No buy Challenge- Meine Kaufdiät

Wie in meinem letzten Post bereits angekündigt, soll es heute um die „No Buy Challenge“ gehen, die ich letztes Jahr begonnen habe. Was das genau ist und wie es funktioniert, erkläre ich euch heute.

Wir alle haben doch meist einen Vorrat an Kosmetik- und Hygieneprodukten zuhause. Dann kommt eine neue LE (das betrifft speziell die Frauen) und wir müssen dieses neue Teil auch haben. Dabei haben wir doch noch z. B. 10 verschiedene Duschgels zuhause…

Einige von euch werden auch den Spruch „Ich habe doch nichts zum Anziehen“ kennen, obwohl der Kleiderschrank voll ist mit Kleidung. Also wird dann noch das x. T- Shirt gekauft, weil man es ja doch benötigt, anstatt kreativ zu werden und das anzuziehen, was wir zuhause haben.

So ging es mir letztes Jahr auch. Ich hatte unzählige Back- ups an Kosmetik- und Hygieneprodukten, so viel Kleidung (inkl. Schuhen und Accessories), dass ein Kleiderschrank nicht mehr ausreichte, von Kerzen und anderen Dekoartikeln reden wir erst gar nicht. Ich entschied, dass es so nicht mehr weitergeht und habe mich auf eine Kaufdiät gesetzt! Das hört sich jetzt schlimmer an, als es ist. Aber genau diese Kaufdiät hat mir dabei geholfen, meine Vorräte an Kosmetik- und Hygieneprodukten bis heute fast komplett aufzubrauchen. Weiterhin hat sie mir dazu verholfen mich mit meinem Kleidungsstil auseinander zu setzen und meine Kreativität, was das kombinieren von Kleidungsstücken angeht, herauszufordern. Dafür gibt es ja in der digitalen Welt genug Inspiration (z. B. Pinterest, YouTube oder Blogs). Auch meinen Vorrat an Kerzen konnte ich durch die No Buy Challenge drastisch reduzieren.

Aber fangen wir vorne an. Ich gebe euch erst einmal eine „kleine“ Auflistung, was ich nach einem halben Jahr (also im Januar 2016) noch immer an Kosmetik- und Hygieneprodukten besaß. Leider habe ich am Anfang der Challenge keine Auflistung gemacht.

Es waren Anfang Januar immer noch 96 Produkte, wie u.a. 10 Parfums, 3 Blushes, 13 Nagellacke, 3 Shampoos, 8 Duschbäder und 5 antibakterielle Handgels….

Ihr könnt euch vorstellen, was ich meine, oder?

Mittlerweile bin ich auf 59 Produkte runter. Diese Anzahl beinhaltet auch Sonnencreme und Zahnpaste. Es dauert teilweise ewig ein Produkt aufzubrauchen, aber ich kaufe mir nichts mehr neues, bis

  1. Ich keine Vorräte mehr besitze oder
  2. Ich nicht ein anderes Produkt zweckentfremden kann

Was meine ich mit zweckentfremden, fragt ihr euch jetzt vielleicht? Damit ihr versteht, was ich meine, nehmen wir hier als Beispiel einen Augenbrauenstift, den ich aufgebraucht hatte. Bevor ich lostigerte und mir einen neuen gekauft habe (es gab kein Back- up mehr), überlegte ich mir, ob ich vielleicht etwas besaß, dass ich anstelle dessen nutzen und aufbrauchen konnte. Da fiel mir ein brauner Kajal ins Auge, der meines Erachtens als Kajal völlig unbrauchbar war. Ich probierte es aus und es funktionierte. So konnte ich etwas aufbrauchen, was ich sonst eventuell nie oder erst nach ewig langer Zeit aufgebraucht hätte und musste mir kein neues Produkt ins Haus holen. Ich kann euch noch ein paar Beispiele geben, welche Produkte sich zweckentfremden lassen: Wenn ihr zum Beispiel zu viele Conditioner zuhause habt, aber euch gerade das Rasiergel bzw. der Rasierschaum ausgegangen ist, dann nutzt den Conditioner zum Rasieren. Andere Beispiele um Zweckentfremden sind, Shampoo als Spülmittel zu nutzen oder Rasierschaum zum Flecken entfernen.

Doch wie funktioniert das, wenn ich etwas wirklich benötige? Dafür habe ich mir in 2015 drei Ausnahmen genehmigt. Die eine Ausnahme habe ich euch ja bereits oben bei den Kosmetik- und Hygieneartikel geschildert. Wenn ich also keinen Vorrat mehr hatte und ich auch kein anderes Produkt zweckentfremden konnte, dann durfte ich mir 1 (!) neues Produkt kaufen.

Die zweite Ausnahme waren Kerzen für den Adventskranz. Ich habe seit dem Beginn der Challenge bis auf die Kerzen für den Adventskranz nicht eine einzige Kerze gekauft und auch kein Teelicht. Es ist kaum zu glauben, aber ich habe immer noch nicht alles aufgebraucht!

Die dritte Ausnahme waren ein paar Winterschuhe, da ich keine besaß. Es war also etwas, dass ich wirklich gebraucht habe.

Für dieses Jahr hatte ich mir bis vor kurzem auch keine Ausnahmen erlaubt bzw. gesetzt. Aufgrund falscher Planung kam es jedoch leider bereits zu dem Kauf eines Paar Sneakers und ein paar Sonderkäufen wegen der Hochzeit einer Freundin. Im Juli habe ich dann für mich ein paar Ausnahmen beschlossen, da ich ja zu meiner Backpacking Tour nach Thailand aufbrechen wollte. Daher habe ich mir Mikrofaserhandtücher und einen Mikrofaser- Schlafsack kaufen können. Warum das als Ausnahme gilt? Naja, die Handtücher hätten ja nicht unbedingt sein müssen, denn ich habe ja auch Handtücher zuhause , die ich hätte nehmen können.

Doch was passiert jetzt für die nächsten beiden Monate, denn das Jahr ist ja noch nicht zu Ende… Kosmetik- und Hygieneprodukte werden genauso behandelt bzw. gehandhabt wie auch letztes Jahr, denn ich will meine Vorräte noch weiter reduzieren und wirklich nur das zuhause haben, was ich auch nutze und nicht mehr meine Schränke vollstopfen mit irgendwelchen Vorräten in dieser Hinsicht.

Da auch die Weihnachtszeit bzw. der Advent wie jedes Jahr kommt, werde ich mir hier auch wieder Kerzen für meinen Adventskalender kaufen dürfen. Ansonsten habe ich nicht vor mir weitere Ausnahmen zu gönnen, denn ich besitze immer noch mehr als genug, aber dies nutze ich auch alles. Und falls ich etwas doch nicht besitzen sollte, dann werde ich eben wieder kreativ 😉

Mich interessiert, ob dies auch eine Challenge für euch wäre oder was euch davon abhalten könnte.

2 Gedanken zu „No buy Challenge- Meine Kaufdiät

  1. Oh man, ich scrolle so durch deinen Blog und erknenne so viele Parallelen!

    Ich hab auch 2 Jahre in Folge gar nicht eingekauft (Mode und Kosmetik) – hatte dad auch als Challenge auf meinem Blog! Und jetzt achte ich auf faire/nachhaltige Produkte oder kaufe second hand. Aber auch das sind, wenn es hoch kommt, 10 Teile im Jahr…

    Früher habe ich das Shoppen regelrecht zelebriert und mich danach immer besser gefühlt. Heute hab ich auf volle Shops gar keine Lust mehr und verbringe meinen Tag lieber gemütlich mit der Familie!

    Liebe Grüße
    Anna

    1. Hallo Anna,

      die Parallelen sind wirklich interessant! Mittlerweile ist für mich „Shopping“ ein Horror. Da bekomme ich teilweise schon ein schlechtes Bauchgefühl, wenn ich mal was benötige und nachkaufen muss. Selbst als ich nur Socken nachkaufen musste, hat es ewig gedauert bis ich mich entschieden hatte und dazu überwinden konnte diese zu kaufen.

      Liebe Grüße
      Esther

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