Einen Neuanfang wagen – die ersten Schritte auf dem Weg in ein faireinfachtes Leben

Kennst du das Gefühl, dass es Zeit ist einen Neuanfang zu starten? Vielleicht geht es dir wie mir, dass du das Gefühl hast, dass sich etwas in deinem Leben ändern soll, doch du weißt nicht was und wie du vorgehen kannst. Dann erkläre ich dir, wie ich in den letzten Monaten vorgegangen bin, um meinen Aufbruch bzw. Neuanfang zu starten, den ich mir diesen Monat auch als Intention gesetzt habe.

Es hat sich in den letzten Monaten einiges in meinem Leben geändert und ich habe gemerkt, dass ich in manchen Lebensbereichen nicht (mehr) zufrieden war. Ich musste mich wieder an einen neuen Tagesablauf gewöhnen, da ich wieder öfters vor Ort im Büro war. Das hat meine Routinen der letzten beiden Jahre dann doch etwas aus dem Konzept gebracht. Es war mein Wunsch wieder einiges in meinem Alltag zu verändern und zu faireinfachen.

Wie man einen Neuanfang startet

Warum ich von Faireinfachen spreche

Bevor ich dir gleich beschreibe, wie ich vorgegangen bin, möchte ich dir noch einmal erläutern, warum ich von “faireinfachen” spreche und nicht von “vereinfachen”. Es handelt sich hier bei um einen Zusammenschluss der beiden Wörter “Fair” und “vereinfachen”. Die Definition von fair ist die Folgende:

Definition Faireinfachen- fair

Der Grund, warum ich von faireinfachen spreche, liegt darin, dass, wenn wir etwas in unserem Leben ändern oder wenn wir unser Leben vereinfachen, dies oft Auswirkungen auf andere hat. Das kann unsere Familie sein, das können auch Kollegen sein. Es ist auch immer abhängig natürlich von dem Lebensbereich, in dem wir etwas ändern wollen.

Standortanalyse als Startpunkt für den Neuanfang

Ich bin der Meinung, dass man regelmäßig schauen sollte, wo man steht und wie zufrieden man mit der aktuellen Situation ist, um daraus dann Aktivitäten abzuleiten. Der Prozess hat bei mir bereits vor ein paar Monaten angefangen, als meine Monatsintention „Ordnung“ war. Damals wollte ich Ordnung in meine Gedanken bringen. Ich wollte meine Gewohnheiten überprüfen und mich meinen Glaubenssätzen stellen.

Am besten macht man das meiner Meinung nach mit einer Standortanalyse, bei der man sich mit ein paar Fragen auseinandersetzt, denn dann kann man am Besten sehen, wo es gerade zwickt und welche Lebensbereiche unsere Aufmerksamkeit benötigen.

Ich habe mir dazu das Lebensrad zur Hilfe genommen, welches du dir hier auch herunterladen kannst.

Ich habe mich damals bewusst entschieden eine leere Vorlage zu nehmen. Natürlich gibt es im Netz auch Vorlagen, die bereits die Lebensbereiche genannt haben. Im Netz findet man auch Lebensräder, die 8 bzw. 10 Bereiche enthalten. Ich habe eine leere Vorlage erstellt, da für mich, wie auch für dich andere Lebensbereiche wichtig sind bzw. eine Rolle spielen. In dem kostenlosen PDF, welches du hier herunter laden kannst, ist auch genau beschrieben, wie du beim Ausfüllen des Lebensrades genau vorgehst.

Für jeden der Lebensbereiche habe ich mich gefragt, wie zufrieden ich dort bin. Lebensbereiche können sein:

  • Familie
  • Persönliche Entwicklung
  • Geld & Finanzen
  • Freunde und Beziehungen
  • Gesundheit und Fitness…

Nehmen wir als Beispiel Gesundheit und Fitness. Hier könntest du dir für deine Einschätzung der Zufriedenheit folgende Fragen stellen:

  • Wie geht es deinem Körper?
  • Wie geht es deinem Geist?
  • Wie sind deine Essgewohnheiten?
  • Welche Informationen lasse ich in meinen Kopf hinein?

Bei den Bereichen, bei denen ich einen eher geringen Wert hatte (<8), habe ich dann überlegt, was mich genau dort stört bzw. was ich anders machen kann, um zufriedener zu sein und auch, um mir Dinge, Aktivitäten in diesem Bereich zu vereinfachen. Das habe ich mir dann auch gleich dort notiert.

Du kannst dir das vorstellen, wie einen Gang durch deine Wohnung, bei der du unordentlichen Ecken entdeckst.

Im nächsten Schritt habe ich mich gefragt, was ich Positives / Schönes in mein Leben holen möchte, wovon ich also mehr will. Dazu habe ich mir ebenfalls Strichpunkte gemacht.

Nimm dir dazu bewusst Zeit und Ruhe. Es erfordert nicht nur Nachdenken, sondern auch eine ordentliche Portion Ehrlichkeit mit sich selbst. Diese Zeit sollten wir uns in regelmäßigen Abständen nehmen, genauso wie wir uns Zeit für andere Dinge nehmen z.B. den Haushalt, den Friseurtermin.

Was mir z.B. bei der Standortanalyse bewusst geworden ist, ist, dass ich mir viel zu viele Ziele setze, die ich auf einmal erreichen möchte. Dadurch stresse ich mich selbst. Vor allem, wenn sich die Situation ändert, ist es Zeit sich zu überlegen, ob dies noch uns entspricht, ob alle Ziele auch noch die sind, die wir erreichen wollen. Es ist vollkommen in Ordnung, Ziele auch zu streichen, wenn sie nicht mehr unseren Werten oder unserem ich entsprechen oder eben aufgrund von Gegebenheiten keinen Platz (aktuell) haben. Es bedeutet ja nicht, dass wir diese gar nicht mehr verfolgen, nur eben jetzt.

Ein Braindump, um Ballast zu erkennen

Im nächsten Schritt habe ich dann einen Braindump gemacht, bedeutet, dass ich einfach mal alles notiert habe, was gerade in meinem Kopf gerade drin ist. Das waren Dinge, die ich erledigen wollte oder musste. Das kann z.B. das Reparieren eines Gegenstandes sein, Telefonate oder Renovierungen. Dann standen dort auch Aktivitäten, die ich machen möchte, wie z.B. mal das Restaurant x ausprobieren und auch Projekte, die ich gerne umsetzen möchte.

Es kamen dabei auch einfach irgendwelche Begriffe an die Oberfläche, mit denen ich nichts anfangen konnte, die ich aber einfach notiert habe, ohne eine Wertung.

Bei all den Dingen kann man auch von stiller Unordnung sprechen. Denn es sind Dinge, die wir nicht sehen, die in uns selbst jedoch eine Unordnung hinterlassen, da wir sie z.B. nicht erledigen und sie daher immer wieder als Erinnerung in uns aufkommen.

Ich habe mir auch die Dinge notiert, die ich aus meiner Standortanalyse heraus ändern wollte, sowie neue Gewohnheiten, die ich etablieren wollte. Insgesamt waren das damals bei mir in etwa vier DIN A5 Seiten. Ich muss dazu auch sagen, dass ich in regelmäßigen Abständen einen Braindump mache. Das hilft mir die Lage zu überblicken und wieder eine Struktur in mein Leben zu bekommen und Herrin der Lage zu werden.

Da der Braindump zu Beginn ein heilloses Durcheinander ist, habe ich im nächsten Schritt versucht diese Notizen zu sortieren und geschaut, welche Dinge thematisch zusammenpassen. Bei mir persönlich waren es die Überbegriffe: Haus, Estherloveslife und Privat. Ich habe mich gefragt, ob ich es noch weiter herunter brechen kann? Wenn ich ein Telefonat führen muss, weil ich z.B. einen Termin ausmachen will, gibt es noch weitere Dinge, die ich am Telefon regeln kann? Oft finden sich Aufgaben, die man so kombinieren und somit in einem Rutsch erledigen kann. Es gab auch Aktivitäten, die ich während des Sortierens des Braindumps sofort erledigt habe nach dem Motto: “Aus den Augen aus dem Sinn”. Auch die Aktivitäten, die meine Zufriedenheit in den einzelnen Bereichen einfach und schnell erhöht haben, bin ich zu Beginn angegangen.

Was haben das Lebensrad und der Braindump mit einem Neuanfang zu tun?

Das Lebensrad zeigt uns, wo wir gerade stehen und welche Lebensbereiche vielleicht doch etwas mehr Aufmerksamkeit benötigen. Das sind die Lebensbereiche, die in uns das Verlangen nach einem Neuanfang auslösen. Vielleicht siehst du, dass es viele Lebensbereiche bei dir gibt und fühlst dich überfordert. Wichtig ist zu schauen, was der nächste kleinste Schritt ist, den du machen kannst, um mehr Zufriedenheit in diesem Bereich zu erlangen. In kleinen, aber stetigen Schritten etwas zu ändern, führt meines Erachtens zu nachhaltigen Verbesserungen.

Viele der Dinge, die ich im Braindump notiert habe, sind für mich “Ballast” aus der Vergangenheit, den ich nicht mehr mit in die Zukunft nehmen möchte. Diese Aufgaben will ich erledigen und frei sein für ein neues, leichteres Leben. Und genau das habe ich in den letzten Wochen und Monaten gemacht und so die stille Unordnung in meinem Kopf in Ordnung und Leichtigkeit gewandelt. Ich muss sagen, dass sich das eindeutig anfühlt, wie ein Neuanfang. Ein Neuanfang mit mehr Ordnung und Struktur. Ein Aufbruch mit mehr Leichtigkeit, da ich einiges habe gehen lassen, wie z.B. Ziele, die ich gestrichen haben.

Ich sage nicht, dass die Reise damit zu Ende ist, sondern, dass sie für mich gerade erst beginnt. 

Es gibt abschießend noch ein paar Bücher, die mich in den letzten Monaten in diesem Prozess begleitet und unterstützt haben:

Lebe nach deinen eigenen Regeln*

Wie ich die Dinge geregelt kriege*

Die Heldinnenreise*:

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