Warum ich eine „Not-To-Do-Liste“ habe

Wir alle haben To Do Listen, aber ich kenne niemanden persönlich, der eine Not-To-Do-Liste hat. Die meisten von uns notieren sich auf die ein oder andere Art und Weise Dinge, die er oder sie erledigen muss/ will/ kann oder möchte. Doch ich kenne bisher niemanden persönlich, der eine Not-To-Do-Liste hat.

Was ist eine Not-To-Do-Liste?

Eine Not-To-Do-Liste ist eine Aufzählung Dingen, die man nicht mehr tun möchte und sie kann zusätzlich auch Worte oder Sätze beinhalten, die man nicht mehr sagen möchte. Wir alle tun Dinge, die wir eigentlich nicht tun wollen, weil sie uns nicht gut tun oder weil sie uns z.B. ablenken, von für uns wichtigen Dingen. Wir alle sagen z.B. bestimmte Wörter, die uns teilweise selbst an uns stören. Eine Not-To-Do-Liste enthält also alles, was du nicht mehr tun und sagen möchtest.

Warum ich eine Not-To-Do-Liste habe

Bis vor ein paar Wochen hatte ich auch keine Liste. Jedoch viel mir im Laufe der letzten Wochen auf, dass es einige Wörter, Sätze oder Wortkombinationen gab, die mich persönlich gestört haben. Ich habe diese dann aufgelistet und arbeite täglich daran, diese nicht mehr zu nutzen.

Du denkst, dass sich das jetzt einfach anhört, aber ich kann dir sagen, dass dies leider nicht so ist. Es ist eine täglich Aufgabe, die Wörter nicht zu nutzen und ich ertappe mich immer noch dabei, dass ich eines der Wörter bzw. Wortkombinationen bereits auf der Zunge liegen habe oder auch schon den Anfang des Wortes ausgesprochen habe. Aber probier es selbst mal aus.

Nicht nur, dass auf meiner Liste Worte stehen, nein auch Dinge, die ich nicht mehr tun möchte, die aus welchen Gründen auch immer, in den letzten Wochen wieder Einzug in mein Leben erhalten haben… Das sind Dinge, die mich vom Erreichen meiner Ziele abhalten; die mich ablenken; Dinge, die mich nicht glücklich machen und Dinge, die ich tue und nach denen es mir nicht gut geht.

Meine Not-To-Do-Liste

Nun schreibe ich die ganze Zeit über dieses schöne neue Werkzeug, dass mir hilft, aber ich habe dir noch gar nicht gezeigt, was aktuell auf meiner Liste steht. Also hier nun meine Not-To-do Liste:

  • Aufgaben nicht zu Ende bringen: Ja, darin bin ich gut. ich fange eine Aufgabe an und nach der Hälfte mache ich nicht mehr weiter. Ab sofort wird jede Aufgabe sobald angefangen, auch zu Ende gebracht!
  • Immer erreichbar sein: Es ist jetzt nicht der Fall, dass ich 7 tage die Woche/ 24 Stunden lang erreichbar bin. Jedoch merke ich, dass ich mein Handy mittlerweile wieder öfters mit mir herumtrage. Und dann schau ich doch mal schnell, ob es eine neue E-Mail gab, oder ob mir jemand geschrieben hat usw. Ich werde daher ab sofort ab 20 Uhr abends mein Handy weglegen und auf Flugmodus stellen. Wie ich das am Wochenende tagsüber handhaben werde, muss ich mir noch überlegen.
  • Dinge (z.B. Dokumente) mehrfach in die Hand nehmen: Auch das ist eine Eigenart, die mich stört. Statt einen Brief gleich abzuheften bzw. in meinem Fall einzuscannen, lege ich ihn erstmal auf den Ablagestapel und wenn der dann irgendwann zu groß ist, sitze ich stunden daran abzulegen und einzuscannen. Das kann ich mir sparen. Außerdem stört mich der Stapel persönlich, denn wie du weißt, liebe ich es, wenn es aufgeräumt ist und sich nichts irgendwo stapelt oder herumliegt.
  • Fernsehen: Leider ist der Fernseher aktuell wieder zwei Mal die Woche an und letzte Woche an einem tag sogar ziemlich lang. In dieser zeit hätte ich so viel tun und erleben können und stattdessen habe ich mich berieseln lassen.
  • Unterbrechungen zulassen
  • Mein E-Mailprogramm ständig offen lassen: Das ist so eine Unart von mir, die immer wieder durchkommt. Ich schaffe es wochenlang genau dies nicht zu tun und dann lasse ich es schludern. Es reicht völlig meine E-Mails dreimal am Tag zu kontrollieren.
  • Dinge auf der To-Do Liste übernachten lassen oder besser bekannt als Aufschieberitis oder Prokrastination: Irgendwie hat es sich eingeschlichen, dass ich die Dinge, die ich mir für einen tag oder eine Wochen vorgenommen habe, nicht alle erledige und so schlummern sie weiter auf der To-Do Liste und werden immer brav weitergeschoben. Warum ich das mache, weiß ich nicht wirklich. Vielleicht, weil manche von diesen Aufgaben unangenehm sind oder gefühlt ewig benötigen, um sie zu erledigen.
  • Mich als „Opfer“ der Umstände sehen
  • Mir keine Zeit für mich nehmen: Jeder benötigt mal Zeit für sich. Gerade ändert sich einiges in meinem Leben und da ist das irgendwie in Vergessenheit geraten.
  • Alles verstehen wollen: Ich bin jemand der alles verstehen möchte und dann auch viel hinterfragt. Oft bringt es aber rein gar nichts, jedes Detail zu kennen und alles zu verstehen. Ich werde hier die Pareto- Regel einsetzen oder auch besser bekannt als die 80/20- Regel.
  • Es allen recht machen wollen: Das kennst du vielleicht auch? Man will es jedem recht machen. Doch das ist gar nicht möglich. Wir sind alle so unterschiedlich, eben individuell, dass jeder eine andere Meinung hat und wenn du es einem Recht gemacht hast oder vielleicht mehreren, dann sind andere unzufrieden. Also streichen wir das mal ganz schnell aus dem Leben.
  • Folgende Wörter/Sätze nutzen: Problem; Herausforderung; Warum?; Ja, aber..; Ja, ich..; Entschuldigung; Ja, weil..; Aber…; Das kannst du dir schenken.
  • Nur wissen und nicht anwenden: Ich habe mir in den letzten Monaten viel Wissen durch u.a. Bücher angeeignet, jedoch vieles von dem was, ich gelernt habe und nun weiß, nicht angewendet. Da frag ich mich ehrlich, warum das so ist. Ab sofort wird wissen umgesetzt bzw. angewendet.

Zum letzt genannten Punkt gibt es übrigens ein wundervolles Zitat von Johann Wolfgang von Goethe: „Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun.“

Warum du dir eine Not-To-Do-Liste anlegen und dich daran halten solltest

So nun kennst du meine Liste und fragst dich jetzt, warum du eine solche Liste haben solltest. Das kann ich dir gerne sagen, denn es gibt sehr gute Gründe, sich eine solche Liste anzulegen und sich auch daran zu halten:

  1. Du bist fokussierter.
  2. Zeitfresser werden eliminiert.
  3. Du tust nichts, was dir keinen Nutzen bringt.
  4. Du tust nichts mehr, was dich unnötige Energie kostet.
  5. Du machst Ressourcen frei.
  6. Du erkennst deine Interessen und Bedürfnisse.
  7. Du lernst Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden.
  8. Verbesserung deines Sprachschatzes
  9. Dadurch, dass du die Dinge nicht mehr tust, die dich stören oder Ablenken, hast du Zeit für die Dinge, die dir wichtig sind.
  10. Du bist produktiver, wenn du gewisse Dinge nicht mehr tust.

Wenn du wissen willst oder dich inspirieren lassen möchtest, was andere auch ihrer Not-To-Do Liste haben, dann schau doch mal bei Ivan Blatter oder hier vorbei.

Warum ich eine Not-to-do Liste habe

Wie sieht es bei dir aus? Gibt es auch Dinge, die du nicht mehr tun möchtest oder Sätze, die du nicht mehr sagen möchtest? Dann schreib dir doch auch eine Liste. Gerne kannst du diese auch in die Kommentare schreiben und wir arbeiten im September zusammen daran, die Dinge auf der Liste nicht mehr zu tun.

Deine Esther

Ein Gedanke zu „Warum ich eine „Not-To-Do-Liste“ habe

  1. ooh.. das bin genau ich🙈.. ich kopiere und drucke mir deine Liste und arbeite damit – eine geniale Idee, finde ich! liebe Grüsse, Martina

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