Das große Glück der kleinen Dinge

Wir alle streben nach Glück. Wir streben auch nach größeren Wohnungen, nach mehr Vermögen, Ruhm. Oft merken wir nicht, dass uns dieses Streben nach mehr nicht oder zumindest nur kurzfristig glücklich macht. Wir vergessen, wie glücklich uns die kleinen Dinge des Lebens machen können. Oft liegt dies daran, dass wir dieses Gefühl von Glück gar nicht mehr wahrnehmen, da wir so fokussiert auf die großen Dinge des Lebens sind.

Das große Glück der kleinen Dinge

Teure (und große) Gegenstände erscheinen nach dem Schriftsteller Alain de Botton, oft als passende Lösung für unerkannte Bedürfnisse. Sie symbolisieren auf materieller Ebenen, was wir auf seelischer Ebene brauchen würden. Das bedeutet auch, dass wir Ordnung in unserer Seele schaffen und verstehen müssen, was wir gerade innerlich brauchen.

Dauerhaftes Glück

Viele von uns wünschen sich dauerhaft glücklich zu sein. Doch das ist nicht möglich. Erst durch Tiefschläge erkennen wir, was Glück bedeutet. Vielleicht sollten wir daher zu Beginn erst mal definieren, was Glück genau ist. Laut dem Duden ist es

„etwas, was Ergebnis des Zusammentreffens besonders günstiger Umstände ist; besonders günstiger Zufall, günstige Fügung des Schicksals.“

Für mich ist Glück eine positive Emotion, daher auch der Begriff glücklich sein. Glück und glücklich sein, hat für mich nichts mit dem Außen zu tun, sondern es ist etwas in mir drin. Äußere Einflüsse können dazu führen, dass ich dieses Gefühl in mir spüre. 

Hätten wir nicht auch mal Zeiten, in denen wir unzufrieden sind, in denen nicht alles so läuft, wie wir es uns vorstellen, dann wüssten wir nicht, wie es sich anfühlt, glücklich zu sein. Es muss nicht immer etwas Großes sein, dass uns dieses Gefühl bringt, dass uns glücklich macht.

Warum wir nach mehr streben

Warum streben wir eigentlich immer nach mehr? Warum reicht es nicht zu sein und zu genießen? 

Walt Whitman, ein amerikanischer Dichter sagte mal: „Ich habe gelernt, dass es mir genügt, bei denen zu sein, die ich liebe.“

Der amerikanische Psychologe Abraham Maslow hat vor langer Zeit die sogenannte Bedürfnispyramide erstellt. Die Pyramide ist in 5 Stufen unterteilt. Ganz unten, also die Basis unserer Bedürfnisse sind die psychologischer Bedürfnisse, wie z.B. Schlaf und Essen. Wenn diese Bedürfnisse erfüllt sind, streben wir nach Sicherheit also z.B. Arbeit und Einkommen. Erst danach kommen die sozialen Bedürfnisse, die Individualbedürfnisse und abschließend die Selbstverwirklichung.

Daraus ist zu erkennen, dass wir erst nach Einkommen streben, bevor wir die individuellen Bedürfnissen erfüllen. Das erklärt auch, warum für viele Geld Freiheit bedeutet. Erst mit Einkommen fühlen wir uns sicher, wir können Rücklagen bilden und uns somit absichern. (Viel) Geld zu verdienen bzw. zu besitzen, bringt oft sich Anerkennung mit sich, ebenfalls eines unserer Bedürfnisse. Die ersten drei Bedürfnisse werden ich „Defizitbedürfnisse“ genannt, während die Individualbedürfnisse und die Selbstverwirklichung Wachstumsbedürfnisse genannt werden.

Die kleinen Dinge

Können wir auch glücklich sein, wenn wir noch dabei sind die Defizitbedürfnisse zu erfüllen? ich sage JA. Wie ich oben schon geschrieben habe, kommt Glück aus uns heraus. Es gibt viele, die nicht die Millionen auf dem Konto haben und unter (für uns) widrigen Verhältnissen leben und trotzdem glücklich sind. Wir müssen wieder lernen die kleinen Dinge zu schätzen. Die Momente, in denen wir uns gut fühlen, in denen wir lachen, in denen wir mit unseren Liebsten zusammen sind. 

Mich erfreut es zum Beispiel auch, wenn ich irgendwo sitze und Menschen beobachte. Ich schaue mir an, ob sie lächeln, ob Pärchen Händchen halten, sich küssen oder einfach nur wie viel Spaß Kinder dabei haben, das Leben und ihre Umwelt zu erkunden. Auch Musik macht mich glücklich. Ich habe sogar eine Gute Laune/ Glücklich sein Playlist. Wenn ich diese Lieder höre, ist die Welt wieder gut, ich fühle mich glücklich und erfüllt. Ja schon so kleine Dinge machen mich glücklich.

Weitere Inspirationen für dein Glück

Wenn du noch mehr über die kleinen Dinge im Leben lesen möchtest ,dann kann ich dir den Blog justlittlethings.net empfehlen. Dort findest du auf jeden Fall Inspiration für die kleinen und schönen Momente im Leben. 

Ich kann dir weiterhin auch den Ted Talk „Less stuff, more happiness“ empfehlen. Ja, auch gerade als MinimalistIn mit wenigen Sachen kannst du glücklich sein. Vielleicht bist du gerade deswegen glücklicher.

Abschließend würde ich gerne von dir wissen, wie du Glück definierst und was die kleinen Dinge im Leben sind, die dich glücklich machen.

Liebe Grüße

Esther

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