Wie Minimalismus meine Finanzen in Ordnung gebracht hat

Jedes Jahr im Januar nehme ich mir die Zeit und schaue mir meine Finanzen bzw. um genauer zu sein, meine Ausgaben des Vorjahres an. Das führt mir seitdem ich minimalistisch lebe immer wieder vor Augen, wie sich meine Ausgaben zum positiven verändert haben. Ich habe auf nichts verzichtet. Ganz im Gegenteil, ich habe viel mehr erlebt und gesehen.

Bevor ich dir heute berichte, wie ich Geld spare, möchte ich dir kurz einmal aufzeigen, wie sich meine Ausgaben über die letzten drei Jahre verändert haben. Meine Gesamtausgaben habe ich von 2015 auf 2017 um 34% reduziert. Am Beispiel Kleidung kann ich dir das mit am Besten verdeutlichen. Alles nur, weil ich viel bewusster einkaufe bzw. bei Kleidung so gut wie darauf verzichte, denn sind wir mal ehrlich, wir alle haben doch mehr Kleidung, als wir wirklich benötigen und auch tragen. 

Finanzen_Ausgabenreduzierung bei Kleidung um knapp 90%

 

So nun aber zu meinen Top 5+1 Spartipps, die ich nutze. Wenn du noch mehr Spartipps haben möchtest, dann schau doch mal hier nach. Viele kennst du wahrscheinlich schon kennst, doch wie viele setzt du sie vielleicht noch nicht um vIch muss zugeben, dass dies früher auch bei mir der Fall war.

Beitragsbild Minimalismus Finanzen

Kaufe nur das, was du wirklich benötigst

Leichter gesagt als getan. Bevor ich den Minimalismus entdeckt und mein Leben geändert habe, war dies nicht der Fall. Ich ging shoppen, um mir etwas gutes zu tun, um mich zu belohnen. Dabei habe ich die Sachen, bei mir waren es vor allem Kleidungsstücke, gar nicht gebraucht. Meist habe ich zuhause schon wieder bereut, was da alles den Weg in meine Wohnung gefunden hat. Genau das Gleiche gilt auch für Lebensmittel. Du hast vielleicht einen Einkaufszettel (wenn nicht, empfehle ich dir dies sofort zu ändern), doch dann landet wieder irgend etwas im Einkaufswagen, was eben nicht auf dem Zettel stand. 

Falls du dich gerade ertappst, kann ich dir sagen, du bist nicht alleine! Selbst mir passiert es ab und an noch, dass ich mit meinem digitalen Einkaufszettel durch den Supermarkt gehe und dann etwas in meinem Wagen landet, dass definitiv nicht auf der Liste stand. Werde dir dessen bewusst und versuche ab heute nur noch wirklich das zu kaufen, was du brauchst und was auf deinem Einkaufszettel steht. Das bringt mich auch direkt zum nächsten Punkt.

Planung ist das halbe Leben

Früher habe ich weder einen Essensplan noch einen Einkaufszettel geschrieben. Mittlerweile investiere ich die Zeit, so wie ich es auch von meiner Mutter beigebracht bekommen habe und plane, was ich in der nächsten Woche essen möchte. Ich vergleiche, was ich zuhause habe und schreibe mir dann dementsprechend den Einkaufszettel. Das spart dir im Endeffekt nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Nerven, denn sind wir mal ehrlich: Wenn wir nachmittags auf der Arbeit erst entscheiden, was wir Abends essen wollen, dann bedeutet das nicht nur Stress für uns, sondern auch Zeitverlust und Geld. Wir wissen nicht, was wir von den Zutaten bereits alles zuhause haben und kaufen daher alle benötigten Zutaten ein. Zutaten, die wir eventuell schon mehrfach zuhause haben. 

Wenn wir ohne Einkaufszettel in den Supermarkt laufen, dann ist auch hier der Fall, dass wir mehr einkaufen, als wir benötigen. Es landet dies und jenes in unserem Einkaufswagen und an der Kasse kommt dann das große Erwachen. Außerdem, zumindest ist das meine Erfahrung, kaufen wir dann oft mehr, als wir essen können und im Laufe der Woche schmeißen wir dann vielleicht noch Sachen weg. Was für eine Verschwendung. Ich will nicht wissen, wie viel Geld ich früher in den Mülleimer geworfen habe.

Mache es selbst

Dieser Punkt beinhaltet eigentlich sogar zwei Tipps. Zum Einen meine ich hier, dass du dein Essen selbst herstellen sollst, also keine Fertigprodukte kaufen. Nehmen wir das Beispiel Pizza, um dir zur erklären, was ich meine. Eine Tiefkühlpizza kostet meist irgendwas zwischen 2-3 €. Nicht nur, dass dort so viele Zutaten drin sind, das gefühlt die Liste nie endet, nein auch kannst du dir eine Pizza selbst zuhause machen, die um einiges günstiger ist, als die TK- Pizza. Du kannst dir den Belag so wählen, wie du ihn möchtest und weißt genau, was wirklich drin und drauf ist.

Mache auch deine Putzmittel selbst. Mit ein paar Zutaten kannst du alles, was du zum Haushaltsputz benötigst, selbst herstellen. Das schont den Geldbeutel, sondern ist auch gesünder, da keine harten Chemikalien in deinen Putzmitteln sind.

Ein weiterer Tipp, der auch hierunter fällt, ist das Reparieren oder Erstellen von Dingen. Versuche so viel wie möglich in deinem Haushalt selbst zu machen und zu reparieren. Sei es Tapezieren, Streichen, Kleidung reparieren. Vielleicht hast du (noch) keine Ahnung, wie es geht, dann schau im Netz nach und versuche es. Das spart dir nicht nur eine Menge Geld, sondern du lernst eventuell auch noch eine neue Fähigkeit.

Vorräte aufbrauchen

Bei diesem Punkt habe ich mich diese Woche wieder selbst ertappt. In den letzten Monaten sind bei mir wieder die Vorräte angewachsen. So, dass ich keinen Platz mehr in meinen Schränken habe und bereits auf der Arbeitsfläche „anbauen“ muss. Für mich ist es ein Kraus, das jeden Tag zu sehen. 

Wie Minimalismus meine Finanzen in Ordnung gebracht hat

Daher werde ich mich jetzt daran machen meine Vorräte aufzubrauchen und zu reduzieren. Hier kommt jetzt auch wieder die Planung (Punkt 2) ins Spiel. Ich plane dieses Wochenende, was nächste Woche gekocht wird und baue die Vorräte mit ein. Klar werde ich ein paar frische Zutaten dazu kaufen müssen, doch das ist in Ordnung.

Das gleiche gilt übrigens auch für Hygiene- und Kosmetikartikel. Brauchst du wirklich das 10. Duschgel und den 20. Nagellack? NEIN. Ich sehe, wie lange ich gebraucht habe und auch noch brauche, bereits existierende Kosmetikprodukte aufzubrauchen. Eine Freundin von mir hat mittlerweile auch schon Jahre gebraucht um Shampoos und Duschgels aufzubrauchen, die sie sich auf Vorrat gekauft hat. Lerne Dinge erst aufzubrauchen, bevor du dir was neues kaufst oder was neues ausprobierst. Jede „Limited Edition“ kommt wieder. Die Läden versuchen durch die künstliche Verknappung uns zum Kauf anzuregen. Wenn du möchtest, dann mach mit bei meiner No Buy Challenge. Die Infos dazu findest du hier.

Süßigkeiten sind der Teufel

Hach, die lieben Süßigkeiten. Sei es die Schokolade, das Eis oder die Tüte Chips. Es spricht meines Erachtens nichts dagegen, sich ab und an mal etwas Zucker zu gönnen, doch sind wir mal ehrlich, gesund ist es nicht. Auch ich gönne mir ab und an mal ein Eis oder Chips, doch in Maßen und eben nicht jede Woche. Oft treffe ich beim Einkaufen immer die selben Menschen an. Jede Woche sehe ich dir Süßigkeiten in ihren Einkaufswagen und frage mich wie hoch der Zuckerkonsum bei diesen Menschen ist. Leider weiß ich nicht, was eine Tafel Schokolade kostet, aber nehmen wir mal hypothetisch an, dass ein 1€ ist. Wenn ich mir jede zweite Woche eine Tafel kaufe, dann gebe ich alleine dafür im Jahr schon 26 € aus. Das hört sich für dich jetzt vielleicht nicht viel an, aber rechne das Mal hoch, wenn dann noch Eis, Chips etc, dazukommen. Nicht nur, dass das über die Zeit viel Geld ist, nein es tut unserem Körper auch nicht gut und das sehen wir leider heute nur allzu oft in unserer Gesellschaft.

Lass die Bank- und Kreditkarten zuhause

Eigentlich müsste ich hier noch weiter gehen und sagen: lass den Geldbeutel zuhause! Ich kaufe so gut wie fast immer alles mit Bargeld ein, sei es Lebensmitteleinkäufe oder auch Kleidung etc. Ich nehme mir die Bankkarte nur dann mit, wenn ich z.B. Tanken fahre auf dem Weg zur Arbeit. Dadurch, dass ichfit Bargeld zahle, kann ich nur das Geld ausgeben, was ich dabei habe. Ist das Geld leer, dann kann ich eben nichts kaufen. SO einfach ist das! Die Versuchung ist bei vielen zu groß, wenn sie die Karten mitnehmen, dass sie dann doch wieder mehr kaufen, als sie eigentlich vorhatten und dadurch mehr Geld ausgeben. Das bezieht sich nicht nur auf Lebensmittel.

Wenn du unterwegs bist und nicht planst dabei Geld auszugeben, dann lass vielleicht am Besten gleich deinen Geldbeutel zuhause, denn dann kommst du erst gar nicht in Versuchung dir doch das ein oder andere zu gönnen.

Ein Gedanke zu „Wie Minimalismus meine Finanzen in Ordnung gebracht hat

  1. Das sind wirklich tolle Tipps und ich würde jedem empfehlen, deinen Artikel zu lesen!!! 🙂 Denn genau diese Aspekte sorgen bei mir auch dafür, dass ich gut über die Runden komme. Einkaufszettel schreibe ich zwar schon immer, aber seit ich auch einen Essensplan erstelle spare ich viel mehr! Und Kleidung repariere ich z.B. auch total oft, denn oft ist ein Kleidungstück noch gut und viel zu schade zum Wegschmeißen. Also deine Tipps kann ich nur bestätigen! 🙂 Was ich bisher noch nicht wusste ist, dass man auch Putzmittel selber herstellen kann. Finde ich interessant, damit werde ich mich beim nächsten Wochenend-Putz mal beschäftigen.
    Liebe Grüße,
    Cindy ❤ http://www.fraeulein-cinderella.de

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