Die Geschenksaison ist eröffnet- Minimalistische Gedanken zu Weihnachten

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Weihnachten steht vor der Tür und damit auch das Thema Geschenke. Doch wie gehe ich mit den Themen Weihnachten und Geschenke um? Feiere ich Weihnachten? Schenke ich bzw. bekomme ich auch Geschenke?

In vielen Minimalistenforen wird das Thema Geschenke zu Weihnachten und anderen Anlässen heiß diskutiert. Schenkt man sich gegenseitig etwas? Wenn ja, was ist es?

Ich habe oft gelesen, dass das Schenken, vor allem in der Familie, abgeschafft wurde. Bei manchen Christen wurden sogar die Festlichkeiten zu Weihnachten abgeschafft. Auch wenn ich nicht religiös bin, zelebriere ich das Fest der Liebe.

Bevor wir also auf das Thema Geschenke im Detail eingehen, möchte ich kurz etwas zum Thema Weihnachten sagen.

Geschenkesaison, minimalistische Gedanken zu Weihnachten

Weihnachten

Für mich ist die Weihnachtszeit, eine Zeit der Besinnung. Eine Zeit, in der ich zur Ruhe komme und die ich mit meiner Familie genieße. Das Jahr geht zu Ende und der Stress lässt (gerade beruflich) nach. Wir haben wieder Zeit zum Durchatmen. Dies liegt auch daran, dass wir oft in der kalten Jahreszeit nicht mehr andauern unterwegs sind und die Zeit in unseren kuschligen Wohnungen genießen. Ich mag diese Zeit.

Auch wenn ich das ganze Jahr über viel Zeit mit Familie und Freunden verbringe, so ist es doch gerade in der Vorweihnachtszeit noch intensiver. Auch auf der Arbeit nehme ich mir die Zeit, das Jahr mit meinen Kollegen zu reflektieren und vielleicht die Kaffee- oder Mittagspause ein klein wenig zu verlängern. Wie oft hat man denn auch die Möglichkeit, bei all dem Stress, sich in Ruhe mit Kollegen auszutauschen? Wir reflektieren das Jahr und sprechen darüber was wir uns für das nächste Jahr wünschen.

Für mich ist Weihnachten nicht die Zeit des Konsumterrors, der Hetze nach dem Suchen von Geschenken. Nein, die Weihnachtszeit ist für mich die Zeit der Familie, der Freunde und der Freude! Eben das Fest der Liebe.

Geschenke gehören für mich zu dieser Zeit dazu, genau wie zu Geburtstagen. Doch ich stresse mich nicht mehr auf der Suche nach dem „perfekten“ Geschenk. Was ich genau schenke, erzähle ich euch am Ende des Artikels.

Geschenke von anderen

Ich liebe Geschenke. Wer liebt sie nicht? Es muss und soll nichts Großes sein, sondern etwas, das von Herzen kommt. Oft sind es doch die kleinen Dinge im Leben, an denen wir uns erfreuen. Ich erfreue mich daran, wenn meine Kollegen mich wertschätzen oder wenn ein Kollege mir zur Aufmunterung oder als kleines Dankeschön mal zwischendurch eine kleine Packung Gummibärchen mitbringt. Ich schenke meinem Umfeld auch zwischendurch einfach mal etwas, ohne Grund, ohne irgendeinen Hintergedanken. Einfach nur, weil ich Ihnen etwas Gutes tun möchte, weil ich ihnen zeigen möchte, dass ich an sie gedacht habe.

Zu Weihnachten oder anderen Anlässen bekommt man aber oft nicht nur kleine Geschenke. Wie ich in einem meiner vorherigen Blogbartikel bereits erwähnt habe, versuchen sich die Menschen gerade mit Weihnachtsgeschenken gegenseitig zu überbieten. Wer hat das größere Geschenk bekommen, wer hat mehr  Geld ausgegeben etc.

Kleinkinder wünschen sich oft etwas ohne wirklich zu verstehen, was sie sich wünschen. Sie haben diese Dinge entweder bei Freunden oder im Fernsehen gesehen. Wenn wir älter werden, dann machen wir uns  darüber Gedanken, was mir brauchen könnten. Freunde und die Verwandtschaft fragen uns meistens, was wir brauchen könnten bzw. was wir uns wünschen. Für diese Fälle bin ich vorbereitet, denn ich schreibe vor meinem Geburtstag und Weihnachten einen

Wunschzettel

Ich schreibe für meine Familie auf, so wie es kleine Kinder tun, was ich mir wünsche. Jedoch mache ich mir nicht erst zu diesem Zeitpunkt Gedanken darüber. In meinem Bulletjournal befindet sich eine Wishlist, in der ich alles notiere, was ich brauche bzw. wünsche. Zu gegebenem Anlass, schaue ich dann auch die List und übertrage Dinge auf einen offiziellen WUNSCHZETTEL.

Wo wir gerade von Wunschzettel sprechen, muss ich euch auch noch mitteilen, dass ich auch noch einen Amazon Wunschzettel habe. Dort stehen vor allem Kindle Bücher drauf, die ich gerne lesen möchte. Aber auch der Coffee Duck, den ich mir vor kurzem gekauft habe, wurde dort zwischengeparkt.

Dort stehen dann oft kleine Dinge drauf, wie z. B. Bücher oder andere Kleinigkeiten, die ich benötige. Auf meinem Geburtstagswunschzettel standen z. B. zwei Bücher, neue Wäschenetze und ein neues Backblech. Die Familie kann sich dann aussuchen, was sie mir schenkt. In diesem Fall ist dann zwar der Überraschungseffekt dahin, aber es sind Dinge, die ich wirklich brauche bzw. mir wünsche und nicht irgendetwas, für das ich keine Verwendung finde und das ungenutzt in irgendeiner Ecke meiner Wohnung verschwindet. Über diese Geschenke freue ich mich mehr, als über Geschenke, die ich nicht brauche kann.

Natürlich gibt es auch Zeiten, in denen man sich nichts wünscht oder man nichts benötigt. Meine Familie davon zu überzeugen, dass sie mir dann gar nichts schenken sollen, habe ich aufgegeben. Gerade meine Großeltern verstehen das gar nicht und dies wird auch nicht von ihnen akzeptiert.

Geld

In diesem Fall bitte ich sie dann mir einfach Geld oder Gutscheine zu schenken, auch wenn dies unpersönlich ist. Das Geld zahle ich dann auf mein Konto ein und nutze es für die Momente, in denen mal wieder irgendetwas kaputt geht und repariert oder ersetzt werden muss. Ab und an nehme ich dieses Geld dann aber auch für Urlaube oder spare, um mir einen größeren Wunsch zu erfüllen.

Früher bin ich direkt nach Weihnachten zum Shopping los gezogen, ohne Sinn und Verstand. Auch wenn ich nichts brauchte, wurden dann neue Klamotten gekauft. Ich kann mich daran erinnern, dass ich bei so einem Anlass mein komplettes Weihnachtsgeld für Jeanshosen ausgegeben habe. Da dies nicht gereicht hat, habe ich noch einiges Geld vom Weihnachtsgehalt drauf gelegt. Eigentlich wollte ich nur eine Jeans kaufen. Stattdessen waren es dann 4….

Ich bin froh, dass ich dieses Verhalten hinter mir gelassen habe, denn ich weiß, dass es mich belasten würde. Auch damals hat mich der Einkauf im Nachhinein belastet. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, habe mir tagelang teilweise Vorwürfe zu diesem Kauf gemacht. Heute weiß ich, dass diese negativen Gefühle gegangen wären, hätte ich die Hosen zurück gebracht.

Wie oben bereits angekündigt, bekommt man aber manchmal auch Sachen geschenkt, die man sich nicht gewünscht hat oder die man nicht brauchen kann. Gerade Freunde fragen uns ja selten, was wir uns zu einem bestimmten Anlass wünschen.

Unerwünschte Geschenke

Wer kennt es nicht? Stellen wir uns vor, dass wir uns zu einem Anlass Geld wünschen. Da die Großeltern dies alleine zu unpersönlich finden, packen sie das Geld schön verpackt in eine (teilweise nicht sehr hübsche und/ oder moderne Tasse). Da ist es also das unerwünschte Geschenk, dass man dar nicht benötigt, da man genug Tassen besitzt. Doch was macht man nun mit dem guten Stück, dass man sowieso nie benutzen wird?

Ein anderes Beispiel ist ein Teil für eine Sammelleidenschaft, die man bereits aufgegeben hat. Ich bin z. B. ein großer Fan von Schafen. Ich hatte Schaf- Kuscheltiere, Schaf- Bettwäsche  und besitze auch heute noch Schafe zur Dekoration. Aber ich habe mittlerweile das Sammeln aufgegeben, da es kein Ende mehr genommen hat. Obwohl ich erwähnt habe, dass ich nicht mehr sammle bzw. meine Sammlung aufgebe, bekam ich weiterhin noch Schafe in allen Varianten geschenkt…

Ich bin ehrlich mit euch: In den meisten Fällen verschenke/ spende ich diese Dinge umgehend.

Jetzt ist natürlich abschließend die Frage zu klären, was ich meinen Freunden und der Familie schenke.

Was ich verschenke

Auch hier bediene ich mich einer Liste in meinem Bullet Journal, auf die ich das Jahr über alle Ideen aufschreibe, die ich für Geschenke habe. Vielleicht hat die Person auch einen Wunsch geäußert, den ich dann aufschreibe. Mir ist es auch schon passiert, dass ich mit Freunden durch die Stadt gelaufen bin und dabei Dinge entdeckt habe, die ich für eine Person passend fand.

Wenn die Zeit und ein Anlass gekommen sind, dann nehme ich mir diese Liste zur Hand. Meine Großeltern bekommen z. B. jedes Jahr zu Weihnachten einen selbstgebastelten Kalender von mir mit Fotos, die ich das Jahr über von mir geschossen habe bzw. die geschossen wurden.

Meinen Eltern schenke ich z. B. Konzertkarten oder DVD’s ihrer Lieblingskünstler. Freunde wiederum bekommen Selbstgemachtes (z. B. Liköre), (Foto-)Bücher, außergewöhnliche Tees (bei Teeliebhabern) oder auch Gutscheine. Ich rede hier aber nicht von den Gutscheinen, die man überall kaufe kann. Nein, ich spreche von selbstgerechten Gutscheinen. Einen Gutschein für einen DVD Abend, für einen gemeinsamen Besuch im Spa, für ein Abendessen, das man für andere kocht.

Gerade diese Gutscheine bzw. die Momente, die wir in der gemeinsamen Zeit, erleben, bleiben uns doch oft länger in Erinnerung, als etwas, dass wir vielleicht aus purer Verzweiflung noch schnell gekauft haben, damit wir überhaupt ein Geschenk haben.

Wie steht ihr zu diesem Thema? Lasst ihr euch beschenken bzw. schenkt ihr anderen?

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