Minimalismus Leben: 10 Bereiche, in denen weniger mehr ist

„I choose less, so I can be (more)“

Wir Minimalisten sprechen oft davon, dass weniger, mehr ist. Doch wann ist weniger eigentlich mehr? Hast du dir darüber schon einmal Gedanken gemacht? Ich schon und finde immer mehr Bereiche, in denen dies der Fall ist. 

Im Folgenden nenne ich dir 10 Bereiche in denen weniger, mehr ist. Ich weiß, dass dies nur ein kleiner Teil ist und das es noch viel mehr gibt, doch als erster Einblick, hoffe ich, reicht dir das erst einmal. Gerne kannst du in den Kommentaren noch weitere Bereiche hinzufügen.

1. Weniger Kopf bzw. Verstand, mehr Herz

Wenn wir weniger vom Kopf und unserem Verstand getrieben sind, geben wir unserem Herzen mehr Platz sich zu entfalten und auf das zu hören, was wir selbst bzw. auch unser Körper brauchen. 

Leider haben viele von uns verlernt, auf ihr Herz zu hören, auf das, was ihnen wichtig ist und was sie erfüllt. Wir sollten daher wieder lernen, uns mit unserem Herzen zu verbinden und den Verstand bzw. unseren Kopf auszuschalten. Unser Herz kennt den Weg, unser Verstand versucht oft nur uns irgendeinen Bullshit (entschuldige meine Wortwahl) zu erzählen. Am Besten gelingt dies in dem wir z.B. durch Meditation wieder anfangen uns mit unserem Herzen zu verbinden.

2. Weniger emotionaler Ballast, mehr Leichtigkeit

Kennst du auch den emotionalen Ballast, den du mit dir herum schleppst in Form von negativen Glaubenssätzen oder auch negativen Gedanken und Emotionen? Wenn wir diese Glaubenssätze auflösen, die negativen Gedanken und Emotionen ziehen lassen, dann bringen wir mehr Leichtigkeit in unser Leben. Leichtigkeit, die uns beflügelt, die es schafft, dass wir an uns glauben. Der Weg dorthin ist nicht immer leicht und auch etwas Arbeit, doch es lohnt sich diesen Weg zu gehen, denn wir sind es wert! Dazu müssen wir, wie schon beim ersten Bereich erwähnt, uns wieder mit unserem Herzen verbinden.

3. Weniger Plastik, mehr Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist heutzutage in aller Munde, dank Fridays for future. Oft glauben wir, dass es schwer ist nachhaltiger zu leben, doch jeder noch so kleine Schritt zählt. Wenn du weniger Plastik und auch Müll verbrauchst, dann tust du schon einen großen Schritt. Achte beim Einkaufen einfach darauf so wenig Plastik wie möglich mit einzukaufen, dass tut nicht nur unserer Umwelt gut, sondern auch dir, denn du und im Speziellen dein Körper kommen dadurch nicht in Berührung damit. Auch beim Einkauf darauf zu achten, nur das einzukaufen, dass du wirklich essen und trinken wirst, hilft. Der Deutsche wirft noch immer viel zu viele Lebensmittel weg, einfach, weil er falsch plant und dann mehr im Haus ist, als er Essen kann und will. Wenn wir nur die Lebensmittel kaufen, die wir wirklich brauchen, dann tun wir sogar unserem Geldbeutel etwas gutes, denn wir schmeißen das Geld wortwörtlich nicht in den Müll.

4. Weniger materieller Ballast, mehr Flexibilität

Neben dem emotionalen Ballast, den ich bereits erwähnt habe, muss hier natürlich auch der materielle Ballast genannt werden. Wenn wir weniger materielle Dinge besitzen, dann sind wir flexibler. Was meine ich damit? Du bist auf der Suche nach einem neuen Job und du findest ihn z.B. in Berlin (während du aber gerade im Allgäu wohnst). Wenn du weniger besitzt, dann hält dich dein Kram nicht zurück und es ist einfacher und schneller deine sieben Sachen zusammen zu packen und deinen Weg zu gehen. Dieses Prinzip lässt sich auch auf Reisen anwenden. Weniger materieller Ballast in Form von Gepäck und es ist ein einfaches kurzfristig einen Städtetrip zu unternehmen.

5. Weniger Arbeiten, mehr Zeit und Raum um sich selbst zu entfalten

Weniger zu arbeiten, also weniger Stunden, bedeutet, dass wir mehr Zeit und Raum haben, um uns zu entfalten. Wir können unsere Kreativität und unser Ich ausleben, in dem wir in der gewonnenen freien Zeit das tun, was uns erfüllt oder die Zeit mit den Menschen zu verbringen, die uns wichtig sind.

6. Weniger Stress bedeutet oft ein besseres Wohlbefinden und eine bessere mentale Gesundheit 

Vielleicht kommt es nur mir so vor, aber jeder ist gestresst und oft hetzen wir nur so durch unseren Alltag. Ein bisschen weniger von Stress und Hetze würde uns allen gut tun, denn weniger Stress in unserem Leben führt zu einem besseren Wohlbefinden und somit zu mehr /besserer mentaler und auch körperlicher Gesundheit. In den letzten Wochen habe ich gelernt meinen Perfektionismus langsam abzulegen, denn dieser hat mich persönlich sehr gestresst. Um auch mal abzuschalten, wenn durch äußere Einflüsse (wir können nicht über alles die Kontrolle haben) der Stresspegel zu hoch wurde, hat es mir persönlich geholfen zu meditieren bzw. Übungen zur progressiven Muskelentspannung nach Jacobsen zu machen. Vielleicht ist das ja auch was für dich? Dann findest du hier beispielhaft eine Übung.

Ich habe aber auch bereits einige Blogposts geschrieben, wie du dir dein Leben faireinfachen kannst. Diese findest du hier.

7. Weniger Konsum, mehr Geld

Weniger Konsum und das würde vielen Menschen und auch unserer Umwelt ganz gut tun, führt dazu, dass wir mehr Geld am Ende des Monats übrig haben. Geld, mit welchem wir uns Träume erfüllen können, da wir es nicht für Dinge ausgeben, welche wir dann nicht brauchen und ungenutzt in unseren Wohnungen lungern oder gar schnell wieder im Müll landen. Geld, dass wir auch spenden können oder dafür nutzen unsere Schulden ab zu bezahlen.

8. Weniger Kleidung, mehr Auswahl

Ich weiß, dass hört sich jetzt so an, als würde es nicht zusammenpassen, doch lass mich dir erklären, warum weniger Kleidung zu mehr Auswahl führt. 80% der Zeit, ziehen wir nur 20% der Kleidung an, die wir besitzen. Der Rest der Kleidung fristet sein dasein hängend oder liegend im Kleiderschrank. Trotzdem haben wir das Gefühl nichts zum Anziehen zu haben… Dies liegt meines Erachtens daran, dass wir gar keinen Überblick mehr haben, was wir wirklich an Kleidung besitzen, weil es einfach zu viel ist. Wenn wir weniger Kleidung besitzen, dann sehen wir wieder was wir haben und wie durch ein Wunder entdecken wir, was für eine Auswahl das doch ist und wie gut gewisse Kleidungsstücke vielleicht doch zusammenpassen. 

9. Weniger Zutaten, mehr gesundes Essen

Hast du dir schon mal die Zutatenliste der Lebensmittel angeschaut, die du täglich zu dir nimmst? Wenn nicht, dann mach das mal. Oft sind da Zutaten drin, die wir weder aussprechen können, noch wissen was das eigentlich ist. Oft verstecken sich dahinter Zutaten, die du eigentlich gar nicht zu dir nehmen wolltest und die dir und deiner Gesundheit nicht gut tun. Je weniger Zutaten ein Lebensmittel hat, desto gesünder ist es in den meisten Fällen auch. Am Besten ist es natürlich für deinen Körper, wenn du alles selbst herstellst, denn dann weißt du was da wirklich alles drin ist. Doch ab und an, lässt sich das aus diversen Gründen nicht umsetzen und wir kaufen ein Fertiggericht. In diesem Moment solltest du dann mal genauer hinschauen und überlegen, ob du dir und deinem Körper etwas gutes tun willst oder ob du wirklich irgendwelche „komischen“ Zutaten zu dir nehmen willst.

10. Weniger TV und Social Media, mehr Zeit für die wichtigen Dinge, Menschen im Leben; mehr Zeit für Inspiration

Eigentlich ist es uns allen bewusst, dass je weniger Zeit wir für TV und Social Media nutzen, je mehr Zeit haben wir für die wichtigen Dinge und Menschen in unserem Leben. Ich sage nichts dagegen, dass wir uns ab und an auch mal berieseln lassen wollen oder uns von anderen inspirieren lassen wollen. Wir sollten jedoch bewusst damit umgehen. Auch ich lasse mich ab und an mal berieseln und kann mich auch mal etwas länger in den diversen Social Media Accounts verlieren. Dann wundere ich mich oft, wo denn die ganze Zeit geblieben ist… Daher nutze die Zeit weise und versuche so viel Zeit mit dir, den Dingen, die dir wichtig sind dich und die geliebten Menschen in deinem Leben zu verbringen. Davon haben du, deine Liebsten und die Beziehungen zu deinen Liebsten am Meisten. Wir Menschen sind soziale Wesen, doch nicht im Sinne von Social Media Accounts oder dem Fernsehen, sondern sozial im direkten persönlichen Austausch.

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