Faireinfache dein Leben – 11 Gewohnheiten, die mir am meisten geholfen haben mein Leben zu vereinfachen

Wir wünschen uns alle ein einfacheres Leben. Ein Leben mit weniger Stress und mehr Ruhe. Ein Leben ohne schwere Entscheidungen, ohne schwierige Situationen. Wir können unser Leben in gewissem Maße vereinfachen, manche Dinge sind einfach und können einfach umgesetzt werden. Bei anderen gilt es Gewohnheiten zu etablieren, um beständig dran zu bleiben.

Schritte, um das Leben zu vereinfachen, sind es Wert sie zu gehen, auch wenn es nicht immer einfach ist, neue Gewohnheiten dafür in unser Leben zu integrieren. Dabei muss es, meiner Meinung nach, gar nicht schwer sein, mehr Einfachheit und Leichtigkeit in sein Leben zu holen. In dem heutigen Blogpost teile ich mit dir die Top Gewohnheiten, die ich in mein Leben etabliert habe und die die  größten positiven Auswirkungen hatten und haben.

11 Gewohnheiten, um dein Leben zu vereinfachen

Sage öfters nein

Vielen von uns fällt es schwer “Nein” zu sagen. Nein zu Verabredungen, zu zusätzlichen Aufgaben usw. Wir haben vielleicht  Angst andere zu verletzen und vergessen dabei oft uns selbst. Wenn eine Anfrage für dich nicht mit einem klaren Ja zu beantworten ist, weil du Lust darauf hast und du es wirklich machen möchtest, dann ist es ein Nein. Stell dir vor du willst oder musst dir ein neues Kleidungstück kaufen. Dann gibst du doch auch kein Geld aus für ein Teil, welches dir nicht gefällt (ein “nein”) oder bei welchem du dir nicht sicher bist, ob du dich darin wohl fühlen wirst ( “vielleicht”). Du wirst dir ein Teil kaufen, in dem du dich wohlfühlst, welches ein klares Ja deinerseits hat.

Nein zu sagen, bedeutet eine bewusste Entscheidung zu treffen für Dich und die Dinge, die dir wichtig sind im Leben. Sei also kein “people pleaser” und versuche es nicht allen recht zu machen. Mache es nur dir recht!.

Sei proaktiv und plane Zeit für dich ein jeden Tag

Wir sind die meiste Zeit immer für andere da und stellen uns hinten an. Was mir vor fünf Jahren nun bereits geholfen hat, ist es mir jeden Tag Zeit für mich zu nehmen. Bei mir geschieht dies im Rahmen meiner Morgenroutine. Diesen Termin mit mir selbst, nehme ich ernst, genauso erst, wie die Termine, die ich mit anderen ausmache. 

Wenn wir uns Zeit für uns nehmen, für unsere Bedürfnisse, für unseren Körper und unseren Geist, dann sind wir stressresistenter. Wir lernen uns besser kennen, können Kraft tanken. Es ist vollkommen egal, was es ist, dass du tust, es sollte aber nur für dich sein. Sei es, dich zurückzuziehen und irgendwo entspannt etwas lesen oder für dich eine Runde Sport machen. Es kann auch sein, dass du die Zeit zum Meditieren oder für ein kreatives Hobby nutzt.

Habe einen Essens Plan

Stell dir die folgende Situation vor: Du hattest einen langen und stressigen Arbeitstag im Büro, auf dem Nachhauseweg standest du auch noch im Stau. Du bist endlich zuhause und es geht um das Abendessen. Du hattest keine Zeit dir über einen Essensplan Gedanken zu machen und nun stehst du vor dem Kühlschrank und überlegst, was du essen/ kochen könntest. Irgendwie lacht dich nichts an und du hast auch keine Ahnung, was du kochen sollst. Naja, du hast ja die Nummer deines Lieblings- Pizzalieferanten im Smartphone gespeichert.. du rufst an und bestellt.

So in der Art ging es mir früher öfters. Ich hatte keine Essensplanung und habe mich jeden Abend aufs Neue gefragt, was ich denn kochen könnte. Da kam nicht selten etwas Ungesundes bei heraus. Seitdem ich unser Essen plane und vor allem Reste- Tage einplane, hat sich mein Stresslevel deutlich gesenkt. Wir machen uns einmal in der Woche in Ruhe Gedanken, was es in der Folgewoche zu Essen geben soll, prüfen dies mit dem Terminkalender ab und schreiben einen entsprechenden Einkaufszettel (falls etwas nicht zuhause ist).

Essensplanung für ein einfacheres und stressfreies Leben

Unplug und Disconnect

Wie viel Zeit verbringst du eigentlich am Tag am PC und Smartphone? Nutzt du auch jede Wartezeit, um mal die Neuigkeiten auf Social Media zu checken? Also ich habe für mich festgestellt, dass vor allem die Zeit am Smartphone und das Scrollen mich und meine Augen stresst. Daher versuche ich so oft und so lange es geht mein Smartphone nicht zu nutzen und mich nach der Arbeit am PC, mich nicht noch ewig mit weiteren Bildschirmen zu beschäftigen.

Dadurch fühle ich mich weniger gestresst und kann Aufgaben viel fokussierter und konzentrierter abarbeiten. Ausserdem habe ich dadurch gelernt mehr im Moment zu sein und den Moment zu genießen. Daher kann ich dir nur den Tipp geben, dein Smartphone auszustellen oder zumindest lautlos ganz weit weg zu legen und auch sonst so wenig Zeit wie möglich vor einem Bildschirm zu verbringen. Das Leben passiert und zieht an uns vorbei, während wir auf unseren Bildschirmen gefangen sind.

Gehe gut mit den Sachen um, die du besitzt

Hier bin ich das beste Beispiel dafür, dass es unser Leben einfacher macht, wenn wir Sachen gut behandeln. Es ist noch gar nicht so lange her, als ich mich z.B. nicht an die Waschanleitung auf einem Mantel gehalten habe und diesen so kaputt gemacht habe. Wenn wir die Dinge, die wir besitzen, gut behandeln und pflegen, dann müssen wir diese weniger oft ersetzen. Das spart nicht nur Zeit und Geld. Wir können unsere Energie stattdessen für schöne Momente nutzen.

Plane deine Tage und Aufgaben besser

Oh nein, nicht schon wieder so ein Produktivitäts-Blödsinn magst du jetzt vielleicht denken, doch damit hat es für mich persönlich im ersten Schritt nichts zu tun. Was ich mit dem Punkt meine, ist, dass wir einmal alles, was in unserem Kopf herum schwirrt in eine Liste bringen. Alle Ideen, Aufgaben, Termine… Das wichtigste im ersten Schritt ist, dass alles aus deinem Kopf draußen ist und du dich nicht immer wieder daran erinnern musst, dass du dieses oder jenes noch zu erledigen hast oder nicht vergessen darfst. Dadurch nimmst du dir und deinem Kopf schon mal eine Menge Arbeit ab. Glaub mir, es beruhigt ungemein einfach mal alles aufzuschreiben.

Der nächste Schritt ist dann zu schauen, wann du wo, welche Aufgaben zum Bsp. erledigen kannst. Wann hast du dafür Zeit und auch die Energie? Es bringt nichts, sich nach einem langen Arbeitstag noch an eine ewig lange To Do Liste zuhause zu setzen und zu versuchen diese abzuarbeiten. Oft haben wir da gar keine Energie mehr. Ich kann dir hier das Buch “Wie ich die Dinge geregelt kriege” von David Allen nur wärmstens empfehlen.

Ausmisten

Wie soll es auch anders sein… Was mir in den letzten sechs Jahren geholfen hat mein Leben zu vereinfachen und das weißt du ja bereits, ist es, auszumisten und sich von physischem und psychischem Ballast zu trennen. Ich kann kaum in Worte fassen, wie gut es sich anfühlt diesen Ballast los zu werden, wie frei und leichter du dich dann fühlst. Durch weniger Ballast kommt eine äußere und innere Ruhe in unser Leben. Wir haben mehr Zeit, denn wir müssen uns nicht mehr um Dinge kümmern, die wir sowieso nicht mögen und/oder nutzen.

Ausmisten für ein einfaches Leben

Erledige Sachen, die weniger als 2 Minuten dauern sofort

Das ist auch ein Tipp aus dem Buch von David Allen. Mache alle Aufgaben, die weniger als zwei Minuten erfordern, sofort. Sei es Besteck oder Geschirr direkt in die Spülmaschine zu stellen, statt erst einmal auf die Arbeitsfläche. Oder wenn du deinen Briefkasten öffnest, wirf die Werbung sofort in den Müll, statt sie mit der normalen Post ins Haus zu bringen und dich “später” drum zu kümmern. Es kann aber auch sein, dass du dir einfach nur eine kurze Notiz zu etwas machen willst oder kurz auf einem Nachricht antwortest. Prokrastiniere diese Aufgaben nicht auf später, denn meist gesellen sich zu einer solchen “kleinen” Aufgaben och ganz viele andere dazu. Mach es also gleich, bevor sich die Arbeit irgendwann türmt.

Hör auch so viel nachzudenken und tue es einfach

Viele von uns sind zu lange in Ihrem Kopf und Ihren Gedanken. Ich gebe zu, dass ich da auch dazugehört habe und von Zeit zu Zeit mir das auch mal wieder passiert. Ich habe früher viel zu viel nachgedacht und sogar manche Dinge zerdacht, wenn du verstehst, was sich meine. Dadurch bauschen wir die Dinge nur auf und machen sie größer und komplexer, als sie sind.

Ich habe mittlerweile eine Notiz auf meinem Schreibtisch kleben: „Nicht so viel denken, sondern tun!“

Das hilft mir mich daran zu erinnern, in Aktion zu treten und einfach den nächsten kleinsten Schritt zu gehen. Die Lösung zeigt sich auf dem Weg bzw. der Weg zeigt sich uns, wenn wir aktiv sind. Da betrifft übrigens auch das Thema Planung.

Automatisiere deine Zahlungen und Sparraten

Ich gehe davon aus, dass du die Zahlung von Rechnungen und die Überweisung von Sparraten auf andere Konten bereits durch Daueraufträge automatisiert hast. Wenn nicht, dann tue es jetzt, dann das nimmt dir eine Menge Arbeit ab und du musst dich nicht daran erinnern, dass du dies noch erledigen musst. Ich empfehle dir außerdem deine Sparraten zu Beginn des Monats oder kurz nach Gehaltseingang zu transferieren. Am Ende des Monats bleibt nämlich in den seltensten Fällen was übrig, so zumindest meine Erfahrung aus früheren Zeiten.

Sei du selbst und höre nicht auf das was andere die "vorgeben"

Sei du selbst

Mein letzter Tipp und eine Gewohnheit, an die sich vielleicht einige erst gewöhnen müssen.

Oft hören wir, wie wir sein sollten, was wir tun sollten, was wir erreichen sollten usw. . Vielleicht versuchen wir diesen Ansprüchen von außen gerecht zu werden, sei es bewusst oder unbewusst. Das führt dann zu Stress, vor allem, wenn es nicht unseren Werten und Bedürfnissen entspricht.

Ich musste erst lernen, dass es egal ist, was andere darüber was ich tue, welche Kleidung ich trage, welchen Job ich habe oder welche Karriereideen ich habe oder nicht habe. Sei hier kein “people pleaser”, wie man es im englischen sagt und versuche nicht den Ansprüchen der anderen zu entsprechen. Bleib bei dir, deine Bedürfnissen, Wünschen und Zielen. Das wird dir sehr viel Stress nehmen und du wirst merken, wie du in dir ruhst.

Falls du noch mehr Tipps brauchst oder möchtest, wie du dein Leben vereinfachen kannst, dann schau mal hier vorbei, da habe ich alle meine Blogposts zu diesem Thema aufgelistet.

Abschließend interessiert mich, welche der oben genannten Gewohnheiten du bereits in dein Leben implementiert hast und was du gerne vielleicht mal ausprobieren würdest.

Ein Gedanke zu „Faireinfache dein Leben – 11 Gewohnheiten, die mir am meisten geholfen haben mein Leben zu vereinfachen

  1. Hallo Esther,
    deine Punkte befolge ich für mich auch schon weitestgehend. Nur der Essensplan passt für mich nicht. Dafür haben wir (halbwegs) gesunde “All-Time-Favorites” die schnell und einfach zuzubereiten sind und keine Spezialzutaten brauchen.
    Und das klingt jetzt vielleicht ein bisschen bekloppt oder esoterisch aber Lächeln ist für mich noch etwas, was das Leben ungemein erleichtert. Das ist hochansteckend und in vielen Situationen hilfreicher als die Ellenbogen auszufahren.
    LG
    Vanessa

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