Personen in Kontakt bleiben, die am anderen Ende der Welt leben.

Wovon kannst du dich nicht trennen?- Mein Laptop

 

Der zweite Gegenstand ist mein Bullet Journal. Ihr werdet euch jetzt fragen, warum ich überhaupt noch ein Bullet Journal besitze. Ich könnte doch meine Termine auch in meinen „Online“- Kalender eintragen… Ja das stimmt, aber mein Bullet Journal ist so viel mehr für mich als nur einen Kalender! Ich trage dort neben meinen Terminen auch noch meine To Do’s, meine Ideen und Erinnerungen ein. Ich tracke meine Gewohnheiten, ich male und ich mache mir Notizen. Dort befinden sich auch Listen von Büchern, die ich lesen möchte und Orte, die ich besuchen möchte.Wovon kannst du dich nicht trennen? Bullet Journal Wovon kannst du dich nicht trennen?- Bullet Journal 2

Für mich ist es ein wichtiges Büchlein, dass ich immer mit mir herum trage und dass ich nicht mehr missen möchte.

Lasst mich wissen, wovon ihr euch nicht trennen könnt.

 

Weiterlesen

Minimalismus für Anfänger- Wo werde ich ausgemistete Gegenstände los?

Minimalismus für Anfänger: wo werde ich die ausgmisteten Gegenstände los?

Vor ein paar Wochen hatte ich darüber gesprochen, wie und wo man am besten mit dem Ausmisten anfängt. Heute geht es um die Frage: Wohin nach dem Ausmisten mit den ausgemisteten Gegenständen?

Wenn ihr Sachen habt, die ihr nicht mehr verkaufen könnt oder wollt und die noch zu schade sind, um sie wegzuwerfen, dann verschenkt oder spendet diese. Hier bieten sich “ Zu verschenken“- Kisten an. D.h. ihr packt eine Kiste oder einen Karton, schreibt darauf “ zu verschenken“ und stellt sie an den Straßenrand oder einen gut besuchten Platz ihn eurer Stadt oder eurem Dorf. Meist sind die Sachen in relativ kurzes Zeit weg, zumindest in Städten. Auf kleineren Dürfen funktioniert das leider nicht so gut. Ich würde ein paar Stunden warten und alles, was bin dahin nicht weg ist, wieder mitnehmen und anderweitig los werden.

Möglich wären hier z. B. Ebay Kleinanzeigen oder Facebook. Oder ihr nehmt sie auf den Flohmarkt mit..

Ihr könnt Dinge an Freunde und Familie weitergeben. Auch wenn dies z. B. laut KonMari nicht empfohlen wird. Ich selbst habe die Erfahrungen gemacht, wenn man etwas in der Familie weitergibt, dann kann es passieren, dass es irgendwann den Weg zu einem zurück findet. Das soll aber natürlich nicht Sinn und Zweck sein! Daher gebe ich in der Familie z. B. nur Kosmetika weiter.

Aber nun zu denen einzelnen Gruppen von Gegenständen.

Wohin mit…

…all dem Müll?

Je nachdem, um was es sich handelt, könnt ihr die Sachen in den Restmüll oder den Plastikmüll werfen.  Chemikalien, Elektromüll oder auch Möbel z. B. bringt ihr am besten direkt zum Recyclinghof oder lasst diese abholen. Bei uns gibt es zwei- bis dreimal im Jahr die Möglichkeit die Chemikalien an bestimmten Tagen auf dem Recyclinghof abzugeben. Ich sammle daher immer. Unter Chemikalien zählen bei mir: Putzmittel, flüssige Farbe, Lacke, Druckerpatronen etc.! Getrocknete Farbe muss bei uns über den Hausmüll entsorgt werden. Das verstehe ich zwar nicht, aber so sind nunmal die Vorschriften….

Glaubt mir, als ich meinen Dachboden entrümpelt habe, war das mehr, als in meine Mülltonne gepasst hätte. Daher habe ich damals das Auto vollgepackt und habe alles zum lokalen Recyclinghof gemacht. Natürlich hätte ich auch auf den nächsten Sperrmüll warten können. Das Problem hier ist nur, dass Sperrmüll bei uns Geld kostet. Man zahlt die Anfahrt und einen Betrag pro Kilogramm. Sobald Leute mitbekommen, dass man den Sperrmüll gerufen hat, sammeln sich dann komischerweise immer zusätzliche Sachen an… Leider musste ich diese Erfahrung bereits schmerzlich machen und das wurde richtig teuer!

… mit Säcken voller Kleidung, Schuhen und Accessoires?

Bei Kleidung ist es möglich diese entweder in den all bekannten Altkleidercontainer zu bringen. Das geht natürlich ziemlich einfach und auch ich habe dort schon einiges (oder sagen wir besser säckeweise Kleidung) dorthin gebracht. Aber ich würde an eurer Stelle darauf achten, welcher Aufkleber sich auf den Containern befinden. Es gibt hier nämlich Unterschiede. Zum einen gibt es Container von z. B. dem Rotes Kreuz, den Johanniter oder von Caritas. Zum anderen gibt es Container von Firmen, die dann die Kleidung meist in Osteuropa weiterverkaufen.

Minimalismus für Anfänger- wo werde ich ausgemistete Gegenstände los?-Kleiderspende Container

Noch besser sind Kleiderkammern z. B. vom Roten Kreuz oder der Caritas. Da werden die Kleidungsstücke an Bedürftige und auch Flüchtlinge weitergegeben. Ich würde dies also definitiv vorziehen, wenn ihr nicht gerade eine extrem kleine Kleidergröße habt. Leider haben diese oft Öffnungszeiten, die nicht immer für Berufstätige passen.

Auch super und zu empfehlen finde ich Oxfam. Dort wird die gespendete Kleidung in diversen Shops verkauft und das so erwirtschafteten Geld kommt der entwicklungspolitischen Arbeit des Oxfam Deutschland e.V. in Afrika und Asien zugute.

Auch eine super Idee sind Tauschparties unter Freunden. Ich glaube hier sind vor allem die Damen angesprochen 😉

Ihr könnt aber teilweise auch probieren aus alten Sachen etwas neues entstehen zu lassen durch Upcycling. Aus jüngster Zeit kann ich euch das folgende Beispiel dazu geben: Ich hatte eine weißes T- Shirt, dass ich nicht mehr getragen habe, weil es total verzogen war und auch diese „schönen“ gelben Flecken unter der Armen hatte. Dieses habe ich genutzt und mir daraus Stofftaschentücher nach diesem DIY von smarticular genäht.

Einen Teil meiner Kleidung verkaufe ich über Kleiderkreisel. Hier handelt es sich meist um teurere Markenkleidung. Kleiderkreisel ist leider manchmal etwas mühsam und braucht etwas länger. Für die Mamis unter euch, gibt es noch den Mamikreisel.

… mit Stapeln an Büchern, DVD’s und CD’s?

Bücher und DVD’s könnt ihr in der Bibliothek eures Vertrauen abgeben, falls ihr diese verschenken oder spenden wollt. In vielen Städten gibt es auch Bücherregale oder- boxen, in denen man gelesene Bücher reinstellen kann bzw. sich auch bedienen kann.

Bücher und DVD’s, die ich nicht verschenkt habe, habe ich der Momox und Rebuy verkauft. Teilweise gibt es dort noch gutes Geld dafür, teilweise aber auch nur Centbeträge. Außerdem kaufen diese teilweise erst ab einem Betrag von 10 € an.

Minimalismus für Anfänger- wo werde ich ausgemistete Gegenstände los? Bücherstapel

 

Es gibt auch die noch die Webseite Tauschticket.de, die mir empfohlen wurde.

… mit nicht mehr benötigten Möbeln?

Ich persönlich habe alle meine nicht mehr benötigten bzw. aussortierten Möbel über Ebay Kleinanzeigen verkauft und auch verschenkt. Natürlich ist auch Ebay eine Option. Das ist zwar immer mit etwas Arbeit verbunden, denn es müssen Fotos gemacht werden und Artikelbeschreibungen geschrieben werden. Zusätzlich muss das gute Möbelstück vielleicht auch noch ausgemessen werden, um die Daten in die Artikelbeschreibung zu  involvieren. Vor allem gebrauchte Ikea Möbel lassen sich aber super über Ebay (Kleinanzeigen) zu einem guten Preis verkaufen.

Eine weitere Onlinemöglichkeit besteht darin, die Möbel in eine der diversen Facebook „Zu Verkaufen“ Gruppen einzustellen oder falls ihr diese verschenken wollte, dann in eine „Free you stuff“ Gruppe.

Auch gibt es die App Shpock, über die sich generell Dinge (Kleidung, Möbel, Elektrogeräte etc.) verkaufen lassen. Ich habe dort auch mal Dinge eingestellt, aber von 10 Dingen, nur eins verkauft. Es mag aber hier auch Erfolgsberichte geben.

… nicht mehr gewollten Kosmetik- und Hygieneprodukten?

Ich habe versucht so viel wie möglich aufzubrauchen und tue dies immer noch.  Aus hygienischen Aspekten würde ich Produkte, die schon älter sind, wegwerfen. Eventuell könnt ihr einige Produkte auch in der Familie weitergeben, wenn ihr diese z. B. nur ein oder zwei Mal probiert habt, aber ihr diese nicht vertragt.  Parfüms lassen sich ohne Probleme verkaufen. Auch hier stehen euch eigentlich wieder alle Optionen offen: Von Flohmarkt über Ebay zu Verkaufsgruppen oder Kleiderkreisel.

.. zu viel Dekoration und Schnickschnack?

Ich glaube hier sind die einfachsten Wege entweder einen Stand auch dem Flohmarkt zu buchen oder wie anfangs schon erwähnt eine „Zu verschenken“- Kiste zu machen. Was ich aus dem USA kenne und bisher nur selten hier in Deutschland gesehen habe, sind die sogenannten Hausflohmärkte. Das ist nicht unbedingt für jeden was, denn immerhin muss dazu einladen werden und dann kommen Menschen zu einem nach Hause…

Minimalismus für Anfänger- wo werde ich ausgemistete Gegenstände los? "zu verschenken"- KisteFallen euch noch andere Plattformen ein, auf denen man seine Sachen verkaufen oder verschenken kann? Vielleicht lerne ich ja auch noch neues kennen?!

 

 

Weiterlesen

Minimalismus: Wie viele Taschen braucht ein Mensch?

Minimalismus- wie viele Taschen braucht ein Mensch Beitragsbild

Als mich letzte Woche das Frühjahrsputz – Fieber erwischt hat, bin ich natürlich auch über meine Jutebeutel und sonstige Taschen „gestolpert“… Dabei habe ich mir dann die Frage gestellt: Wie viele Taschen braucht ein Mensch bzw. hier im Detail eine Frau?

Jutebeutel und ähnliche

Minimalismus- Wie viele Taschen braucht ein Mensch? Jutebeutel

Meine „Sammlung“ an Jutebeuteln wächst immer weiter. Als ich mit 20 zuhause ausgezogen bin, waren es genau 2 Beutel. Das witzige ist, dass ich diese nie benutzt habe, sondern immer weiter Plastikbeutel, die ich mir jedes Mal im Supermarkt mitgenommen habe. Über die Jahre dann habe ich von Freunden und der Familie immer mal wieder einen geschenkt bekommen bzw. auch mir selbst noch einen dazu gekauft. So kamen jetzt über die Jahre 6 Jutebeutel zusammen.. Zusätzlich habe ich noch eine Einkaufstasche, die ein Kühlfach hat. (P.S. auf dem Foto fehlt eine Tasche, die zu dem Zeitpunkt noch im Auto lag).

Auf der einen Seite finde ich es gut, denn so habe ich immer genug Beutel fürs Einkaufen und muss nicht auf Plastiktaschen oder Papiertaschen zurückgreifen. Selbst beim Schuhkauf letztes Jahr habe ich mir keine Tasche geben lassen, sondern diese in einem meiner Stoffbeutel transportiert, den ich immer dabei habe. Ich nehme diese auch mal als Kleiderbeutel, wenn ich auf Reisen gehe oder transportiere damit Sachen.

Auf der anderen Seite habe ich mich letzte Woche gefragt, ob ich wirklich alle BRAUCHE oder ob es nicht auch weniger tun würden? Irgendwie fühle ich mich in wenig gefangen zwischen dem Gedanken der Nachhaltigkeit und Minimalismus. Es ist nachhaltiger Stoffbeutel zu nutzen und man kann diese für soviel nutzen. Jedoch will ich eigentlich nicht so viele Beutel besitzen. Versteht ihr was ich meine?

Handtaschen

Minimalismus- Wie viele Taschen braucht ein Mensch? Handtaschen

Okay, dass ist jetzt ein Thema, welches nur uns Frauen betrifft…

Leider kann ich mich nicht mehr daran erinnern, wie viele Taschen ich besaß, als ich eine Minimalismus- Reise vor etwas mehr als 1,5 Jahren begonnen habe. Ich weiß nur noch, dass es eine komplette Schublade in meiner Kommode war. Da waren Handtaschen für jeden Anlass dabei. Die Tasche passend zum Dirndl, eine kleine Handtasche zum Tanzen gehen, mittelgroße Handtaschen und auch halbe Koffer (um euch mal die Größe zu demonstrieren). Natürlich besaß ich auch mehrere Farben: Schwarz, braun, beige, grau, taupe,…

Seit dieser Zeit habe ich viel ausgemistet, verschenkt und verkauft. Aktuell sind es jedoch immer noch sechs Taschen. Auch hier habe ich mich letzte Woche wirklich nochmal im Detail gefragt, ob ich wirklich alle diese Taschen nutze und auch brauche. Die Antwort war natürlich nein, wie ihr euch denken könnt.

Sonstige Beutel und Taschen

Minimalismus- Wie viele Taschen braucht ein Mensch? Kulturtaschen

Mit Jutebeutel und Handtaschen sind wir jedoch noch nicht fertig, denn es gibt da ja auch noch Make- up Taschen oder -beutel, Kulturtaschen oder auch Taschen, in denen wir z. B. auf Reisen unsere Medikamente transportieren. Hier besitze ich noch vier Stück.

Da bedeutet, dass ich insgesamt 17 Taschen und Beutel besitze, um Gegenstände zu transportieren, wenn wir es mal so betrachten. Da sind mein Backpack samt Rucksack, meine beiden Koffer und meine beiden Einkaufskörbe noch nicht mit eingerechnet! Das finde ich für mich zu viel! Außerdem, jetzt wo ich die Anzahl lese, erschlägt sie mich auch irgendwie.

Aus diesem Grund habe ich entschieden mich von einigen Taschen und Beuteln zu trennen. Hier seht ihr, von was ich mich getrennt habe:

Minimalismus- Wie viele Taschen braucht ein Mensch? aussortierte Taschen und Korb

 

Auch wenn es „nur“ 4 Taschen bzw, Beutel sind, so bin ich zufrieden und happy mit dem, was ich noch behalten habe. So wie ich mich kenne, wird dort in Zukunft bestimmt noch die ein oder andere Tasche gehen.

Wie steht ihr zu dem Thema Jutebeutel und wie viele Taschen besitzt ihr?

Weiterlesen

Minimalismus für Anfänger- Methoden zum Ausmisten

Minimalismus für Anfänger- Methoden zum Ausmisten

Du bist noch ganz am Anfang und willst wissen, wie du vorgehen kannst um dein Leben zu entrümpeln und reduzieren bzw. von allem Überflüssigen zu befreien? Ich habe für dich einige Methoden zum Ausmisten deiner Dinge zusammengestellt.

Vor zwei Wochen hatte ich ein Gespräch mit anderen Bloggern und Youtubern zu dem Thema Minimalismus. Sie sagten mir, dass sich dieser Lebensstil sehr interessant anhört und dass sie sich gerne von Überflüssigem (hauptsächlich materiellen Dingen) trennen würden, aber nicht wissen, wo sie anfangen sollen, da es einfach zu viel ist. So viel, dass sie überwältigt sind.

Zu Anfang ist zu sagen, dass es mehrere Möglichkeiten gibt. Nicht jedem liegt auch jede Methode.
Als ich angefangen habe mich von dem unnötigen Ballast zu befreien, habe ich es gemacht, wie die meisten. Hier mal ein bisschen und dann da mal ein bisschen, wenn ich etwas gesehen habe. Wie ihr euch vorstellen könnt, war das nicht besonders erfolgreich und effektiv. Es führte sogar dazu, dass ich mit den Ergebnissen unzufrieden war!

Bevor du anfängst, solltest du dir aber erst einmal darüber im Klaren sein, was dein Ziel ist. Stell dir die folgenden Fragen:

1. Wie willst du in Zukunft leben?
2. Was ist dir wichtig im Leben?

Wenn du dir dessen nun bewusst bist, kannst du auch schon anfangen. Der Schlüssel liegt nämlich darin, nicht zu viel zu fragen, sondern einfach anzufangen!

Einfach Anfangen

Du kannst ganz einfach bei den Sachen Anfang bei denen es leicht geht und wovon wir meist zu viel besitzen, wie z. B. Feuerzeuge, Kugelschreiber, Handtücher, etc.

Alles was du nicht mehr magst oder was nicht mehr richtig funktioniert, kann sofort weg. Du kennst sicherlich das Problem mit den den Kullis. Wir greifen den ersten, der nicht schreibt, wir legen ihn zurück, greifen nach dem nächsten, der dann hoffentlich funktioniert. Anstatt den, der nicht schreibt, wieder zurück zu legen, schmeiß ihn gleich weg. Die wenigstens von uns besitzen ja mehr als einen Kugelschreiber, oder? Falls es sich jedoch um deinen Lieblingskugelschreiber handelt sollte, dann kaufe eine Ersatzmine und werde die anderen Kugelschreiber los.

Klein Anfangen

Wenn du überwältigt bist von all deinen Sachen, empfehle ich dir „klein anzufangen“. Damit meine ich, dass du dir z. B. eine Schublade oder eine Kiste vornimmst. Wenn du dir schon mehr zutraust, kannst du dir auch gleich einen ganzen Schrank vornehmen. Hetz dich dabei nicht, nimm dir Zeit und setz dich wirklich mit dem auseinander, was du dort findest. Trotzdem solltest du zügig durch dein Hab und Gut gehen.

Das Minimalismus Game

Eine weitere Möglichkeit ist das Minimalismus Game. Falls du davon noch nicht gehört hast, hier die Spielregeln:

Das Spiel geht über 30 Tage. Am ersten Tag wirst du ein Teil los, am zweiten Tag zwei, am dritten Tag drei usw. So bis du am Ende eines Monats dann insgesamt 465 Gegenstände weniger besitzt. Wie du dir vorstellen kannst, ist das am Anfang noch einfach, wenn man nur zwei oder drei Gegenstände ausmisten soll. Glaub mir, je mehr du zum Ende des Monats kommst, desto schwieriger wird es. Wo und wie du all die Dinge los wirst, berichte ich dir in den nächsten Wochen.

KonMari

Als ich damals auf meine Art und Weise beim Ausmisten nicht wirklich weiter kam, bin ich damals auf das Buch Magic Cleaning von Marie Kondo gestoßen, auch bekannt unter der KonMari Methode. Mit dieser Art und Weise des Ausmistens oder wie sie sagt, des Aufräumens kam ich bis jetzt am besten klar. Ich verlinke euch hier nochmal den Blogpost, den ich dazu gemacht habe. Ihr müsst euch aber bewusst sein, dass eure Wohnung dann für kurze Zeit aussehen kann wie das reinste Chaos, da ihr nicht nach Zimmern, sondern nach Kategorien vorgeht. Das bedeutet, dass ihr die verschiedenen Gegenstände einer Kategorie immer erst zusammen suchen müsst aus allen Zimmern, dem Keller und dem Dachboden (falls ihr die letzteren beiden habt).

Packparty

Minimalismus für Anfänger- Tipps und Methoden zum Ausmisten- Packparty

Joshua Fields Millburn und Ryan Nicodemus (besser bekannt als: The Minimalists) haben vor ein paar Jahren auch mal den Vorschlag einer Packparty gemacht und auch selbst ausprobiert. Bedeutet, dass du alles in deiner Wohnung in Umzugskartons packst und nur rausholst, was du wirklich benötigst. Alles was nicht in einer gewissen Zeit genutzt und aus den Kartons geholt wurde, wird dann verkauft, verschenkt oder gespendet. Da wir ja alle nicht unbedingt haufenweise Umzugskartons zuhause haben, ist das wohl am besten für einen anstehenden Umzug geeignet.

Hier noch ein paar

Zusatztipps:

Für die Damen unter uns, die sich nicht von Ihren Kleidungsstücken trennen können, noch ein Tipp. Dreht mal alle Kleiderbügel falsch herum. Wenn ihr etwas angezogen habt, dann dreht ihr sie wieder „richtig herum“. So seht ihr, was aus eurem Kleiderschrank ihr wirklich nutzt. Ich habe das über zwei Jahre lang jetzt gemacht. Alle halbe Jahr habe ich die Kleiderbügel gedreht. Was bis zum nächsten Mal nicht angezogen wurde, hat den Weg aus meiner Wohnung heraus gefunden.

Minimalismus für Anfänger- Tipps und Methoden zum Ausmisten- Kleiderbügel hängen

Es geht bei Minimalismus nicht nur ums Ausmisten, sondern um viel mehr. Ausmisten und Reduzieren ist erst der Anfang. Es geht darum euch vom Ballast des Konsums zu befreien, dem Ballast der Überflussgesellschaft. Du wirst mit der Zeit merken, dass du dich auch von Bekannten und/ oder Freunden trennen wirst, die dir nicht gut tun, die dein Leben negativ beeinflussen. Lerne DANKBAR zu sein, für das, was du besitzt und bis jetzt in deinem Leben erreicht hast. Denk darüber nach, wie viel (Arbeits)Zeit und Energie es gekostet hat, dir Dinge zu leisten.

Abschließend kann ich dir noch empfehlen, wenn du Motivation benötigst, dir YouTube Videos anzuschauen. Glaub mir, das hilft wirklich bei einem Motivationstief! Mir sind dadurch oft Sachen bewusst geworden, die ich „übersehen“ hatte oder die ich doch aufgehoben habe, für den „Fall, dass…..“. Oft ist uns gar nicht bewusst, wie wenig wir benötigen, um glücklich und zufrieden zu sein!

Weiterlesen

Produktivität steigern durch digitalen Minimalismus

Produktivität steigern durch digitalen Minimalismus

Es ist leichter als du denkst, deine Produktivität zu steigern.

Hast du dir vielleicht auch vorgenommen, dieses Jahr produktiver zu sein? Willst du mehr erreichen, denn du hast dir hohe Ziele gesetzt?
Ich verrate dir, wie digitaler Minimalismus mir geholfen hat, produktiver zu werden und in kurzer Zeit mehr zu erreichen.

Du wirst dich jetzt bestimmt fragen: Aber sie ist auf so vielen Social Media Kanälen präsent und hat ihren eigenen Blog, was will sie uns hier erzählen?
Ja du hast recht. Ich bin auf diversen (aber nicht allen) Social Media Kanälen vertreten.
Ich nutze das Internet u. a . zur Recherche, Veröffentlichung und Verbreiten von Gedanken und Beiträgen und zum Vernetzen. Natürlich darf der Spaß da nicht fehlen.

Ohne digitale Medien geht es nicht mehr

Stell dir doch nur mal vor, dass auf der Arbeit der Server ausfällt. Schon sind die meisten von uns verloren, da wir für vieles das Medium Internet benötigen. Wir leben nicht nur analog in einer Überflussgesellschaft, sondern auch digital.

Wir wollten nur mal eben kurz unsere E-Mails checken oder 5 Minuten auf Facebook verweilen… den Rest kennst du bestimmt. Wir merken oft gar nicht, wie digitaler Konsum uns unserer Zeit beraubt und uns von den wirklich wichtigen Dingen ablenkt.

Produktivität steigern durch digitalen Minimalismus- Geräte digitale Medien

 

Ich sage nicht, dass die digitale Welt schlecht ist, nein bestimmt nicht! Ich sage nur, dass unser digitales Leben uns sehr oft unserer wertvollen Zeit beraubt und wir wirklich besseres in dieser erreichen können.

Die Probleme

Wir glauben ständig erreichbar sein zu müssen, egal ob per SMS, E-Mail, Telefon, Messenger oder soziale Netzwerke. Wir könnten ja auch etwas wichtiges sonst nicht mit bekommen. Gerade bei den diversen Messengern wird ja auch eine sofortige Antwort erwünscht.Viele von uns haben sich daran gewöhnt.

Nicht nur für unseren Körper, sondern auch für unser Gehirn ist das anstrengend. Beide benötigen auch mal Ruhe! Das ständige „online“ sein und die uns dadurch fehlende Zeit führt zu Stress, Anspannung, Unzufriedenheit und nicht selten auch zu Überforderung.

Wir suchen digital nach Informationen (Nachrichten, E-Mails, Streams auf Facebook, etc. ). Wir konsumieren digital, in dem wir im Internet nach einem Produkt suchen und dies kaufen. Vielleicht aber auch nur um Preise zu vergleichen und dann doch wieder zum stationären Handel zu laufen und das Produkt dort zu erwerben.

Das ist nur ein kleiner Teil der digitalen Zeitfresser, die dich oft daran hindern bzw. dich ablenken, produktiv zu sein. Ich empfehle dir daher

Reduktion auf das Wesentliche

Produktivität steigern durch digitalen Minimalismus- Buch analog
© Esther Stark

E-Mail Newsletter: Abbestellen. Ich habe mittlerweile alle Newsletter abbestellt. Es waren sowieso Newsletter von Unternehmen, die mir etwas neues verkaufen oder anpreisen wollten, nur weil ich einmal dort etwas bestellt hatte. Alleine die Zeit diese jedes mal zu löschen, war schon nervig, denn ich habe diese Newsletter nie gelesen.

E-Mails: Setzt euch feste Zeiten, um eure E-Mails zu prüfen. Meine privaten E-Mails lese und bearbeite ich 1x am Tag. Auf der Arbeit habe ich sie 3x täglich gecheckt (morgens bei Arbeitsbeginn, kurz vor der Mittagspause und dann nochmal nachmittags). Wenn du alle 10 Minuten deine Mails checkst, kann dich das aus deiner Aufgabe und deiner Konzentration komplett herausholen, auch wenn es nur einige Sekunden vielleicht benötigt. Wenn etwas wichtig sein sollte, dann wird dich die Person anrufen.

Accounts: Weißt du eigentlich wie viele Accounts du irgendwann mal angelegt hast? Wie viele davon nutzt du aktiv noch? Wahrscheinlich sind es nicht viele! Reduziere bzw. lösche alle Accounts, die du nicht mehr benötigt. Das dauert zwar ein wenig, aber hey, im Endeffekt wird euch das auch wieder eine Flut an E-mails ersparen, von Accounts, die einen so sehr vermissen.

Soziale Netzwerke: Twitter, Facebook, Instagram und Co. sind für viele die von uns die größten digitalen Zeitfresser. Eben mal ganz kurz nachgeschaut, was es neues von unseren Freunden auf Facebook gibt oder wer welches Foto auf Instagram gepostet hat. Schwups, eine halbe Stunde später sitzen wir immer noch fest, da wir dies oder jenes noch entdeckt haben. Außerdem gibt es jetzt auch noch Snapchat, dass wir ja mal ausprobieren wollten. In jeder Hinsicht gilt: Weniger ist mehr! Man muss nicht bei allen Sozialen Netzwerken vertreten sein. Außerdem reicht es sich einmal täglich eine feste Zeit einzurichten oder besser einen festen Zeitblock, um unsere Sozialen Netzwerke auf Neuigkeiten hin zu prüfen.

Abonnements: Ja ja, die lieben Abos…. Youtuber und auch Blogger sind dankbar über Abos, aber habt ihr wirklich die Zeit z. B. alle Videos eurer gefühlten 100 Abos anzuschauen? Bestimmt nicht! Aber wie das immer so ist, man will eigentlich nur ein neues Video anschauen und sitzt im Endeffekt mehrere Stunden davor. Schaut doch auch hier mal nach, ob euch noch alle Kanäle, die ihr abonniert habt interessieren bzw. euch einen Mehrwert liefern. Wenn ihr das bei allen mit ja beantworten könnt, ist das super. Vielleicht habt ihr aber auch mal einen Kanal vor Jahren abonniert, der heute nicht mehr zu euch passt, oder bei dem keine neuen Videos mehr kommen. In diesen Fällen, deabonniert den Kanal. Das Gleiche gilt auch für Podcasts oder Blogs.
Programme und Apps: Schaut mal auf eurem Handy nach, welche Apps ihr dort wirklich braucht bzw. nutzt. Sind dort nicht vielleicht ein paar App- Leichen dabei, die ihr ohne Probleme löschen könnt? Braucht ihr wirklich alle Spiele, die ihr auf eurer Smartphone heruntergeladen habt oder ist das nicht vielleicht eines eurer größten Zeitfresser überhaupt? Reicht es nicht vielleicht sich bei z. B. Facebook nur über den PC einzuloggen? Ihr versteht was ich meine.

Produktivität steigern durch digitalen Minimalismus- Apps

Wo wir gerade beim Smartphone sind…. ist dir schon mal aufgefallen bei deinen Nachrichten, wie sinnleer dort die meisten „Konversationen“ sind? Schau es dir mal genau an. Wenn ich an die Zeiten denken, zu denen es noch keine „kostenlosen“ Messenger gab, dann haben wir uns doch mehr Mühe gegeben Nachrichten zu schreiben. Diese hatten auch alle Sinn und Verstand, denn sie waren ja teuer…. Du kannst auch mal überprüfen, ob du alle Gruppen, in denen du ein Mitglied bist, wirklich noch brauchst….

Nachrichten: Sind wir dachmal ehrlich. Meist passiert in der Welt nicht alle 10 Minuten etwas Wichtiges und Neues. Reicht es daher nicht vielleicht aus, die Nachrichten nur einmal am Tag zu checken? Außerdem muss man sich nicht auf diversen Seiten „auf dem Laufenden halten“. Ich nutze genau zwei Nachrichten Seiten/ Portale.

Push – Mitteilungen: Wer kennt sie nicht die lieben Push-Mitteilungen auf dem Handy.Wir werden sofort darüber informiert, dass wir eine neue E-Mail haben oder, dass Person XY in den Sozialen Medien etwas geliked hat. Und schwups, wurden wir wieder kurz abgelenkt. Deaktiviert daher die Push- Mitteilungen und eliminiert damit diesen kleinen Zeitfresser.

Erreichbarkeit: Ihr müsst nicht 24/7 erreichbar sein! Weder mit dem Handy, noch im analogen Leben. Habt ihr schon mal einen Handy- und Internetfreien Tag eingelegt? Ihr glaubt gar nicht, wie viel man an solch einem Tag erledigen kann. Ich mache in regelmäßigen Abständen einen sogenannten Digital Detox und bin für 24 Stunden offline. Fällt schwer, aber hilft ungemein, wenn man wichtiges zu tun hat. Früher waren wir doch auch noch nicht 24 Stunden am Tag erreichbar.
Weiterhin habt ihr auch die Möglichkeit euer Telefon auf die Mailbox oder die Kollegen umzustellen, wenn ihr euch für eine gewisse Zeit auf eine Aufgabe oder ein Projekt konzentrieren müsst.

Bewusster Konsum digitaler Medien: Setze dir Zeiten, um digital BEWUSST zu konsumieren. z. B. jeden Abend 10 oder 30 Minuten. Glaub mir in dieser Zeit, bekommst du alle Informationen, die du brauchst. Du könntest dir aber auch zur Regel machen ab 18 oder 20 Uhr keine E-Mails mehr zu lesen und auch keinen Social Media Account mehr zu besuchen.

Fazit

Wir vergessen häufig, wofür wir unsere Zeit vergeuden. Wir verlieren den Fokus für die wirklich wichtigen Dinge. Wie oft habe ich gesehen, dass Menschen sogar verlernt haben im analogen Leben miteinander zu kommunizieren, da sie einfach nur noch auf ihr digitales Leben fokussiert waren.

Lernt eurer digitalen Konsum zu reduzieren bzw. minimalisieren auf das Nötigste!
Es wird nicht von heute auf morgen gehen, digitalen Minimalismus zu leben. Aber der Weg ist das Ziel! Werdet euch bewusst, was euch daran hindert, produktiver zu sein und eure Ziele zu erreichen. Findet eure digitalen Zeitfresser und versucht diese zu eliminieren. So habt ihr Zeit euch auf das zu konzentrieren, was für euch wichtig ist, was euch voran bringt.

Eure Esther

Weiterlesen

Vorteile Minimalismus- 15 gute Gründe, deinen Lebensstil zu überdenken

15 Vorteile des Minimalismus

 

Kennt ihr das Gefühl, dass der Alltag einen manchmal erdrückt? Die Wäsche stapelt sich, in der Spüle sieht es nicht besser aus. Außerdem müssten wir auch mal wieder die Ablage machen, die wir in den letzten Monaten vernachlässigt haben. Es warten noch 100 ungelesene E-Mails auf uns, nicht zu reden von den ganzen What’s App Nachrichten und den Facebook- Benachrichtigungen. Doch uns fehlt einfach die Zeit dazu, da wir so oft mit anderen Dingen beschäftigt sind. Dingen, die uns vielleicht noch nicht mal Spaß machen. Ich möchte euch heute 15 Vorteile des Minimalismus vorstellen und euch auch erklären, wo und wie der Lebenswandel mich positiv beeinflusst hat.

Wir müssen am Anfang kurz festhalten, dass es beim Minimalismus nicht nur darum geht, seine Wohnung oder seinen Kleiderschrank auszumisten. Nein, es geht um das Leben im Allgemeinen. Vielleicht merken wir, dass wir uns von Freunden trennen müssen, da sie uns einfach nicht gut tun. Es kann aber auch sein, dass wir uns von unserem Job trennen, da dieser uns nicht erfüllt und wir uns nicht verwirklichen können.

1.Du findest zu dir selbst

Vorteile Minimalismus- 15 Gründe deinen Lebensstil zu überdenken
© Viktor Hanacek

Es stellt sich mit der Zeit automatisch ein Perspektivenwechsel ein, der u. a. beinhaltet, dass man nicht mehr auf andere schaut, was diese besitzen, was man unbedingt auch besitzen muss, um „mitzuhalten“.

Durch den minimalistischen Lebensstil fängst du an dich auf dich zu fokussieren. Du findest heraus, was dir und deinem Körper gut tut, was dich glücklich macht. Dadurch wirst du mit der Zeit ruhiger. Du hörst genauer auf deine innere Stimme und lernst dabei zu dir selbst zu finden.

Dies kann auch bedeuten, dass du deinen Job wechseln wirst, da du merkst, dass er dich nicht (mehr) erfüllt.

Ich habe vor dem Beginn zu einem minimalistischen Leben nie auf meine innere Stimme gehört. Ich habe nicht darauf geachtet, wie ich mich fühle, wenn ich etwas konsumiere. Ab und an hatte ich zwar ein schlechtes Gewissen, wenn ich etwas gekauft habe, doch das wurde ignoriert. Ich messe meinen Erfolg oder mein Leben nicht mehr mit anderen. Ich bin glücklich mit mir und meinem Leben, so wie ich es lebe. Bis dahin war es jedoch ein weiter Weg.

2. Weniger Ängste

Wer den Prozess des Minimalisierens schon durchlaufen hat oder gerade durchläuft, der wird mir hier eventuell nicht zustimmen. Auch bei mir war es am Anfang beim Ausmisten so, dass ich mit diversen Ängsten konfrontiert wurde. Die Angst, dass man etwas später vielleicht doch noch brauchen wird, es dann aber nicht mehr besitzt (Verlustangst). Die Angst, dass Freunde und Familie mich nicht verstehen und sich vielleicht von mir abwenden. Vielleicht aber auch die Angst, nicht mehr Teil der Gesellschaft zu sein, da man weniger konsumiert bzw. bewusster konsumiert.

Du wirst aber feststellen, dass diese Ängste und diese Gefühle und Gedanken relativ schnell verschwinden werden. Ich kann dir sagen, dass dies zum Prozess dazu gehört. Wenn du während des Prozesses des Ausmistens genau dies durchlebst, dann kann ich dir den rat geben, dich mit diesen Emotionen und Gedanken auseinander zu setzen. Dadurch wird es dir möglich sein, mit Dingen abzuschließen und herauszufinden, was dir gut tut und was dir wichtig ist.

3. Du hast weniger Stress

Dadurch, dass du weniger besitzt, um das du dich kümmern musst, hast du weniger Stress. Es herrscht kein Chaos mehr und daher musst du auch nicht mehr soviel organisieren. Auch der Zeitdruck lässt nach, denn du hast mehr Zeit, da du dich um weniger „Dinge“ kümmern musst. Du wirst merken, dass du nicht mehr versuchst, alles unter einen Hut zu bekommen.

4. Du hast mehr Zeit

Vorteile Minimalismus- 15 Gründe deinen Lebensstil zu überdenken
©Esther Stark

Da du weniger besitzt, um das du dich kümmern musst, hast du auch mehr Zeit. Du benötigst weniger Zeit zum Putzen oder um Ordnung halten und hast mehr Zeit für Dinge, die die Spaß machen. Vielleicht hast du ein Hobby, dass dich erfüllt, dass dir Spaß macht? Dann hast du jetzt die Zeit dazu.

Dadurch, dass ich weniger besitze, um das ich mich kümmern muss, habe ich mittlerweile mehr Zeit um Videos zu drehen und zu schreiben.

Gerade Frauen kennen doch allzuoft das Phänomen, dass wir morgens vor dem Kleiderschrank stehen und nicht wissen, was wir anziehen sollen. Irgendwie ist auch nichts im Kleiderschrank, was uns anlacht. Dadurch, dass du deinen Kleiderschrank reduzierst, dir eventuell sogar eine Capsule Wardrobe anlegst, siehst du dich morgens nicht mehr mit diesem Phänomen konfrontiert. Du besitzt nur noch Lieblingsstücke, in denen du dich wohl fühlst. Daher hast du morgens mehr Zeit und fühlst dich nicht schon gestresst, wenn du gerade erst auf die Arbeit kommst.

5. Du brauchst weniger Platz

Über die Zeit sammeln sich in unserer Wohnung viele Dinge an. Wir sind der Meinung, dass wir irgendwann neue Möbel und Stauraum brauchen. Irgendwie reicht der Platz in unsere Wohnung oder in unserem Haus nicht mehr aus für all unsere Besitztümer. Wir meinen in diesem Augenblick in eine größere Wohnung ziehen zu müssen oder uns zusätzlichen Stauraum dazu zu kaufen.

Durch das Ausmisten und Reduzieren des ganzen Krims Krams, wird dir bewusst werden, dass du keine größere Wohnung mehr brauchst. Eher wirst du darüber nachdenken, in eine kleinere Wohnung umzuziehen.

Als ich meinen Lebensstil geändert habe, besaß ich zwei Kleiderschränke. Erst 2012 „musste“ ich mir den zweiten Schrank dazukamen, da meine Kleidung nicht mehr in einen passte… Heute ärgere ich mich über den Kauf des zweiten Kleiderschrankes. Hätte ich damals schon angefangen auszumisten, dann hätte ich mir dieses Geld echt sparen können!

6. Du sparst Geld

Nach dem Ausmisten kommt die Frage: Wohin mit dem ganzen Zeug? Ich habe viel verschenkt. Damals sehr teure Markenartikel sowie Möbel habe ich verkauft. Alles andere verschenkt. Durch den Verkauf bekommst ihr Geld, dass ihr für das ausgeben könnt, was ihr liebt. Oder vielleicht auch für einen langgehegten Wunsch oder um eurer Schulden abzubezahlen.

Du wirst weniger kaufen. Du machst dir vorher Gedanken darüber, ob du dieses Etwas, was du vielleicht gerade im Schaufenster gesehen hast, wirklich brauchst und auch nutzt. Dadurch, dass du bewusster konsumierst, gibst du weniger Geld aus.

Wie ich oben schon erwähnt habe, ist es auch denkbar, dass du nach dem Ausmisten feststellst, dass du in eine kleinere Wohnung umziehen kannst. Du brauchst ja nun weniger Platz. In den meisten Fällen sind kleinere Wohnungen natürlich auch günstiger. Und schon wieder hast du Geld gespart.

Auch sparst du Geld, in dem du nicht noch weitere Möbel oder Organisationsboxen etc. dazu kaufen musst. Das war ja damals mein Problem.

7. Du hast mehr Ordnung

Chaos entsteht, wenn Dinge sich an Orten befinden, an die sie nicht gehören. Jetzt, wo du ausgemistet und aufgeräumt hast, kommt es erst gar nicht mehr zum Chaos. Jeder Gegenstand in deiner Wohnung hat nun einen festen Platz. Dadurch musst du weniger organisieren.

Wo kein Chaos herrscht, findet man seine Sachen auch schneller. Da jeder Gegenstand einen Platz in deiner Wohnung hat, musst du ihn nicht erst stundenlang suchen. Hier ist natürlich anzumerken, dass du die Sachen auch immer wieder an ihren Platz zurück bringen musst, nachdem du sie benutzt hast.

8. Du hast weniger Hausarbeit

Da du weniger in deiner Wohnung herumstehen hast, ist die Hausarbeit natürlich auch schneller erledigt. Du musst nicht erst noch dies und jenes Möbelstück beiseite räumen, um schnell mal Staub zu saugen. Auch musst du nicht erst jeden Dekorationsschnickschnack von der Kommode räumen, um dort Staub zu wischen. Deine Putzzeit reduziert sich und es ist einfacher Ordnung zu halten.

9. Umzüge und Reisen werden einfacher

Umzüge werden einfacher bzw. ein Umzug in eine kleiner kostengünstigere Wohnung ist möglich. Du musst nicht mehr hunderte von Umzugskartons packen und brauchst dann auch weniger Transporter oder kleinere. Der Umzug ist schneller erledigt und das werden dir alle danken, die dir dabei helfen.

Reisen wird einfacher und günstiger, da du weniger einpackt bzw. weniger zu packen hast.

Als ich meine Reise nach Thailand geplant habe, hätte ich nie gedacht, dass ich mit so wenig Gepäck reise und dann noch nicht mal alles nutze. Ich hätte getrost noch weniger einpacken können.

10. Neue Wertschätzung für Besitztümer

Du bekommt eine neue Wertschätzung für die Dinge, die du besitzt.

Ich habe oft die Meinung gelesen, dass man keine Bindung zu seinen Sachen aufbauen soll. Aber ich frage ich mich, wie das möglich sein soll. Auch ich habe unter meinen Lieblingskleidungsstücken immer noch Favoriten. Spätestens, wenn ich sage, dass ich Lieblingssachen habe, dann habe ich eine Bindung zu diesem Gegenstand aufgebaut.

Dadurch, dass du deinen Besitztümern eine Wertschätzung entgegen bringst, pflegst du diese auch besser. Du fängst an Dinge zu reparieren und nicht einfach nur wegzuwerfen.

11. Du wirst kreativer:

Kreativität ist, was du daraus machst!

Du lernst mehr Dinge, wie z. B. Kosmetik- und Putzprodukte selbst herzustellen. Weiterhin beschäftigst du dich damit, wie du etwas reparieren kannst (wie z.B. Nähen), um nicht Teil der Wegwerfgesellschaft zu werden. Das kommt durch die Bewusstseinsänderung, die der Minimalismus mit sich bringt.

Du machst dir auch Gedanken darüber, wie du etwas zweckentfremden kannst, wenn du z. B. einen gewissen Gegenstand nicht besitzt, aber etwas in der Art gerade benötigst. Ich kann dir das am besten anhand von Kosmetik erklären (sorry Männer).

Mein Augenbrauenstift ging leer. Bevor ich also los getrabt bin, um diesen zu ersetzen, habe ich mich gefragt, was ich sonst so besitze. Was ich anstelle dessen nutzen und zweckentfremden kann. Ich hatte noch einen braunen Kajal und auch noch einen braunen Lidschatten, der genau den Ton traf. So konnte bzw. kann ich beides aufbrauchen, ohne etwas neues zu kaufen.

Ein anderes Beispiel ist das Kochen. Auch ich habe nicht alle Gewürze dieser Welt zuhause. Wenn mir für das Kochen eines Gerichtes etwas fehlt, dann fange ich an zu experimentieren. Siehe da, es geht auch ohne und schmeckt genauso gut.

12. Mehr Flexibilität und Freiheit

Vorteile Minimalismus- 15 Gründe deinen Lebensstil zu überdenken
©Viktor Hanacek

Dadurch, dass du weniger besitzt, bist du flexibler.

Du hast vielleicht einen Jobwechsel vor dir und musst dafür umziehen. Da du weniger besitzt, ist es einfacher und schneller diesen Job anzunehmen und den Weg in eine neue Stadt zu beginnen.

Ein anderes Beispiel: Stell dir vor, deine Freunde organisieren kurzfristig einen Wochenendtrip. Früher hast du vielleicht abgesagt, weil für dich gesehen noch so viel zu organisieren war. Und dann musst du ja auch noch den Koffer oder die Reisetasche packen…. Das ist nicht zu schaffen, denkst du jetzt. Doch! Wenn mich eine Freundin anrufen würde und einen spontanen Trip plant, der in ein paar Stunden beginnen soll, kann ich innerhalb weniger Minuten mein Köfferchen packen und bin bereit. Ich muss nicht mehr stundenlang meine Kleidung rauslegen, schauen, was ich zu welchen Eventualitäten anziehe etc..

Mit Freiheit, meine ich das zu tun, was dich glücklich macht. Sei es Reisen oder ein Hobby. Deine Besitztümer besitzen dich nicht mehr!

13. Dankbarkeit

Ich habe unter Punkt 10 ja bereits erwähnt, dass du deinen Besitztümern eine neue Wertschätzung entgegen bringst.

Da nun nun weniger besitzt und dich auf das Wesentliche fokussierst, wirst du dankbarer für das noch so kleine Detail. Du lernst dankbar zu sein für das, was du hast. Dir ist bewusst, wie viel Arbeit und Zeit hinter diesen Dingen stecken.

14. Du lebst umweltschonender

Du kaufst weniger und bewusster. Dadurch schmeisst du auch weniger weg. Auch lernen Dinge zu reparieren, anstatt sie durch neue zu ersetzen (wo dies möglich ist), hilft unserer Umwelt.

Hier finden ich den Vorstoss der schwedischen Regierung super, den du hier findest, dass es Steuervergünstigungen für Reparaturen geben soll. Damit wird versucht den Menschen einen Anreiz zu bieten, Gegenstände zu reparieren anstatt wegzuwerfen.

Vielleicht denkst du auch über Mode und andere Konsumgegenstände mehr nach und kaufst sie Second Hand, anstatt neu. Dadurch, dass dir bewusst ist, was dir gut tut, fängst du an über Nachhaltigkeit nachzudenken. Du kaufst deine Kleidung nicht mehr bei einem Unternehmen, dass für seine Sweat- Shops in Bangladesh oder einem anderen Land bekannt ist.

Der bewusste Konsum hat außerdem zur Folge, dass du dir generell Gedanken um unsere Umwelt machst und wie du diese Welt den nächsten Generationen hinterlassen möchtest.

Früher war mir egal wo ich z.B. meine Kleidung kaufe und wie die Lebensmittel, die ich verzehre, hergestellt wurden. Das hat sich geändert. Wenn ich Kleidung kaufe, dann Second Hand oder nachhaltig produziert (Produktionsbedingungen und Rohstoffe). Ich habe mir außerdem auf meinem Balkon einen kleinen Garten angelegt, in dem ich so viel selbst anbaue wie möglich (Tomaten, Erdbeeren, Kräuter).

15. Du lebst gesünder

Weniger Stress ist gut für deine Gesundheit. Du bewegst dich mehr, denn es gibt für dich noch so viel zu sehen und zu erleben. Warum bist du nochmal so oft zur Fast Food Kette deines Vertrauens gegangen, obwohl es dir danach schlecht ging und du dir geschworen hast, dort nie wieder zu essen? Das wird dich nicht mehr interessieren, denn dein Fokus liegt auf einer gesunderen Ernährung. Durch deine neu gewonnene Kreativität, kochst du selbst, mit Zutaten, die du selbst ausgesucht hast und die ohne unaussprechbare Zusatzstoffe auskommen.

Es gibt bestimmt noch mehr Vorteile, die zwar offensichtlich, aber doch unbewusst wahrgenommen werden. Welche zusätzlichen Vorteile fallen dir noch ein? Siehst du vielleicht auf Nachteile? Lass es mich wissen.

Weiterlesen

Die Geschenksaison ist eröffnet- Minimalistische Gedanken zu Weihnachten

Follow my blog with Bloglovin

Weihnachten steht vor der Tür und damit auch das Thema Geschenke. Doch wie gehe ich mit den Themen Weihnachten und Geschenke um? Feiere ich Weihnachten? Schenke ich bzw. bekomme ich auch Geschenke?

In vielen Minimalistenforen wird das Thema Geschenke zu Weihnachten und anderen Anlässen heiß diskutiert. Schenkt man sich gegenseitig etwas? Wenn ja, was ist es?

Ich habe oft gelesen, dass das Schenken, vor allem in der Familie, abgeschafft wurde. Bei manchen Christen wurden sogar die Festlichkeiten zu Weihnachten abgeschafft. Auch wenn ich nicht religiös bin, zelebriere ich das Fest der Liebe.

Bevor wir also auf das Thema Geschenke im Detail eingehen, möchte ich kurz etwas zum Thema Weihnachten sagen.

Geschenkesaison, minimalistische Gedanken zu Weihnachten

Weihnachten

Für mich ist die Weihnachtszeit, eine Zeit der Besinnung. Eine Zeit, in der ich zur Ruhe komme und die ich mit meiner Familie genieße. Das Jahr geht zu Ende und der Stress lässt (gerade beruflich) nach. Wir haben wieder Zeit zum Durchatmen. Dies liegt auch daran, dass wir oft in der kalten Jahreszeit nicht mehr andauern unterwegs sind und die Zeit in unseren kuschligen Wohnungen genießen. Ich mag diese Zeit.

Auch wenn ich das ganze Jahr über viel Zeit mit Familie und Freunden verbringe, so ist es doch gerade in der Vorweihnachtszeit noch intensiver. Auch auf der Arbeit nehme ich mir die Zeit, das Jahr mit meinen Kollegen zu reflektieren und vielleicht die Kaffee- oder Mittagspause ein klein wenig zu verlängern. Wie oft hat man denn auch die Möglichkeit, bei all dem Stress, sich in Ruhe mit Kollegen auszutauschen? Wir reflektieren das Jahr und sprechen darüber was wir uns für das nächste Jahr wünschen.

Für mich ist Weihnachten nicht die Zeit des Konsumterrors, der Hetze nach dem Suchen von Geschenken. Nein, die Weihnachtszeit ist für mich die Zeit der Familie, der Freunde und der Freude! Eben das Fest der Liebe.

Geschenke gehören für mich zu dieser Zeit dazu, genau wie zu Geburtstagen. Doch ich stresse mich nicht mehr auf der Suche nach dem „perfekten“ Geschenk. Was ich genau schenke, erzähle ich euch am Ende des Artikels.

Geschenke von anderen

Ich liebe Geschenke. Wer liebt sie nicht? Es muss und soll nichts Großes sein, sondern etwas, das von Herzen kommt. Oft sind es doch die kleinen Dinge im Leben, an denen wir uns erfreuen. Ich erfreue mich daran, wenn meine Kollegen mich wertschätzen oder wenn ein Kollege mir zur Aufmunterung oder als kleines Dankeschön mal zwischendurch eine kleine Packung Gummibärchen mitbringt. Ich schenke meinem Umfeld auch zwischendurch einfach mal etwas, ohne Grund, ohne irgendeinen Hintergedanken. Einfach nur, weil ich Ihnen etwas Gutes tun möchte, weil ich ihnen zeigen möchte, dass ich an sie gedacht habe.

Zu Weihnachten oder anderen Anlässen bekommt man aber oft nicht nur kleine Geschenke. Wie ich in einem meiner vorherigen Blogbartikel bereits erwähnt habe, versuchen sich die Menschen gerade mit Weihnachtsgeschenken gegenseitig zu überbieten. Wer hat das größere Geschenk bekommen, wer hat mehr  Geld ausgegeben etc.

Kleinkinder wünschen sich oft etwas ohne wirklich zu verstehen, was sie sich wünschen. Sie haben diese Dinge entweder bei Freunden oder im Fernsehen gesehen. Wenn wir älter werden, dann machen wir uns  darüber Gedanken, was mir brauchen könnten. Freunde und die Verwandtschaft fragen uns meistens, was wir brauchen könnten bzw. was wir uns wünschen. Für diese Fälle bin ich vorbereitet, denn ich schreibe vor meinem Geburtstag und Weihnachten einen

Wunschzettel

Ich schreibe für meine Familie auf, so wie es kleine Kinder tun, was ich mir wünsche. Jedoch mache ich mir nicht erst zu diesem Zeitpunkt Gedanken darüber. In meinem Bulletjournal befindet sich eine Wishlist, in der ich alles notiere, was ich brauche bzw. wünsche. Zu gegebenem Anlass, schaue ich dann auch die List und übertrage Dinge auf einen offiziellen WUNSCHZETTEL.

Wo wir gerade von Wunschzettel sprechen, muss ich euch auch noch mitteilen, dass ich auch noch einen Amazon Wunschzettel habe. Dort stehen vor allem Kindle Bücher drauf, die ich gerne lesen möchte. Aber auch der Coffee Duck, den ich mir vor kurzem gekauft habe, wurde dort zwischengeparkt.

Dort stehen dann oft kleine Dinge drauf, wie z. B. Bücher oder andere Kleinigkeiten, die ich benötige. Auf meinem Geburtstagswunschzettel standen z. B. zwei Bücher, neue Wäschenetze und ein neues Backblech. Die Familie kann sich dann aussuchen, was sie mir schenkt. In diesem Fall ist dann zwar der Überraschungseffekt dahin, aber es sind Dinge, die ich wirklich brauche bzw. mir wünsche und nicht irgendetwas, für das ich keine Verwendung finde und das ungenutzt in irgendeiner Ecke meiner Wohnung verschwindet. Über diese Geschenke freue ich mich mehr, als über Geschenke, die ich nicht brauche kann.

Natürlich gibt es auch Zeiten, in denen man sich nichts wünscht oder man nichts benötigt. Meine Familie davon zu überzeugen, dass sie mir dann gar nichts schenken sollen, habe ich aufgegeben. Gerade meine Großeltern verstehen das gar nicht und dies wird auch nicht von ihnen akzeptiert.

Geld

In diesem Fall bitte ich sie dann mir einfach Geld oder Gutscheine zu schenken, auch wenn dies unpersönlich ist. Das Geld zahle ich dann auf mein Konto ein und nutze es für die Momente, in denen mal wieder irgendetwas kaputt geht und repariert oder ersetzt werden muss. Ab und an nehme ich dieses Geld dann aber auch für Urlaube oder spare, um mir einen größeren Wunsch zu erfüllen.

Früher bin ich direkt nach Weihnachten zum Shopping los gezogen, ohne Sinn und Verstand. Auch wenn ich nichts brauchte, wurden dann neue Klamotten gekauft. Ich kann mich daran erinnern, dass ich bei so einem Anlass mein komplettes Weihnachtsgeld für Jeanshosen ausgegeben habe. Da dies nicht gereicht hat, habe ich noch einiges Geld vom Weihnachtsgehalt drauf gelegt. Eigentlich wollte ich nur eine Jeans kaufen. Stattdessen waren es dann 4….

Ich bin froh, dass ich dieses Verhalten hinter mir gelassen habe, denn ich weiß, dass es mich belasten würde. Auch damals hat mich der Einkauf im Nachhinein belastet. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, habe mir tagelang teilweise Vorwürfe zu diesem Kauf gemacht. Heute weiß ich, dass diese negativen Gefühle gegangen wären, hätte ich die Hosen zurück gebracht.

Wie oben bereits angekündigt, bekommt man aber manchmal auch Sachen geschenkt, die man sich nicht gewünscht hat oder die man nicht brauchen kann. Gerade Freunde fragen uns ja selten, was wir uns zu einem bestimmten Anlass wünschen.

Unerwünschte Geschenke

Wer kennt es nicht? Stellen wir uns vor, dass wir uns zu einem Anlass Geld wünschen. Da die Großeltern dies alleine zu unpersönlich finden, packen sie das Geld schön verpackt in eine (teilweise nicht sehr hübsche und/ oder moderne Tasse). Da ist es also das unerwünschte Geschenk, dass man dar nicht benötigt, da man genug Tassen besitzt. Doch was macht man nun mit dem guten Stück, dass man sowieso nie benutzen wird?

Ein anderes Beispiel ist ein Teil für eine Sammelleidenschaft, die man bereits aufgegeben hat. Ich bin z. B. ein großer Fan von Schafen. Ich hatte Schaf- Kuscheltiere, Schaf- Bettwäsche  und besitze auch heute noch Schafe zur Dekoration. Aber ich habe mittlerweile das Sammeln aufgegeben, da es kein Ende mehr genommen hat. Obwohl ich erwähnt habe, dass ich nicht mehr sammle bzw. meine Sammlung aufgebe, bekam ich weiterhin noch Schafe in allen Varianten geschenkt…

Ich bin ehrlich mit euch: In den meisten Fällen verschenke/ spende ich diese Dinge umgehend.

Jetzt ist natürlich abschließend die Frage zu klären, was ich meinen Freunden und der Familie schenke.

Was ich verschenke

Auch hier bediene ich mich einer Liste in meinem Bullet Journal, auf die ich das Jahr über alle Ideen aufschreibe, die ich für Geschenke habe. Vielleicht hat die Person auch einen Wunsch geäußert, den ich dann aufschreibe. Mir ist es auch schon passiert, dass ich mit Freunden durch die Stadt gelaufen bin und dabei Dinge entdeckt habe, die ich für eine Person passend fand.

Wenn die Zeit und ein Anlass gekommen sind, dann nehme ich mir diese Liste zur Hand. Meine Großeltern bekommen z. B. jedes Jahr zu Weihnachten einen selbstgebastelten Kalender von mir mit Fotos, die ich das Jahr über von mir geschossen habe bzw. die geschossen wurden.

Meinen Eltern schenke ich z. B. Konzertkarten oder DVD’s ihrer Lieblingskünstler. Freunde wiederum bekommen Selbstgemachtes (z. B. Liköre), (Foto-)Bücher, außergewöhnliche Tees (bei Teeliebhabern) oder auch Gutscheine. Ich rede hier aber nicht von den Gutscheinen, die man überall kaufe kann. Nein, ich spreche von selbstgerechten Gutscheinen. Einen Gutschein für einen DVD Abend, für einen gemeinsamen Besuch im Spa, für ein Abendessen, das man für andere kocht.

Gerade diese Gutscheine bzw. die Momente, die wir in der gemeinsamen Zeit, erleben, bleiben uns doch oft länger in Erinnerung, als etwas, dass wir vielleicht aus purer Verzweiflung noch schnell gekauft haben, damit wir überhaupt ein Geschenk haben.

Wie steht ihr zu diesem Thema? Lasst ihr euch beschenken bzw. schenkt ihr anderen?

Weiterlesen

10 Dinge, die ich nicht mehr kaufe- und warum du es auch tun solltest

Follow my blog with Bloglovin
Ich hatte in einem meiner letzten Posts über nachhaltigen Konsum gesprochen. Aufgrund des Überdenkens meines Konsums, gibt es Dinge, die ich nicht mehr kaufe. Ich sage euch, welche 10 Dinge dies sind und warum ihr diese auch nicht mehr kaufen solltet.10 Dinge, die ich nicht mehr kaufe

1. Plastikflaschen

Plastikmüll auf Kho Phangan

Wer kennt sie nicht, die „guten“ Plastikflaschen, in denen wir unsere Getränke kaufen, sei es nun Wasser oder irgendein anderes Erfrischungsgetränk. Auch ich habe bis vor einem halben Jahr meine Getränke in Plastikflaschen gekauft. Sind wir doch mal ehrlich. Es ist doch auch einfacher, wenn man nur ein 6-er Pack Wasser kauft, als sich mit einem Kasten voller Glasflaschen abzuschleppen… Mittlerweile habe ich zum größten Teil jedoch auf Leitungswasser umgestellt und für den Fall, dass ich doch Lust auf Mineralwasser haben sollte, habe ich einen Wasserkasten in der Wohnung.

Doch ich muss euch auch erklären, warum ich keine Plastikflaschen mehr kaufe. Weichmacher und andere Substanzen, die sich im PET befinden, werden abgelöst und wandern ins Wasser, dass wir dann trinken. Wenn die Flasche der Sonnenbestrahlung ausgesetzt ist, dann passiert dies schneller als normal. Vielleicht habt ihr auch schon gemerkt, dass das Wasser dann irgendwie anders und irgendwie komisch schmeckt. Auch wenn die Bundesregierung und auch einige Toxikologie sagen, dass dies für Menschen unbedenklich ist und die Werte unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen, so sind sie doch vorhanden. Niemand kann uns aktuell sagen, was die Langzeitwirkungen bzw.- schäden sind, die unser Körper eventuell dadurch davon tragen wird.

Nicht nur Weichmacher und andere Substanzen (z. B. Hormone) sind meines Erachtens ein Problem. Ich sehe hier auch die rießigen Müllberge. Kennen wir nicht alle die Bilder von Meerestieren, die sich in Plastikteilen verfangen haben oder der Plastikmüll, der am Urlaubsort an den Strand geschwemmt wird? Plastik ist zwar (irgendwie) recyclebar, aber es ist nicht abbaubar. D. h., dass es noch lange, nach dem wir diese Welt verlassen haben, auf der Erde verweilen wird. Es verfällt in immer kleinere Teilchen und im Ende habt ihr Mikroplastik, also das, was in vielen Beauty- und Hygieneprodukten zu finden ist.

Für Unterwegs habe ich mir vor ein paar Monaten eine Trinkflasche gekauft, die ich immer mit mir herum trage und die mit Leitungswasser gefüllt ist. So komme ich erst gar nicht auf den Gedanken mir irgendwo Getränke in Plastikflaschen zu kaufen. Es gab bis jetzt nur eine große Ausnahme und das war meine Reise nach Thailand. Leider ist das Leitungswasser dort nicht zum Verzehr geeignet und im Supermarkt bekommt man nur Plastikflaschen… in dieser Zeit hatte ich leider keine andere Wahl, als aus Plastikflaschen zu trinken.

Weil ich gerade Mikroplastik erwähnt habe. Was ich auch nicht mehr kaufe, sind

2. Kosmetik- und Hygieneprodukte, die Mikroplastik enthalten

In vielen Produkte, wie Zahnpasta, Bodylotions oder Peelings ist Mikroplastik enthalten. Ich wusste, dass in mancher Zahnpasta irgendwelche Kügelchen drin sind und auch in Peelings musste ja irgendwas drin sein. Aber was das war und in welchen Produkten dieses etwas sonst noch drin war, wusste ich nicht.

Ich will mir kein Plastik auf die Haut schmieren oder z. B. durch Zahnpasta zu mir nehmen. Es geht doch gewiss auch ohne und das beweisen genug Firmen, die solche Produkte herstellen.

Es mag Menschen geben, die jetzt argumentieren, dass die meisten Produkte ja nur zur äußeren Anwendung sind und uns daher nicht schaden. Ich finde doch, denn auch unsere Haut nimmt diese Partikel auf und leitet sie dann über unsere Blutbahnen durch den Körper. Außerdem gelangt dieses Mikroplastik, wenn wir duschen, ins Wasser und dadurch irgendwann ins Meer und wird von Fischen oder anderen Tieren aufgenommen, die wir dann eventuell auch noch essen… Es ist ein Kreislauf.

Wenn ihr wissen wollt, ob die Produkte, die ihr nutzt, auch Mikroplastik enthalten, dann kann ich euch Codecheck empfehlen. Dort informiere ich mich mittlerweile über Produkte. Ich musste vor kurzem sogar feststellen, dass meine Sonnencreme und meine After Sun Lotion Mikroplastik enthalten (und meine Kaugummis etwas, dass hormonell wirksam ist).

Wo wir gerade über Kosmetik- und Hygieneprodukte sprechen, fällt mir auch noch ein, dass ich keine

3. Produkte von Firmen, die Tierversuche durchführen,

mehr kaufe.

Wusstet ihr, dass es in manchen Ländern (z. B. China) vorgeschrieben ist für Kosmetika Tierversuche durchzuführen? Wenn also ein Unternehmen seine Produkte dort verkaufen möchte, muss es diese vorlegen. Dies gilt für so viele der uns bekannten Marken, dass ich die hier gar nicht aufzählen kann.

Wenn euch die Liste alles Unternehmen interessiert, dann findet ihr sie hierProcter& Gamble und Unilever geben offen zu, dass sie Tierversuche durchführen.

Aber Vorsicht: Auch wenn ein Unternehmen angibt, dass es keine Tierversuche durchführt oder, dass das Produkt nicht an Tieren getestet wurde, so ist es leider sehr oft der Fall, dass vielleicht nicht das Produkt selbst, aber dafür die einzelnen Inhaltsstoffe getestet wurden oder dass die Test von einem Lieferanten/ Subunternehmer durchgeführt wurden.

4. Coffee to go- Becher

Coffee to go

Schnell beim Bäcker noch mal einen Kaffee im „To go“ Becher mitgenommen, weil man es morgens „eilig“ hatte oder gar verschlafen? Wer kennt dieses Phänomen nicht? Nachdem der Kaffee dann leer, ab in den nächsten Mülleimer, nach dem Motto aus den Augen, aus dem Sinn. Bei mir ist dies zwar nicht oft vorgekommen, doch jedes Mal, wenn ich beim Shopping oder Bummeln war, brauchte ich meinen Kaffee. So habe ich dazu beigetragen, dass pro Stunde in Deutschland 320.000 Kaffeebecher weg geworfen werden. Wenn ich mir vorstellen, wie hoch die Müllberge sind, die wir durch den Gebrauch von Einwegbechern verursachen, dann wird mir ganz anders.

Auch wenn viele von euch jetzt vielleicht denken, dass das der Becher ja nur Papier besteht, so muss ich euch leider enttäuschen. Der Deckel, wie ihr wisst, ist aus Plastik, aber auch für die Becherinnenbeschichtung, wird Plastik verwendet. Daher nehme ich auf Reisen oder wenn ich mich mit einer meiner Freundinnen zum Stadtbummel treffe immer meinen Alu- Mehrwegbecher mit. Wenn ich von zuhause aus zum Stadtbummel fahre oder eine längere Autofahrt vor mir habe, dann fülle ich den Becher natürlich zuhause mit meinem eigenen Kaffee. Ich habe diesen Becher nun schon seit etlichen Jahren und er ist immer noch top in Schuss.

Leider musste ich aber auch schon die Erfahrung machen, dass einige Bäckereien und Cafés es aus angeblich „hygienischen Gründen“ ablehnen, den Kaffee in meinen Becher zu füllen. In dem Fall muss ich sagen, dass ich dann dort eben nicht meinen Kaffee kaufen werden. Dann verzichte ich lieber oder laufe zur nächsten Möglichkeit.

Und wo wir schon beim Thema Kaffee sind…

5. Kaffeepads

Ich besitze eine Senseomaschine, welche mit Kaffeepads funktioniert. Diese sind zwar nicht so schlimm, wie die Plastikkapseln, die man für manch andere Maschinen benötigt, aber auf Grund meines Kaffeekonsums, habe ich pro Woche 1-2 Packungen benötigt. Ich könnte mir jetzt natürlich eine normale Kaffeemaschine kaufen oder auf eine Frenchpress umstiegen (die ich übrigens im Büro nutze), aber ich nutze, was ich besitze. Zwischenzeitlich hatte ich Plastikfilter, in die man normales Kaffeepulver rein machen konnte. Doch leider sind diese recht schnell kaputt gegangen. Ich habe mir jetzt einen sogenannten Coffee Duck geleistet (10,- €) und kann jetzt normales Kaffeepulver nutzen, was deutlich länger hält und bei der Entsorgung besser ist. Außerdem reduziere ich meinen Plastikmüll, da weniger Verpackung.

6. Organisationsbehältnisse/- Helfer

Jeder, der versucht zuhause bei sich Ordnung zu halten, hat Organisationshelfer oder -behältnisse zu Hause. Überall sind sie zu bekommen, selbst im Supermarkt. Dadurch, dass ich weniger besitze, benötige ich natürlich auch weniger dieser Behältnisse und Helfer. Selbst von denen, die ich besessen habe, bin ich viele los geworden. Meist sind diese Behältnisse aus Plastik und daher schlecht für unsere Umwelt. Außerdem werden sie oft nicht lange genutzt, da immer größere Behältnisse genötigt werden oder wir wieder mal etwas gesehen haben, was dann doch besser in unsere Wohnung passt.

Wenn ich mal etwas in dieser Hinsicht brauchen sollte, weil ich etwas umräume oder neu organisiere, dann schaue ich zuerst, was ich zuhause habe, dass ich nutzen kann, sei es alte Kaugummiboxen, Verpackungen von Elektrogeräten oder Schuhkartons. Wenn euch aber die Schuhkartons, so wie sie sind, nicht gefallen bzw. nicht hübsch genug sind, dann könnt ihr sie euch verschönern, in dem ihr sie z. B. mit Geschenkpapier oder Stoff verziert.

7. Fast Fashion Mode

In meinem Post zum Thema nachhaltige Mode, hatte ich bereits erwähnt, dass meine Kleiderschrank zum Großteil nur aus Stücken der Fast Fashion Industrie besteht. Ich habe jetzt seit über einem Jahr keine Kleidungsstücke mehr gekauft und muss sagen, dass ich es auch nicht vermisst habe. Doch der Zeitpunkt wird kommen, da irgendwas kaputt geht, was ersetzt werden muss. Doch dann werde ich nicht mehr zu den bekannten Fast Fashion Unternehmen laufen und meine Kleidung dort kaufen. Ich möchte diese Unternehmen nicht mehr unterstützen. Auch bin ich nicht stolz darauf „Made in Bangladesh“ oder „Made in Cambodia“ zu trage. Ich will die Arbeit- und Produktionsbedingungen nicht weiter unterstützen, unter denen so viel Menschen dort arbeiten und leiden müssen. Auch die Verwendung der Rohstoffe finde ich teils bedenklich.

Ich werde ab sofort versuchen nur noch Kleidungsstücke von Marken zu kaufen, die nachhaltig produzieren, am besten in Deutschland oder Europa.

8. Einwegprodukte (feuchte Allzwecktücher etc.)

Einwegprodukte, Feuchte Tücher

Kennt ihr diese Allzweckreinigungstücher, die man in der Drogerie kaufen kann oder diese Desinfektionstücher? Ich kann mich noch erinnern, dass ich das erste Mal Allzweckreinigungstücher 2006 gekauft habe. Gerade fürs feuchte Staubwischen oder um die Toilette zu reinigen, fand ich diese perfekt. Danach konnte ich sie direkt in den Müll werfen und war den Schmutz so direkt los. Ihr versteht was ich meine, oder? Im Laufe der Zeit stieg mein Konsum dieser Einwegprodukte ziemlich in die Höhe. Meine letzten feuchten Türe in dieser Hinsicht habe ich mir vor knapp drei Monaten gekauft (Desinfektionstücher), da ich dachte, dass ich dies vielleicht bei meiner Reise durch Thailand brauchen könnte. Egal ob mal schnell über den Tisch im Flugzeug zu wischen oder um sich die Hände abzuwischen, nachdem ich einen Tag durch Bangkok gewandert bin und hier und da mal was angefasst habe. EHRLICH? Ich habe genau eines dieser Tücher genutzt und das war, um einen Tisch im Flugzeug sauber zu machen. Was man doch meint, alles zu brauchen…. Ich besitze jetzt zwar noch 6 Packungen feuchte Tücher (habe damals 2x 4er Packs gekauft, nachdem ich mal eine Reifenpanne hatte und nichts zum Hände abwischen), aber diese werden über die Zeit aufgebraucht. Ich habe eine Packung im Auto und eine immer in der Handtasche (für Notfälle). Wenn die restlichen Packungen leer sind, dann wird es auch dass nicht mehr geben, denn gut sind sie für die Umwelt nicht und den Müll, den wir dabei produzieren….

Staub wische ich nun mit einem nassen Spüllappen. Für die Toilette gilt das gleiche und danach kommen sie jedes Mal in die Kochwäsche und können so weiter genutzt werden.

9. Mülltüten

Ich habe zwar noch einige hier, aber die habe ich mir vor ca. 6 Monaten zuletzt gekauft. Ich werde diese natürlich aufbrauchen und nicht einfach weg werfen, denn damit ist auch niemandem geholfen. Mir ist bewusst geworden, dass man bei richtiger Mülltrennung keine oder sagen wir kaum Mülltüten benötigt.

Für den Kompostmüll nutze ich zum Auslegen alte Zeitungen. Wenn ich mal keine greifbar habe, dann tut es auch Küchenrolle.

Wenn ich dann die Mülleimer dann ausgeleert habe, spüle ich sie einfachheißem Wasser aus.

Ich habe festgestellt, dass ich auf diese Art und Weise dann ich denn Müll viel öfters rausbringe und nicht warte, bis die Tüte bis oben hin voll ist.

Es gibt auch hier noch die  Möglichkeit die Verpackungen von Klopapier und Küchenrolle als Mülltüten zu nutzen.

So und abschließend kaufe ich auch keine

10. Trendartikel

mehr. Das beinhaltet sowohl Modetrends, aber auch sonstigen Schnickschnack. Was ich damit meine? Naja nehmen wir beispielhaft Weihnachtsschmuck und -dekoration (auch wenn ich das nicht besitze). Dieses Jahr ist vielleicht die Farbe Gold im Trend und nächstes Jahr dann auf einmal silber. Viele von uns kaufen dann eine Komplettausstattung in dieser Farbe, um sich im nächsten Jahr das Programm dann für die neue Farbe anzuschaffen.

Ihr könnt euch das Gleiche für Modetrends wie XXL- Schals oder bestimmte Hosen denken.

Meist sind diese Trends schneller wieder aus der Mode, als wir schauen können. Trends sind meist so kurzlebig. Um kaum hat man sie, nutzt man sie nicht mehr und sie liegen irgendwie in der Wohnung herum. Ich bin aus diesem Hamsterrad ausgestiegen. Ich kaufe nur noch das, was ich wirklich benötige bzw. brauche. Vor jedem Kauf stelle ich mir die Frage: Brauche ich das wirklich?

Ist es etwas, dass ich nicht nur kaufe, weil ich es (unter)bewusst wahrgenommen habe und weil jeder es trägt? Ich sage nicht, dass ich nicht ab und an, wenn ich durch die Stadt wandere auch vor so einem Artikel stehenbleibe und mir denke, wie schön er doch ist und dass er perfekt hier oder dort hinpassen würde. Sobald ich mir aber die o.g. Frage stelle, weiß ich, dass ich ihn nicht brauche. Ich erfreue mich dann an dem Anblick im Laden, gehe aber weiter, ohne ihn gekauft zu haben.

Welche Dinge sind es bei euch, von denen ihr Abstand genommen habt und welche ihr nicht mehr kauft?

Weiterlesen