Kopfkino: Minimalismus und Gedanken

Wie du gemerkt hast, war es die letzten Wochen auf meinem Blog ziemlich ruhig. Auch auf meinen anderen Social Media ist nicht viel passiert. Die Gründe waren vielfältig. Doch darum soll es heute nicht gehen. Es soll eher um das Kopfkino gehen und die Gedanken wie „ich sollte“ oder „ich muss“, die in den letzten Wochen in meinem Kopf herum gespuckt sind.

Kopfkino: Minimalismus und Gedanken

Wir minimalisieren unsere materiellen Dinge, um Zeit zu haben für die Dinge, die uns wichtig sind, die uns erfüllen. Doch was wir oft nicht berücksichtigen sind die Gedanken besser das Gedankenkarusell, das sich weiter in unserem Kopf dreht und das uns hindert, einfach wir selbst zu sein und vielleicht auch frei zu sein für die Dinge, die wir lieben.

Du kennst bestimmt eine Situation dieser Art, in der du etwas tust und im Hinterkopf dann eine Gedanke aufkeimt wie, „das muss noch erledigt werden“, „ich sollte noch schnell dies oder jenes tun“ bevor ich mich z.B. an die Steuererklärung mache oder etwas mit Freunden unternehme… Genauso ging es mir die letzten Wochen sehr oft. Es sind aber auch Gedanken, wie „das schaffe ich nie“ oder „ich bin nicht gut genug“.

Die Frage, die ich mir in den letzten Wochen oft gestellt habe, ist, ob es möglich ist, das Gedankenkarusell zu stoppen und auszusteigen. Können wir Gedanken minimalisieren?

Können wir unsere Gedanken minimalisieren?

Gedanken lassen sich nicht minimalisieren und das ist auch gut so. Ich bin jedoch der Meinung, dass es möglich ist, sich aus dem Gedankenkarusell zu befreien und diese Erfahrung habe ich auch in den letzten Wochen gemacht. Gerade morgens, wenn ich aufstehe, geht mir schon durch den Kopf, was ich an dem Tag alles erledigen „muss“. Doch wer sagt eigentlich, dass wir dies immer „müssen“. Wer sagt, dass es so wie es ist nicht gut genug ist? In den meisten Fällen sind wir es selbst! Es ist unser Perfektionismus und das, was die Gesellschaft uns sagt, so sein „muss“.

Einige der „Muss“ und „Sollte“ Gedanken verursachen wir selbst, indem wir prokrastinieren und unliebsame Dinge vor uns herschieben. Doch dazu demnächst mehr.

Was mir geholfen hat, um das Gedankenkarusell oder mein persönlichen Kopfkino zu stoppen, ist das morgendliche Joggen in der Natur. Wenn ich mich bewege, die Natur genieße und in mir aufnehme, dann verschwinden diese Gedanken und kommen den ganzen Tag auch nicht mehr auf. Mit der Zeit war es sogar so, dass das Karussell direkt nach dem Aufstehen schon gar nicht mehr in Fahrt kam. Wenn es doch mal so war, dann sind sie während meiner morgendlichen Joggingrunde verschwunden bzw. wie Wolken an mir vorbei gezogen, ohne, dass ich mich danach erinnern kann, welche Gedanken es überhaupt waren. Ich habe sie in dem Moment war genommen, jedoch sind sie wie Wolken dann an mir vorbei gezogen. Schon Buddha sagte:

„Sei Zeuge deiner Gedanken“

Kehre zurück in den Augenblick

Ich bin der Meinung, dass es wichtig ist, in dem Moment, in dem die Gedanken aufkommen, dass du in den Moment, den Augenblick zurück kehrst. Nehme den Augenblick aktiv und bewusst war. Was siehst du, was riechst du, was hörst du. Mit Hören meine ich nicht nur die Geräusche um dich herum, sondern auch deine Gefühle, auf die du hören solltest. Wie fühlst du dich? Bist du müde, bist du traurig oder eher erfreut, etc.?

Genau das ist es, was die Achtsamkeit uns lehrt und was es ausmacht ein achtsames Leben zu führen.

Minimalismus und Gedanken: den Moment aktiv leben_foundry_pixabay
© Foundry (Pixabay)

Vielleicht hilft es dir Rituale einzubauen in den Leben. Bau dir Ruheinseln und Ruhemomente in dein Leben. Vielleicht gibt es einen Ort, an dem du besonders gut entspannen und loslassen kannst? Dann geh an diesen Ort. Baue dir Ruhemomente in dein Leben ein, sei es durch Meditation oder mentale Training. Du wirst merken, dass deine Gedanken, die dich hindern oder dich auf der Stelle treten lassen von ganz alleine verschwinden.

Zusätzlich ist es meines Erachtens auch wichtig, die Welt mal die Welt sein zu lassen und uns die Zeit für die schönen Momente zu nehmen und diese auch zu genießen. Dann kann man eben mal nicht vom Boden essen oder das ein oder andere Unkraut zeigt sich in unserem Garten. Wir streben nach Perfektion, doch sind wir mal ehrlich, das ist Blödsinn, denn etwas kann und wird nie perfekt sein. Ich hoffe du verstehst was ich meine.

Das Leben ist zu kurz, um es nicht aktiv zu gestalten und jeden Moment intensiv zu leben. Dabei sollten uns unsere Gedanken nicht aufhalten.

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