Mein Check- in für den Juli: Urlaub, Genuss und Schubladendenken

Wow, schon wieder ist ein Monat rum. Du hast dich vielleicht gewundert, denn es war sehr still hier in den letzten Wochen. Wie ich zu meiner Schande gestehen muss, habe ich dir Ende Mai noch nicht einmal ein Update gegeben bzw. einen Check-in hier gemacht, in dem ich dir über meine Fortschritte bei der No Buy Challenge berichte, den Minimalismus und meine monatlichen Intentionen. Wenn du gerne wissen möchtest, wie es im Juni bei mir lief, dann schau dir dazu gerne mein Video an.

Mein genussvoller Juli

Im Juli hatte ich mir als Intention “GENUSS” gesetzt. Nach all den letzten Monaten, dachte ich mir, dass es Zeit wird, mal wieder zu geniessen. Ich wusste natürlich, dass ich Anfang des Monats ein paar Tage Urlaub in Paris mit meinem Freund machen und damit einen wundervollen Monat einläuten würde.

Ich wollte das Leben genießen. Momente, die Natur, sowie die kleinen und schönen Dinge des Alltags, welche wir doch zu oft in unserem stressigen Alltag übersehen. Ich kann dir auf jeden Fall sagen, dass auch dieser Monat wieder meiner Intention entsprach. Doch warum setze ich mir eigentlich eine Intention? Ich setze mir eine monatliche Intention, als ein Ziel oder Vorsatz, um aktiv mein Leben zu leben bzw. auszurichten. Seitdem ich dies Anfang des Jahres gestartet habe, habe ich es nicht bereut.

Unser kleiner Urlaub in Paris war für mich Erholung pur. Ich habe die Stadt genossen, dass französische Flair, das Essen. Ich habe auf dem Polterabend einer Freundin, alte Arbeitskollegen getroffen, mit denen ich viel über alte Zeiten gelacht habe. Ich habe es auch genossen an den Wochenende mal nichts zu tun und auch nicht aktiv an meinen Zielen zu arbeiten, die ich dieses Jahr erreichen möchte. Ich habe Zeit mit Freunden und der Familie genossen und war im Augenblick statt mit den Gedanken bei irgendwelche Listen, Zielen oder was auch immer. Ich kann sagen, ich habe bewusst gelebt!

Leider gibt es im Leben manchmal auch nicht so schöne Momente. Kurz nachdem wir nämlich aus Paris zurück kamen, war ich auf der Beerdigung eines ehemalige Klassenkameraden. Diese Situation hat mir leider wieder mal vor Augen geführt, wie schnell ein Leben vorbei sein kann. Es hat mir daran erinnert, wie schön das Leben ist und dass es in jedem Moment etwas gibt, dass uns bereichert.

Ich habe gelernt, dass es nichts bringt sich über Kleinigkeiten aufzuregen, da diese unbedeutend sind. 

Dennoch habe ich mich über das Schubladendenken der Presse oder vielleicht auch der Gesellschaft zum Thema Minimalismus aufgeregt. Bei vielen herrscht die Meinung, dass jemand nur minimalistisch lebt, wenn er kaum oder vielleicht sogar keine Habseligkeiten besitzt und dass die Wohnung/ das Haus so gut wie leer steht. Ich lebe mit einer Person zusammen, die nicht minimalistisch lebt. Das ist für mich vollkommen in Ordnung. Deshalb sieht man in unserem Haus vielleicht nicht unbedingt überall meinen minimalistisch Lebensstil. Doch Minimalismus ist für mich mehr, als nur die Reduktion des Materiellen auf das, was wir wirklich benötigen und nutzen. Das scheinen viele nicht zu verstehen. Muss es immer alles sichtbar sein, muss es vorzeigbar sein? Muss es den Vorstellungen anderer entsprechen? Nein!

Minimalismus

Wo wir gerade über Minimalismus sprechen, habe ich auch im Juli ein paar Dinge aufgebraucht und ausgemistet, wie du auf den folgenden Fotos sehen kannst:

Dinge, die ich im Juli 2022 mit Genuss aufgebraucht und aussortiert habe

Dafür habe ich aber im Rahmen meines verspäteten Frühjahrsputzes im Kleiderschrank, den Bädern, meinem Arbeitszimmer und im Wohn-und Esszimmer im Monat zuvor bereits einiges ausgemistet, was wir nicht mehr nutzen. Da waren auch Dinge dabei wie Arzneimittel, die abgelaufen waren oder Kleidungsstücke, die mir nicht mehr gepasst haben. DU kannst dir die einzelnen Videos dazu gerne auf YouTube anschauen. Folgend die Links.

No buy Challenge

Ich habe bei mir eine Angewohnheit entdeckt! Statt mir im Urlaub irgendwelche Andenken zu kaufen, bringe ich mir immer aus Second Hand Läden neuen Kleidung mit. Im Fall von Paris war dies eine Jeans Hose und eine Bluse (beides 70er Jahre Vintage).

Wie gut, dass ich mir für solche Fälle für dieses Jahr im Rahmen der No Buy Challenge ein Spaßbudget von 500 € gesetzt habe. Dieses Budget habe ich mir genehmigt, um mir doch mal was “schönes” zu kaufen, wenn ich es möchte. Das kann ein Buch sein, obwohl ich keine Bücher dieses Jahr kaufen möchte (leider gibt es nicht alle Bücher, die ich lesen möchte, bei der Bibliothek) oder das neue Bullet Journal bzw. ein Kalender für 2023 oder eben auch mal Kleidungsstücke. Von diesem Budget sind nach dem Kleidungskauf in Paris noch knapp 250 € übrig. Ich bin sehr optimistisch, dass am Ende des Jahres davon noch etwas übrig ist. Kleidung z.B. die kaputt ist und ersetzt werden muss, gehört nicht hier rein bzw. wird nicht hier eingerechnet.

Finanzen

Beim Thema Finanzen bin ich jeden Monat besser gelaunt, denn meine Sinking Funds (Spartöpfe) werden monatlich größer. Falls du hier zum ersten Mal mitliest, sollte ich dir vielleicht mehr Hintergrundinformationen geben:

Da ich letztes Jahr den ein oder anderen Monat unmotiviert war, was meine No Buy Challenge angeht, wurde mit der Vorschlag gemacht, dass ich doch die No Buy Challenge mit meinen Finanzzielen verknüpfen könnte. Warum bin ich eigentlich selbst nicht vorher drauf gekommen? Für mich war und ist das eine richtungsweisende Neuerung. Zu Beginn des Jahres habe ich für mich definiert, dass es vier Spartöpfe bzw. Sinking Funds gibt, die ich besparen möchte, um gegen Ende 2022 einen bestimmten Betrag in jedem Topf zu haben. Die vier Töpfe sind: Mein Notgroschen (Emergency Fund), Rücklagen für das Haus, einen Topf für Urlaub und Aktivitäten und Rücklagen für mein Auto. Bis Ende Juli habe ich es geschafft den Topf für Urlaub und Aktivitäten entsprechend meines Jahreszieles zu füllen, genauso wie die Rücklagen für das Auto und meinen Notgroschen.

Den Urlaub in Paris habe ich bzw. wir aus dem Rücklagen für Urlaub gezahlt. Dieser wird entsprechend in den Monaten wieder bis Ende des Jahres dann mit kleinen Raten voll gemacht.

Ich frage mich, ob ich die Ziele vielleicht zu niedrig angesetzt habe. Ich bin gespannt und werde das dann im Dezember beurteilen. Bis dahin spare ich fleißig weiter.

Intention und Ausblick August

In den vorherigen Monaten fiel es mir immer leicht mir eine Intention für den Folgemonat zu setzen. Ich muss gestehen, dass es dieses mal anders war. Normalerweise taucht ein Begriff einfach so auf, sei es beim Gestalten meines Kalenders, beim Spazieren gehen oder auch beim Geschirr abspülen…

Die Intention kam zwar nicht Ende Juli, dafür aber pünktlich am 01.08. und zwar Aufbruch

In den letzten Wochen und Monaten habe ich im Hintergrund etwas Ordnung geschaffen. Einiges davon ist nicht zu sehen, da es sich um Gewohnheiten handelt, die ich abgelegt habe, bzw. neu angefangen habe. Gedankenmuster, die ich hinter mir gelassen habe. Ich habe das Gefühl, dass ich mich im Aufbruch befinde, im Umbruch, in einem Neuanfang. Wie so oft, weiß ich noch nicht, wie sich diese Intention in welchen Bereichen diesen Monat zeigen wird. Natürlich kann ich einiges selbst aktiv in die Hand nehmen und tun und manches mal passieren Dinge von Außen, die sich dann in der Intention widerspiegeln. Wie dem auch sei, werde ich dir auf jeden Fall Ende August berichten, wie sich meine Intention gezeigt hat, genauso wie ich dir über meine Fortschritte im Bereich Minimalismus, meiner Kaufdiät und auch meine Finanzen berichten werde.

Wenn du wissen willst, wie ich meine No Buy Challenge dieses Jahr geplant habe, dann lese gerne in diesem Blogpost nach.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.