Kho Phangan- Eine Hütte im Nirgendwo

Ich brauche kein Full Moon Party, Black Moon Party oder wie sie alle heißen. Ich will die Städte und Länder kennenlernen, die ich besuche. Ich möchte die Menschen kennenlernen, die dort leben und interessiere mich dafür, wie sie dort leben.

Daher entschied ich mich einen Tagesausflug nach Kho Phangan zu unternehmen.

Natürlich wurden dort auch einige touristische Plätze angefahren, wie z.B. der Mae Haad Beach, der durch eine Sandbank mit der vorgelagerten Insel Kho Ma verbunden ist:

Mae Haag Beach

 

 

 

 

 

 

 

 

Oder auch einer der Wasserfälle, einen Aussichtspunkt oder eine Elefantenfarm:

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Was mich persönlich jedoch am meisten faszinierte, war das Zuhause unseres thailändischen Fahrers. Ich war natürlich nicht in der Hütte selbst, aber wir hatten die Möglichkeit uns auf dem Grundstück umzusehen und Fragen zu stellen

Der Fahrer präsentierte uns voller Stolz, wie er mit seiner Frau, seinem Bruder und seiner Schwägerin lebt. Alles ist dort einfach gehalten und die Familie besitzt nur das, was sie wirklich braucht.

Das Leben spielt sich hauptsächlich rund um die Hütte herum ab. Hier wird gekocht, abgespült und zusammen gesessen. Es gibt ein paar Hühner und rund herum genug Bäume, wie u. a. Kokosnüsse, Durians, Mangosteen, Rambutan und Ananas, von denen man sich ernähren kann.

Ananasbäumchen
Ananasbäumchen

Ausrangierte Bürosessel wurden die Beine abmontiert und diese wurden weiterhin als Sitzgelegenheit genutzt. Das Geschirr wurde in einer Plastikschüssel mit der Hand abgespült und in der gleichen Schüssel wurde auch mit Hand die Wäsche gewaschen und zum Trocknen draußen aufgehängt. So etwas wie einen Trockner kennt man in Thailand nicht. Warum auch bei den Temperaturen?

Sind wir hier einfach zu bequem? Ich weiß es nicht, aber ich weiß, dass mich dieses einfache Leben fasziniert hat. Die Menschen dort sind (so wie es scheint) glücklich, so wie sie leben. Sie streben nicht nach den neusten Gadgets, den neuesten Autos, den super teuren Markenklamotten etc.

Für sie geht es darum zu überleben und sie akzeptieren und respektieren, dass was sie haben. Dabei mag der Buddhismus zu dieser Lebensweise beitragen.

Vielleicht haben sich die Menschen hier nicht freiwillig für das einfache Leben entschieden, vielleicht doch. Leider habe ich vergessen diese Frage zu stellen. Trotz allem lässt mich dieser Tag und der Besuch dieses Häuschens nicht mehr los. Kaum zurück in Deutschland hat es mich daher gepackt und mir sind so viele Dinge in die Hand gefallen, bei denen ich weiß, dass ich sie nicht mehr benötige und dass sie mich auch nicht mehr glücklich machen (wie Marie Kondo es bezeichnen würde). Diese Gegenstände bzw. dieser Ballast werden nun mein Leben verlassen und hoffentlich andere Menschen glücklich machen.

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