FAIReinfache deinen Alltag- 10 Tipps für ein stressfreieres Leben

Letztes Jahr hatte ich dir bereits 30 Tipps gegeben, wie du dein Leben faireinfachen kannst. Hier findest du die ersten 15 Tipps und hier die zweiten 15 Tipps. Dort kannst du auch gerne nochmal nachlesen, warum ich „faireinfachen“ schreibe und nicht „vereinfachen“. Heute möchte ich dir 10 Tipps an die Hand geben, wie du deinen Alltag faireinfachen kannst.

Bevor wir mit den Tipps starten, lass mich dir zu Beginn noch einmal die Bedeutung des Wortes Fair definieren.

„den Regeln des Zusammenlebens entsprechend;

anständig, gerecht im Verhalten gegenüber anderen.“

Wenn du dein Leben und heute im Speziellen deinen Alltag faireinfachen willst, dann solltest du dabei nicht nur an dich denken, sondern auch an deine Mitmenschen, deine Liebsten. Wenn du in einer Beziehung lebst, dann gibt es neben dem DU und dem ICH, auch noch das WIR. Manche meiner Tipps beziehen sich auch auf andere Menschen. Auch wenn wir Dinge in unserem Leben und im Alltag faireinfachen, die andere Menschen mit einbeziehen, so sollten wir nie vergessen, respektvoll miteinander umzugehen und andere nicht zu überrumpeln, sondern ihnen unser Handeln zu erklären und diese auch mit einzubeziehen.

Vorteile eines faireinfachten Lebens

Das Leben und den Alltag zu faireinfachen, bringt einige Vorteile mit sich. Diese sind u.a.:

  • weniger Stress
  • Vertrauen gewinnen
  • besseres Wohlbefinden
  • bessere Gesundheit
  • mehr Zeit

Dadurch, dass wir Dinge faireinfachen, haben wir weniger Stress, was auch zu einer besseren Gesundheit und einem besseren Wohlbefinden führt bzw. führen kann. Wir lernen Aktivitäten auch mit wenigen Dingen umzusetzen und gewinnen so wieder Vertrauen in uns und unsere Fähigkeiten.

10 Tipps, um deinen Alltags zu faireinfachen

Faireinfache deinen Alltag_Zitat von Mark Aurel

Der erste Tipp von mir, um dir deinen Alltag zu faireinfachen ist

Back to Basics -Arbeiten, was du bereits hast besitzt

Wir haben oft alles, was wir benötigen, bereits zu Hause. Doch dann sehen oder hören wir z.B. von einem Gericht, was wir unbedingt mal ausprobieren müssen, weil das gerade so angesagt ist. Doch dazu fehlen uns einige Zutaten, die wir erst besorgen müssten. Da diese natürlich was ganz besonderes sind, dauert es Stunden und tage, bis wir endlich einen Supermarkt gefunden haben, der diese Zutat hat.

Zum einen muss es nicht immer das fancy Essen sein, auch wenn ich z.B. gerne immer mal wieder was neues ausprobiere. Doch ich kaufe mir deswegen keine neuen Gewürze. Ich nutze das, was ich bereits habe. Das gleiche gilt für Projekte, die du angehen möchtest. Versuche das zu nutzen, was du bereits besitzt bzw. in dir ist, bevor du dir denn Stress machst und viel Zeit investierst, um ich vermeidlich besseren bzw. anderen Dingen zu suchen.

Ausmisten/ Reduzieren/ Minimalistisch leben

Der deutsche Bundesbürger besitzt durchschnittlich 10.000 Dinge. Oft sind dies Dinge, die sie nicht erfreuen oder die sie gar nicht brauchen bzw. nutzen. Zusätzlich dazu kauft ein Deutscher ca. 60 Kleidungsstücke im Jahr. 

Damit du im Alltag weniger Zeit mit sortieren, pflegen, reparieren, aufräumen etc. verbringst, macht es Sinn, sich von den Dingen zu trennen, die du nicht brauchst, die du nicht nutzt. Vieles von dem, was dich heute umgibst, benötigst du nicht. Die Dinge sind oft halt einfach da. Um deine Alltag zu vereinfachen, mehr Zeit für dich und die wichtigen Dinge im Leben zu haben und weniger Stress, empfehle ich dir all deine Dinge einmal durch zugehen und zu schauen, was du wirklich nutzt und auch brauchst. Alles andere kannst du los lassen und an andere weiterzugeben, die einen Nutzen aus diesem Gegenstand ziehen. Zusätzlich dazu hilft das Los lassen auch, dich eventuell von eine schlechten Gewissen zu befreien oder Emotionen gehen zu lassen in Bezug auf andere Menschen oder bestimmte Erlebnisse. Loszulassen bedeutet etwas anzunehmen. Ja zu sagen, zu dem, was in dir ist.

Ordnung oder „Alles hat seinen Platz“

Wenn du Ordnung hälst und alles an seinem Platz ist, musst du dir weniger Gedanken machen, wo du etwas hingelegt haben könntest und verbringst somit weniger Zeit mit Suchen. Das gilt nicht nur für zuhause, sondern auch für deinen Job. Dadurch, dass du weißt, musst du nicht verzweifelt nach etwas suchen, was natürlich zu einem höheren Stresslevel führen würde.

Tidy as you go

Einige lassen einfach alles stehen und liegen, wo es Ihnen gerade passt. Wenn es dann an den Wohnungsputz geht, müssen sie erst alles wieder an den eigentlichen Platz räumen, bevor sie mit dem Putzen anfangen können. Mein Tipp ist daher der folgende:

Wenn du von einem Zimmer in ein anderes gehst und auf dem Weg dorthin etwas, siehst, was nicht dorthin gehört, wo es sich gerade befindet, dann räume es gleich auf dem Weg an seinen richtigen Platz. Wenn du z.B. Post bekommst, die nur abgelegt werden muss, dann tue es gleich und warte nicht, bis der Papierstapel vielleicht nach einem Monat riesig ist. Mit er Zeit geschieht das Aufräumen auf dem Weg ganz neben bei, ohne, dass du groß darüber nachdenken musst und das spart dir dann bei wöchentlichen Putzen auch gleich die Zeit, denn du musst dann nicht erst alles an seinen Platz bringen, bevor du mit dem Putzen los legen kannst.

Jeder hilft zuhause mit

„Wenn du willst, dass etwas getan wird, dann tue es selbst.“ Dieses Spruch haben einige von uns bereits verinnerlicht. Doch, um dir deinen Alltag zu faireinfachen, gebe ich dir den Tipp Aufgaben im Haushalt abzugeben. Dabei musst du eventuell lernen, deinen Perfektionismus abzulegen, denn andere werden es nie genauso machen wie du bzw. 100%ig so, wie du es haben möchtest. Ich weiß, dass das schwer ist, denn das habe ich auch schon durchgemacht. Das Wichtige daran ist doch aber, dass nicht alle Arbeit auf dir lastet, wenn es in deinem Haushalt mehr als nur dich gibt. es sollte selbstverständlich sein, dass jeder im Haushalt mithilft und ich glaube das ist es mittlerweile auch schon. Auch Kinder können hier schon mithelfen. Ich kann mich erinnern, dass ich als Kind bereits im Haushalt geholfen habe und z.B. nach dem Abendessen fürs Spülen bzw. Abtrocknen zuständig war. Trau dich andere in den Haushalt einzubinden.

Abends keine Bildschirmzeit

Wir hängen tagsüber alle oft und lange vor einem Bildschirm. Falls du einen Bürojob hast, dann weißt du, was ich meine.  Aber auch zuhause und unterwegs kleben wir an Bildschirmen. Sei es am PC, dem Smartphone oder dem Fernseher. Auf den Bildschirm auf der Arbeit zu verzichten, ist eher weniger möglich, vor allem im digitalen Zeitalter. Den ganzen Tag auf einen Bildschirm zu schauen, strengt sowohl unsere Augen, als auch unser Gehirn an. Daher mein Tipp: Verzichte so oft es geht, vor allem Abends auf Bildschirme jeder Art. So können sich deine Augen und dein Gehirn etwas erholen. Dies wird auch zur Folge haben, dass du nachts besser schlafen kannst und vor allem auch einfacher einschlafen kannst.

Schlaf

Ein erholsamer Schlaf ist wichtig für unseren Körper und unseren Geist, um sich zu regenerieren und auch die Erlebnisse des vorhergehenden Tages zu verarbeiten. Wenn wir ausreichend Schlaf haben, dann lässt sich der Alltag einfacher meistern, so zumindest ist meine Erfahrung. Wir haben dann mehr Energie und fühlen uns auch besser. Sorge also für ausreichend erholsamen Schlaf, in dem du rechtzeitig ist Bett gehst und abends die Bildschirme auslässt. Bewegung kann dir auch helfen, dass du einen erholsameren Schlaf hast.

Die nächsten beiden Tipps haben mit dem Thema Planung zu tun.

Essensplanung + Meal Prep

Früher habe ich oft ohne Planung und Plan eingekauft. Ohne zu berücksichtigen, was an einem bestimmten Tag eventuell geplant ist, war ich öfters in der Woche im Supermarkt. Das ist nicht nur zeitaufwendig, sondern hat mich persönlich auch gestresst. Oft bin ich durch die Gänge geirrt, habe versucht irgendwas zu finden, was ich essen könnte.

Was mir geholfen hat den Bereich Nahrung zu vereinfachen, ist es einen Essenplan zu schreiben für ca. eine Woche. Dabei ist mir wichtig, dass ich mich nicht unbedingt an die Reihenfolge halten muss und die Flexibilität habe, auch mal zwei Tage zu tauschen. Wenn wir unseren Essensplan machen, dann schauen, was wir schon zuhause haben bzw. was aufgebraucht werden muss und was wir noch einkaufen müssen (ich sag nur: Hallo Einkaufszettel). Weiterhin ermöglicht dies auch essen im Voraus zu kochen, so dass an bestimmten Tagen die Mahlzeiten nur noch warm gemacht werden müssen. Auch planen wir mindestens einen Restetag ein, an dem wir die Überbleibsel der vorherigen Tage aufessen.

Setze dir ein Tagesziel

Ich weiß nicht wie es dir geht, doch ich habe mir in der Vergangenheit oft zu viele Aufgaben für einen Tag vorgenommen und war dann enttäuscht, wenn ich nicht alles geschafft habe. Zusätzlich kam auch noch dazu, dass ich statt der vorgenommenen Aufgaben, dann auch manchmal ganz andere Dinge gemacht habe…. Was ich auch noch unterschätzt habe, war, dass manche Aufgaben mehr Zeit in Anspruch nehmen, als ich eigentlich dafür eingeplant hatte.

Mittlerweile handhabe ich es so, dass ich mir pro Tag ein Tagesziel und 3 bis max. 5 Aufgaben vornehme. Das kann alles sein, von Wäsche waschen, bügeln, einen Blogpost schreiben oder das Badezimmer putzen. Ich arbeite mich lieber langsam und stetig voran und bin dadurch entspannter, als einen Tag mit mehr Arbeit vollzustopfend, als ich schaffen kann. Das reduziert mein Stresslevel ungemein und es macht mich glücklich, wenn ich Abends dann weiß, ich habe mein Tagesziel und die vorgenommenen Arbeiten erledigt.

Der letzte Tipp von mir und das ist einer, der mir sehr viel geholfen hat und der in unserer heutigen Zeit sehr wichtig geworden ist.

Nimm dir Zeit für dich

Wir stehen alle unter Strom, sind immer für andere da und vergessen dabei, oft uns selbst. Dabei ist es wichtig auch mal etwas nur für uns zu tun, egal, ob dies lesen ist, ein Spaziergang alleine, einfach mal nur auf dem Sofa gammeln oder einfach nur an die Decke oder aus dem Fenster zu schauen.

Wichtig ist, dass du die Zeit für dich nimmst und die Zeit nutzt, um vom Alltag abzuschalten und neue Kraft zu sammeln. Viele wissen oft nicht, was sie mit dieser Zeit anfangen sollen, weil sie vergessen oder verlernt haben, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Ich habe das Gefühl, dass wir dies in unserer Teenagerzeit bzw. als junge Erwachsene verlernt haben. Als Kinder wussten wir ganz gut uns mit uns selbst zu beschäftigen, z.B. in dem wir Barbie oder mit Lego gespielt haben. Das war etwas, was uns Spaß gemacht hat, bei dem wir die Zeit und alles um uns herum vergessen konnten. Heute nennen viele dies Langeweile und da sie nicht wissen, was sie machen sollen, lassen se sich von Bildschirmen berieseln. Doch das wiederum zieht auch Kraft und Energie und hilft oft nicht uns zu entspannen.

Fallen Dir noch weitere Tipps ein, wie der Alltag faireinfacht werden kann? Dann lass es mich gerne wissen.

Viele Grüße

Esther

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